Wie man dem Handwerker das Handwerk legt

Der Elektriker … hätte beinahe wieder zugeschlagen.

Die Lampe von neulich hab ich aus dem Schlaf- ins Arbeitszimmer transportiert. Dort gefällt sie mir deutlich besser. Sie passt nämlich perfekt zum Design meines MAC.

schreibtischlampe

Das Kabel unter dem Tisch habe ich auch schön in einem Kabelschlauch versteckt.
kabelschutz

Aber das Stück AUF dem Schreibtisch habe ich vernachlässigt. Da war unbedacht und ein Fehler! Denn saß ich doch vorhin vor dem Computer, als Rosso der Elektriker auf den Tisch sprang und … sich an genau diesem Kabel zu schaffen machte. Ich reagierte SOFORT!

Eine Sekunde später, und auch dieses Kabelstück wäre durchgebissen gewesen. Doch ich konnte es gerade noch retten.

kabel

Da der Nachschub für meinen aufgebrauchten Kabelschlauch noch nicht da ist, war guter Rat nun teuer. Ich brauchte was, um das Kabel zu schützen. Eine Röhre, welcher Natur auch immer.

Ich ging im Arbeitszimmer umher, überlegte und schickte meinen Blick in die Regale. Eine Röhre aus Karton suchte ich. Fand aber keine. Dafür fand ich Papiermuster – in eine Spirale gebunden. Das war die Idee!

Ich fummelte das Papier aus der Spirale und das ist das Ergebnis.
kabelschutz

Und ich finde, es sieht sogar sehr dekorativ aus!

Rosso der Elektriker

kater

Just gestern Abend dachte ich, ich sollte man einen kleinen Artikel darüber schreiben, wie lieb ich mein Rosinchen habe. Da lag er nämlich mal wieder wie hingegossen da und tat so, als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun. Stimmt aber nicht! Fliegen fängt und frisst er.

Dagegen habe ich nichts.

Ich habe auch nichts gegen sein Engagement als Trockenbauer. Überhaupt nicht! Auch wenn es nach seiner Arbeit aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, denn Aufräumen ist nicht so sein Ding!

Bei seiner Funktion als Käsedesigner sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Ist aber nicht besonders tragisch. Und auch meine Schuld, wenn ich Käse auf der Anrichte liegen lasse. Zwar in Frischhaltefolie gewickelt. Aber wer Kabel „prüfen“ kann, der lacht sich kaputt über eine dünne Frischhaltefolie …

Wenn der rote Racker aber als Elektriker fungiert, hab ich ihn für ein paar Minuten gar nicht lieb, denn dann reißt mir der Geduldsfaden!

Gestern habe ich eine neue Lampe angeschlossen; Leselampe für mein Bett, die alte hatte den Geist aufgegeben. Schon als ich sie hingestellt habe, dachte ich mir, hoffentlich zerbeißt er nicht das Kabel. Da aber exakt die gleiche Lampe schon seit Monaten von ihm unbehelligt im Wohnzimmer steht, dachte ich mir, na ja, vielleicht lässt er dieses Kabel auch in Ruhe.

Aber: FALSCH GEDACHT!

Denn vorhin lag ich noch im Bett, Lieschen und Moritz zu meinen Füßen, ich plötzlich so ein merkwürdiges Geräusch hörte, gar nicht weit von meinem Kopf entfernt.Es war so eine Mischung zwischen Knistern, Knabbern und Knuspern … wirklich schwer zu beschreiben, das Geräusch. Also ging ich dem Geräusch auf den Grund. Und, was war? Rosso der Elektriker hatte mal wieder zugeschlagen.

Sein Faible, in die Rolle des Elektrikers zu schlüpfen, hat er letzten Dezember entdeckt. In der Adventszeit genau gesagt. Als ich draußen auf meiner Terrasse die Lichterkette montiert hatte. Das ist ja jedes Jahr immer wieder spannend, denn wenn innerhalb der Kette nur ein einziges Lämpchen kaputt ist, ist Schluss mit Leuchten. Also, ich die Kette zwischen den Pflanzen und im Baum arrangiert, den Stecker in die Steckdose gesteckt … und: Es ward Licht!

