Moritz auf Stippvisite

Mein Schwarzbär hat sich seit zwei Monaten nicht mehr blicken lassen, zumindest nicht in der Wohnung. Ab und zu sehe ich ihn unten im Hof oder im Garten. Neulich habe ich ihn dann eingefangen, mit aller Mühe, denn wenn ich auf ihn zugehe, rennt er weg.

Ich habe ihn nach oben getragen, untersucht, und alles für in Ordnung befunden. Also keine Verletzungen! Zecken hatte er nur eine, die habe ich entfernt. Ansonsten ist er gut genährt, er hat also jemanden (oder mehrere), die ihn füttern. Ich muss sagen, dass ich Menschen nicht leiden kann, die anderer Leute Katzen füttern! Aber ich kann es nun mal nicht ändern.

Rosso kam natürlich sofort angetippelt. Hier ein paar Momentaufnahmen von der Zwangs-Stippvisite:

Nach einer Viertelstunde habe ich Moritz erlöst und die Terrassentür aufgemacht. Wie ein Blitz schoss er davon. Am nächsten Tag habe ich ihn abends auf dem Parkplatz gesehen, er kam auch auf mich zu, hielt aber immer Sicherheitsabstand.

Von meiner Nachbarin lässt er sich streicheln, weil er bei ihr nicht befürchtet, dass sie ihn nach oben schleppt. Zu seinem jugendlichen Nebenbuhler …

Auch andere Nachbarn sehen ihn hin und wieder. Es geht dem Schwarzbär also gut. Einsperren kann und will ich ihn nicht. Er ist ein freies Kerlchen und entscheidet selbst, wo er lebt. Vielleicht kommt er im Herbst wieder, wenn es kälter ist …

9 Kommentare

  1. Liebe Renate,
    ich kann gut verstehen, dass Rosso Dir hilft, den Verlust von Deiner geliebten Lili etwas besser zu verkraften. Aber dass Moritz nicht mehr nach Hause kommen mag und sich vermutlich ein neues Zuhause gesucht hat, finde ich sehr schade. Auch ich habe mehrere Katzen, die nach und nach zu mir kamen – aber auch nur bleiben durften, wenn sie sich mit den anderen Katzen vertragen haben und sich alle wohlfühlen. Ich gebe Dir Recht, dass Dein Moritz frei entscheiden soll, wo er leben möchte, aber dass er vor Dir wegrennt…mich würde das einfach unendlich traurig machen! Ich hoffe, Lieschen hat sich inzwischen besser mit Rosso arrangiert.
    Alles Gute für Euch!
    Heike

  2. Christiane

    so schöne Fotos, aber ich bin traurig, das er sich nicht mehr zu Dir in die Wohnung traut. Befürchtet er, das Rosso ihm den Platz streitig macht ?? Wäre es vielleicht mit einer kleinen Katze anders gewesen. Moritz hat so viele Jahre bei Dir verbracht, Ihr beiden habt so viel miteinander erlebt und Freud und Leid und Schmerzen ertragen und er war immer gut aufgehoben bei Dir. Ich hoffe, das der Schwarzbär merkt, wie gut er es bei Dir hatte und auch weiter hin haben wird. Läßt er sich auch nicht mit seinem Lieblingsfutter bzw. Lachs, Käse etc. locken. Euch beiden und den zwei anderen wünsche ich alles, alles Gute und das Moritz wieder zu Dir zurück findet. Hast Du denn herausbekommen, wo er sich aufhält und wo er gefüttert wird ?? Denn Schondorf ist ja doch nicht so groß und Dich und die Katzen kennen doch viele Leute. Liebe Grüße und ich drücke beide Däumchen, das er wieder nach Hause kommt. Liebe Grüße von uns Vieren zu Dir und den Pelzchen
    Christiane.

  3. Ja, ich bin auch traurig, dass Moritz sich in der Wohnung nicht mehr blicken lässt, aber er ist ja ohnehin ein Strawanzer vor dem Herrn. Im Sommer habe ich ihn auch sonst kaum gesehen, wenn, dann nur zum Fressen, und danach sofort wieder Abmarsch.

    Mit einer “kleinen” Katze wäre es vielleicht anders gewesen, liebe Christiane? Rosso war klein, eine noch kleinere kann nicht vermittelt werden. Er war gerade mal 8 Wochen alt.

