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Ich behaupte steif und fest: Diese Welt ist nicht für Kinder und Tiere gemacht. Es sei denn, man lebt auf einer Insel im See mit Zugbrücke dran und Zaun drumrum.
Frei laufende Katzen leben gefährlich. Autos, Jäger, miese Nachbarn, Rattengift – das sind nur einige Gefahren, die auf die Samtpfoten draussen warten. Bevor Sie also zur Tat und somit in ein Tierheim oder zu einem Züchter schreiten, überprüfen Sie bitte genau ihre Wohnsituation. Nach nämlich genau dieser sollten sie Ihren neuen Mitbewohner nämlich aussuchen. Von Tierheimen werden die Katzen oft ‚nur mit Freilauf’ abgegeben. Das hat schon Sinn und Verstand, denn wenn eine Katze erst einmal ‚Blut geleckt’ sprich: Freilauf genossen hat, wird es schwer gelingen, sie an eine alleinige Wohnungshaltung zu gewöhnen. Hier ist ‚Krieg’ vorprogrammiert und es nützt weder ihnen noch der Katze, wenn diese nach wenigen Wochen wieder im Tierheim landet, weil sie die Wohnung verwüstet. Katzen, die in der Wohnung geboren werden und aufwachsen und keinen Freilauf kennen, brauchen auch keinen und haben auch kein Bedürfnis danach. Diese Aussage ist völlig Rasse-unabhängig. Sollten Sie also ‚nur’ eine Wohnungshaltung zu bieten haben, schauen Sie sich bitte explizit nach einem Tier um, das auch nur Wohnungshaltung kennt. Meist trifft dies oft nur bei Zuchtkatzen zu. In diesem Fall schauen Sie sich bitte nach einem seriösen Züchter um und kaufen bitte keine ‚Billigware’ aus einer dubiosen Hinterhofzucht. Das kann schnell in die Hose gehen, und einzig und allein der Tierarzt freut sich.
Ganz wichtig für die Entscheidung für eine Katze, ist auch Ihre Familiensituation. Stehen alle fest hinter Ihnen und der Entscheidung? Wenn auch nur einer ihrer zweibeinigen Mitbewohner gegen eine Katze ist, ist das Unglück schon vorprogrammiert. Weiterhin sollten Sie unbedingt abklären, ob irgendjemand eine Katzenallergie hat. Nichts ist schlimmer, als ein Tier wieder abgeben zu müssen. Hat jemand eine Allergie und Sie möchten trotzdem eine Katze, würde ich mich bei einem Maine Coon oder Norwegerzüchter umsehen. Oft lösen diese Rassen keine allergischen Reaktionen aus. Ist zwar merkwürdig, stimmt aber.
Wenn Sie kleine Kinder haben, sollten Sie die Lebensumstände Ihrer Wunschkatze genau unter die Lupe nehmen. Tierheimkatzen haben oft eine schreckliche Geschichte hinter sich und es kann sein, dass so manche auf Kinder aggressiv reagiert. Hier sollten Sie wirklich eine Katze von einem ordentlichen Züchter in Erwägung ziehen. Die sind meist sehr gut sozialisiert und verstehen sich mit allem und jedem.
Auch wäre es gut, wenn Sie im Vorwege schon einmal klären, wie und wo Sie Ihren zukünftigen pelzigen Mitbewohner im Urlaubs- oder auch Krankheitsfall unterbringen können.
Ihre finanzielle Situation sollten sie auch in ihre Überlegungen einfliessen lassen. 50€ pro Tier pro Monat kommen da schnell zusammen und was ist, wenn mal eine höhere Tierarztrechnung anfällt?
So, genug. Wenn Sie sich jetzt auf die Suche nach ihrem pelzigen Traumpartner machen … viel Spass dabei!
Autor: Sabine Pönitsch (Vielen Dank, liebe Sabine!)
www.shawnees.de
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