Aber nur für wenige Sekunden, dann ward wieder Dunkel. Rosso der Elektriker hat das Kabel „geprüft“. Durchgebissen, konkret gesagt. Also ich zum Werkzeugkasten (für eine Frau hervorragend ausgestattet! Ich hab auch ne Bohrmaschine …), Lüsterklemmen, Schraubenzieher und Zange rausgeholt. Nach ein paar Minuten leuchtete die Lichterkette wieder. Dieses Mal für cirka eine halbe Stunde. Dann ward erneut Dunkel. Der Elektriker hatte das Kabel an einer anderen Stelle „geprüft“!

Auch diese Stelle habe ich mittels Lüsterklemmen wieder repariert – und danach das Kabel hinter Reisigzweigen in Sicherheit gebracht.

Gar nicht viel später meinte er wohl, das Kabel meiner Kopfhörer prüfen zu müssen. Da funktionierte das mit den Lüsterklemmen nicht (warum, weiß der Geier) … ich konnte die Kopfhörer wegschmeißen!

Und jetzt wieder eine Lampe.

kabel durchgebissen

Das mit den Lüsterklemmen hat zwar geklappt, aber erst im zweiten Anlauf. Denn der erste Versuch scheiterte. Aber ich habe ja einen Bruder, der ist Ingenieur. Und: Dem Ingenieur ist nichts zu schweur! Den habe ich angerufen und gefragt, ob man mit den Lüsterklemmen was falsch machen könne. Man müsse auf die Farben der Drähte achten, meinte mein Bruder. Das wusste ich schon. Aber meine Drähte waren beide weiß. „Komisch“, sagte mein Bruder. Dann guckte ich mir die Drähe nochmal genau an und stellte fest, dass zwar beide weiß waren, einer davon aber einen grauen Längsstreifen hatte. Dann stellte ich noch fest, dass ich den Draht ohne Streifen mit dem Draht mit Streifen verbunden hatte – und umgekehrt. Also ich die Drähte in den Lüsterklemmen getauscht … und Tatää! … es ward wieder Licht!

Dann habe ich den letzten Rest meines Kabelschlauchvorrats um das Kabel gewickelt.
kabel repariert

An diesem Kabel wird jetzt nichts mehr „geprüft“.

Und damit die von der Prüfung durch meinen Super-Elektriker verschonte Lampe im Wohnzimmer einer „Prüfung“ entgeht, habe ich eben einen weiteren Kabelschlauch bestellt. Der kommt nächste Woche und ich hoffe, dass der fleißige Handwerker bis dahin auf „Prüfungen“ und Tests jeglicher Art verzichtet.

PS: Die Kabel in meinem Arbeitszimmer (Computer und alles, was an ihm dran hängt) und die vom Fernseher stecken alle bereits in Kabelschläuchen. Denn wenn er die „prüfen“ würde, könnte das eine teure Angelegenheit werden.

Winterquartier

Moritz ist ja der Strawanzer vor dem Herrn, im Sommer kommt er nur zum Futtern heim und macht sich dann umgehend wieder auf die Socken.

ABER: Sobald die Temperaturen sinken und der Heizkörper bullert, zieht der schwarz bepelzte Herr es vor, sein Nickerchen in der Wärme zu machen – und das vorzugsweise in meinem Strickkorb. Ist schön weich dort, und im Frühjahr hab ich dann Katzenhaar-Wolle …

Strickkatze

Rosso im Stress

Gestern kam ein Paket. Ein ganz fieses Paket, denn im Karton war ein weiterer Karton.

zwei kartons

Es galt also zwei Kartons zu prüfen und gegebenenfalls zu bearbeiten. Rosso war nicht begeistert! Doch als pflichtbewusster Kater machte er sich trotzdem an die Arbeit. Der erste Karton wurde untersucht … und für in Ordnung befunden. Also auf zum nächsten …



Der zweite Karton wurde geprüft, eine „Wand“ schon mal ein bisschen bearbeitet, und Rosso kam zu dem Ergebnis, dass da viel Arbeit auf ihn wartete. Eine Arbeit, die ihn sehr ermüden würde. Und allein schon der Gedanke machte ihn müde …


Aber Müdigkeit hin oder her … meinem rot bepelzten Mitarbeiter war klar, dass er sich nicht drücken konnte. Die Arbeit musste gemacht werden. Derart miserable Kanten – das konnte er nicht durchgehen lassen. Da musste ein Fachmann ran. Und der Fachmann hieß: Rosso, der Trockenbauer!