    Lieschen kommt mehrmals am Tag zum Futtern und haut dann auch gleich wieder ab. Wie schon andersorts geschrieben … ich warte mal die kalte Jahreszeit ab. Aber da Moritz sich auch anderswo ernährt, sehe ich diesbezüglich schwarz … d. h. ich sehe nicht schwarz, weil er sich ja kaum blicken lässt.

    Liebe Grüße
    Renate

  4. Es freut mich sehr, den hübschen Schwarzbären mal wieder zu sehen.
    Aber es tut mir sehr leid, dass er sich in seinem schönen Zuhause nicht
    mehr wohlfühlt und wieder zum Streuner geworden ist.
    Wahrscheinlich fühlt er sich von dir verraten und von Rossolini aus
    seinem Paradies vertrieben.
    Ihr habt euch doch so gut verstanden und er hatte es so richtig gut bei
    dir. Seine Seele scheint sehr verletzt zu sein, dass er lieber das Weite
    sucht als bei dir zu bleiben.
    ich würde mir so sehr wünschen, dass er wieder zu dir zurück kommt.
    Schade, dass eure Zweisamkeit zerbrochen ist!

    Liebe Grüße von
    Elke

  5. “Zweisam” waren Moritz und ich in den letzten Jahren nicht mehr. Er war zu 90 % außer Haus und hat sich oft tagelang nicht blicken lassen.

    Schade ist die momentane Situation aber trotzdem.

    Liebe Grüße
    Renate

    P. S.: “Einfangen” ließ er sich auch schon vor Rosso-Zeiten nicht. Wenn er kleine Verletzungen hatte und ich ihn versorgen wollte, war es nahezu unmöglich, ihn draußen zu erwischen. Er rannte immer weg! Ich konnte ihn nur versorgen, wenn er in die Wohnung kam …

  6. Jehmine, der Schwarzbär ist im Herzen halt eine echte Wildkatz, was? Ich freue mich, ihn mal wieder zu sehen und dass es ihm gut geht. Wenn er den “Neuen” partout nicht abkann, hilft alles nichts. Ich hoffe aber auch, dass er seine Entscheidung nochmal überdenkt und Rosso doch irgendwann akzeptieren kann.
    Das mit dem Füttern fremder Katzen freut mich übrigens auch nicht so besonders. Klar, einem Straßenmiezerl muss geholfen werden aber eine offensichtlich gut genährte, gesunde Katze füttern, bei der man vielleicht sogar noch weiß, zu wem sie gehört? Kann u. U. ordentlich ins Auge gehen für die Katze – ich sag nur spezielles Futter bei Nierenproblemen, Allergien – oder zumindest ärgerlich sein für den Besitzer, wenn Katz plötzlich nichts mehr frisst (weil satt)/unerklärlich zunimmt ohne Ende/nur noch geschmacksverstärktes Schrottfutter fressen mag. Die Tierarztrechnung wegen Karies und Co. bleibt aber dem Besitzer.

  7. Genau sehe ich es auch, liebe Tanja!

    Meine Katzen bekommen von mir nur Qualitätsfutter und kein Supermarktzeug. Und von Diätfutter mal ganz zu schweigen. Gott sei Dank braucht er keins. Ich hoffe nur, dass er sich nicht verletzt …

    Lieschen kommt nach wie vor so dreimal am Tag, futtert, knurrt Rosso an und verzieht sich dann wieder.

    • Da bin ich zuversichtlich, dass, wer immer ihn füttert, sich bestimmt darum kümmern würde (soweit möglich, er scheint ja gern mal zu flüchten). Denn ein Herz für Katzen scheint diejenige Person ja zu haben. Und die Nachbarn schauen sicherlich auch a bissl mit. Oder der Schwarzbär kommt im Fall des Falles zu dir (da werden Sie geholfen!) Spaß beiseite, ich hoffe auch, er tut sich nichts.
      Naja, zumindest Lieschen lässt sich nicht vom Essen fassen abhalten. Toi toi toi weiterhin, vielleicht kriegt sich die Bande ja zum Winter wieder etwas ein.

  8. Moritz ist auf die kleine Nervensäge immer noch nicht gut zu sprechen, was? Er faucht ja ganz schön 🙂 Erinnert mich irgendwie an Mümi und mich.
    Schnurrer Engel

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