Lieschens Bauch

Vorgestern war ich mit Lieschen in der Tierklinik, weil sie Zahnprobleme hat. Sie riecht aus dem Mäulchen, frisst mit deutlich weniger Appetit und das Zahnfleisch ist am Zahnrand gerötet. Zahnfleischentzündung, meinte die Tierärztin. Die Zähne als solche seien prima in Schuss – vor allem angesichts Lieschens Alter, 13 Jahre wird sie im Sommer. Nun bekommt sie erstmal Lactoferrin, das ist gut gegen Bakterien und stärkt das Immunsystem.

Bei der Gelegenheit habe ich auch den kleinen Knoten am Bauch begutachten lassen. Möglicherweise ein alter Nabelbruch, meinte die Tierärztin, auf keinen Fall was Schlimmes.

Seit ich den Knoten Ende Dezember entdeckt habe, hat er sich auch nicht verändert, und ich gehe davon aus, dass die andere Tierärztin, die meinte, es könne ein Fibrosarkom sein, mal wieder vom schlimmsten Fall ausgegangen ist. Dort werde ich in Zukunft nur noch Entwurmungsmittel abholen, denn die sich ständig wiederholenden worst-case-Vermutungen nerven mich. Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass sie mir Angst eingejagt hat. Nur weil sie völlig unüberlegt irgendwelche Mutmaßungen anstellt. Wahrscheinlich verlieren viele Mediziner im Laufe der Jahre ihre Sensibilität. Falls sie jemals eine besessen haben …

7 Kommentare

  1. Christiane

    als wir unsere Lady bekamen hatte sie auch einen Knubbel am Bauch und unsere Tierärzte diagnostizieren einen alten Nabelbruch. Den Knubbel hat sie nach 5 Jahren immer noch und es geht ihr gut. Also mach Dir keine Sorgen um Lieschen, aber die Tierärztin mit der negativ Prognose würde ich auch nicht mehr fragen.
    Liebe Grüße zu Dir und Knuddler für die Pelzchen sendet Christiane.

  2. Mensch, da bin ich aber auch erleichtert, Renate. Ich habe neulich einen Riesenschreck bekommen, als ich Deine Hiobsbotschaft gelesen habe. Gibt’s ja echt nicht, so eine Panikmache ist das Letzte. Vor allem ist ja eigentlich gar nichts richtig diagnostiziert, sondern nur Mutmaßungen angestellt worden, oder? Ja mei, sein kann alles mögliche, aber muss man denn immer vom schlimmsten Szenario ausgehen?

    • Die kann einfach nicht anders! Mir ist gestern eingefallen, dass es noch einen vierten Fall gab: ich entdeckte bei Lieschen einen dunklen Fleck im Ohr. Die Ärztin: möglicherweise Hautkrebs.

      Ich habe dann zwei andere Tierärzte gefragt, alle beide sagten sofort: Nichts Schlimmes!

      Liebe Grüße
      Renate

  3. Schön, dass es bis auf den riesigen Schrecken wohl nur falscher Alarm war!

    Aber mich wundert ganz ehrlich, dass Du so häufig unterschiedliche Tierärzte aufsuchst.
    Mich hatte das damals schon bei Herrn Katze genervt, dass seine Struvitsteine immer von neuen Tierärzten behandelt wurden, und nur der Computer in der Praxis eventuell erforderliche Infos auswarf.
    Tja, und was dann in der nächsten Praxis passierte: 4 verschiedene Tierärzte und alle handelten eher nach Schema-F anstatt auf Herrn Katze als Persönlichkeit einzugehen. Das Schild Homöopathie machte sich am Empfangsthresen gut, aber mehr als ein Schild war das auch nicht.
    Als ich dann zufällig zu einer weiter entfernten Praxis mit ihm wechselte, wo man ihm vorher vielleicht besser hätte helfen können, da wurde mir klar, was wir für ein Glück mit dem Tierarzt von Maus & Allegra haben. Denn seit ihrem ersten Tierarztbesuch sind sie nun bei ihm. Kein tolle Praxis, keine hochmoderne Diagnostik, keine Patientenkartei im Computer sondern ein Tierarzt, der im Laufe der Zeit seine Patienten und die dazugehörigen Bezugspersonen kennt. Gerade gestern bei der Sedierung, als Allegra 4 Zähne gezogen werden mussten, war das von Vorteil. Denn ein Tierarzt, der sie nicht kennen würde und nur nach der Patientenkartei gegangen wäre, hätte er wahrscheinlich eine viel zu hohe Dosis verwendet. Denn selbst so war das schon eine Gradwanderung wie sie es verkraftet.
    Mir scheint, gerade bei alten kranken Katzen ist ein ständiger Tierarztwechsel meist nicht mehr von Vorteil ..
    LG Silke