Das Ergebnis der Arbeit: ein Karton mit korrekten Kanten.

roter Karton


Doch damit nicht genug, denn in der Küche wartete bereits die nächste Aufgabe: ein Parmesankäse brauchte ein kreatives Design.

parmesankaese


Nachdem auch der Käse erfolgreich bearbeitet war, hatte er sich ein Nickerchen redlich verdient und suchte sich ein gemütliches Plätzchen auf der Terrasse …

kater auf der terrasse

Rossos Nebenjob

Nachdem wir festgestellt haben, dass Rossos Job als Bürodiener nicht ausreicht, um sein sein anspruchsvolles Leben zu finanzieren, hat der rote Racker nun einen Nebenjob angetreten: er fungiert als Käse-Designer.

kaesetester

Gestern hat er ja getestet, ob er sich dazu eignet, und dabei kam er zu der Erkenntnis, dass Käse-Designer sein ultimativer Lieblingsjob ist.

Nun, ich bin tolerant und akzeptiere seinen Entschluss. Leider steht sein Stundenlohn in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten des Käses, aber was letztlich zählt, ist der gute Wille. Und es ist mein persönliches Anliegen, dass meine Katzen sich selbstverwirklichen dürfen. Was dem Mensch recht ist, ist dem Kater teuer! (Oder andersrum)

Hier das Ergebnis.

kaese

Wenn Rosso so weiter macht, wird er bestimmt eine Medaille gewinnen. Als Cheese-Designer of the Ammerlake.

Mundraub

Da hat mal wieder einer der pelzigen Herren zugeschlagen. (Lieschen hat fast keine Zähne mehr.) Was die Racker so alles für Vorlieben haben: Kuchen (!), Fisch, Wurst, Schinken, Joghurt, Butter und natürlich … Käse. Nix kann ich unbeobachtet auf der Anrichte liegen lassen. Heute war’s mal wieder der Käse, der so verlockend war.

mundraub

P. S.: Neulich habe ich in einer Hinterlassenschaft von Rosso Alufolie gefunden. Darin war ursprünglich Kuchen eingepackt gewesen … ich konnte mich noch erinnern an die zerfledderte Folie.

Freunde?

Martl Holmes war wieder zu Besuch, und dieses Mal hat Rosso nicht geschlafen. Ob aus den beiden Freunde werden, steht allerdings in den Sternen. Rosso hockte nur ein paar Sekunden auf der Brüstung und hat dann blitzartig die Fliege gemacht.

katzenbesuch

Marl verweilte nicht lange und machte sich dann wieder auf die Socken.

katzenbesuch

Ihm auf den Fuß folgte Moritz, der Martls Besuche ziemlich gelassen nimmt. Liegt vermutlich daran, dass sie sich draußen öfter über den Weg laufen. Seine Besitzerin sagte neulich, dass sie gemeinsam strawanzen gehen … Katerkumpels sozusagen.

kater moritz

dachkater

Der kleine Trockenbauer war fleißig

Kam doch neulich wieder ein Karton. Auf dem stand, dass man eventuelle Fehler melden solle.

karton

Rosso begutachtete den Karton ausgiebig und fachkundig und kam zu dem Ergebnis, dass er einen gravierenden Fehler hatte. Zu gerade Kanten! Wenn Rosso was nicht leiden kann, sind es gerade Kanten. Schlussfolgerung: Die mussten dringend bearbeitet werden! Gedacht, getan … der rote Trockenbauer machte sich mal wieder an die Arbeit.

rosso

Merken

Merken

Merken