    • Liebe Silke, ja ich gehe zu verschiedenen TÄ. Eine ist ganz in der Nähe (das ist die mit den Spontan-Diagnosen) – denn meine Katzen hassen Autofahren.

      Dann gibt es eine Klinik, die ist schweineteuer, aber sehr gut. Die ist für die schweren Fälle.

      Dann gibt es eine Klinik, die ist auch am Wochenende für ihre Patienten da. Da gehe ich dann am Wochenende hin und auch, wenn geröngt werden muss.

      Und dann gehe ich noch zur Tier-HP. Die ist übrigens SEHR gründlich und genau. Und sehr engagiert. Ich habe volles Vertrauen zu ihr. Aber kann halt nicht röntgen … was hin und wieder sein muss. Und am Samstag ist sie nur für Notfelle da. Braucht veständlicherweise auch ihr Wochenende.

      Für mich ist diese Mischung in Ordnung.

      Ich denke, das muss jeder so halten, wie es für ihn und seine Katzen am besten ist.

      Liebe Grüße an dich und an die grauen Schönheiten!
      Renate

  4. Liebe Renate,
    klar, die Autofahrten sind wirklich nervig. Auch wenn unser Tierarzt maximal 5 Minuten mit dem Auto entfernt ist, stimmen beide Damen sofort beim Starten des Motors ein Jaulkonzert an. Und das hatte mich auch bei Herrn Katze dazu bewogen zunächst den nächsten Tierarzt zu wählen, danach einen der auch nicht viel weiter entfernt war, bis ich dann ja halt leider feststellen musste, dass er dort auch nicht gut aufgehoben war, so dass ich dann lieber über 30 Minuten mit ihm gefahren bin bzw. allein seine Medikamente dort abgeholt habe …

    Nachdem ich Dir hier schrieb, habe ich nochmal darüber nachgedacht, dass unser Tierarzt uns z.B. auch nicht immer die gleiche Wurmkur gibt, sondern absichtlich die Mittel auch mal wegen möglicher Resistenzen wechselt. Daher macht es wirklich Sinn selbst bei einer Wurmkur nicht unterschiedliche Tierärzte zu nutzen. Oder notierst Du Dir wann Du welches Medikament verwendet hast und gibst diese Info dann vor der Abholung an den Tierarzt weiter?
    Noch tückischer ist das ja mit den Antibiotika, die Tierärzte oft recht leichtfertig verabreichen. Denn der Umstand hat ja wahrscheinlich damals das Leben von Herrn Katze verkürzt oder zumindest erschwert, da ja kein handelsübliches Antibiotikum mehr anschlug …
    Leider haben wir von Maus, mit der wir 2x an einem Sonntag zum Notarzt mussten auch keine genaueren Daten, was sie da an Schmerzmitteln bzw. beim Insektenstachel auf der Zunge für ein Antibiotikum bekommen hat. Da bin ich leider erst nach den Erfahrungen mit Herrn Katze aufgewacht, wie wichtig diese Infos bei der Behandlung von Mensch & Tier sind 🙁
    LG Silke

  5. Liebe Silke, Antibiotika bekommen meine Katzen nur noch extrem selten – weil ich Entzündungen (erfolgreich) homoöpathisch behandle.

    Liebe Grüße
    Renate

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