Rosso besetzt das Fotostudio

roter-kater

Gestern habe ich einen Rhabarberkuchen gebacken und wollte ihn auf der Terrasse fotografieren.

Kaum hatte ich das Foto-Equipment hingestellt, traute ich meinen Augen kaum: der Rotbär hatte es sich darauf gemütlich gemacht.

roter-kater
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Den Kuchen konnte ich dann aber doch noch fotografieren.

Der Kuchen hat übrigens ausgezeichnet geschmeckt …

Rosso im Jahr 2022

roter kater

Das ist das erste Foto meines roten Rackers im neuen Jahr. Einer seiner Lieblingswinterplätze: auf meinem Schreibtisch bei schräg stehender Sonne. Da kriegt Herr Rosso ein schön warmes Bäuchlein.

Vor drei Wochen hat er wieder einen schlimmen Hustenanfall gehabt. Kurzentschlossen bin ich dass am nächsten Tag zu Tierarzt gefahren – zu einem von fünfen. Bei dem waren wir vor eineinhalb Jahren, und bei dem schließt sich – momentan – der Kreis. Denn ich war auch bei der Tierheilpraktikerin, was mich mal wieder 200 Euro gekostet, aber leider nichts gebracht hat.

Also Tierarzt (sh. oben). Der untersuchte ihn und meinte, ein Fremdkörper sei vermutlich nicht der Grund für den Husten. Der Hals sei aber empfindlich (ja, das ist er seit eineinhalb Jahren), und es sei gut, wenn der sich nun mal beruhigen würde.

Er empfahl mir deshalb, Cortison zu inhalieren. Kleine Dosen.

Von Cortison hat der andere Tierarzt auch schon mal gesprochen, denn er meinte, wenn der Husten schlimmer würde, bliebe wohl nichts anderes übrig … als hin und wieder mal eine kleine Dosis zu geben.

Nun inhaliert Rosso seit 22. Dezember 0,2 ml Cortison – in 2 ml Inhalationslösung mit Natriumchlorid.
In den den ersten drei Tagen dreimal täglich, dann jeden zweiten Tag, dann jeden dritten Tag – solange, mit die insgesamt 5 ml Cortison aufgebraucht sind. Cortison inhalieren soll so gut wie keine Nebenwirkungen haben und an Ort und Stelle – also im Hals – wirken. Hoffen wir das mal!

Seit Beginn der Behandlung hat Rosss nun nicht mehr gehustet, und ich schicke ein Stoßgebet gen Himmel, dass sein Hals sich endlich beruhigt hat und er nun nicht mehr husten muss. Denn das sieht jedes Mal furchtbar aus und hört sich auch genauso an …

Rosso und sein Husten

katzenkorb

Seit über einem Jahr hustet Rosso. Anfangs dachte die Tierärztin, die Ursache seien Lungenwürmer. Also machte Rosso eine Wurmkur. Es wurde aber nicht besser.

Dann wurde seine Lunge geröngt, um zu schauen, ob er vielleicht felines Asthma hat. Hatte er nicht, hustete aber trotzdem weiter.

Dann wurde im Dezember ein Stückchen eines Grashalmes in seinem Rachen entdeckt und entfernt. Der Husten wurde weniger, ging aber nicht weg.

Ich habe ihn nochmals untersuchen lassen (insgesamt habe ich in den vergangenen 14 Monaten über 3.000 Euro Tierarztbesuche und Untersuchungen bezahlt), es wurde nochmals eine Endoskopie gemacht – ohne Ergebnis.

Da ich eine aufmerksame Beobachterin bin, habe ich dann festgestellt, wenn Rosso sich in meinen Strickkorb setzt, dessen Inhalt aus ziemlich alter und staubiger Wolle besteht, hustet er spontan. Diagnose der Tierärzte (ich habe zwei – eine Haustierärztin, ohne Röntgenapparat und ohne Endoskopiegerät, und ein kleine Tierklinik, deren Chef ein sehr erfahrener Tierarzt ist, den ich schon sehr lang kenne): Hausstauballergie und/oder Milbenallergie. Es gibt keinen Haushalt ohne Milben … da kann man noch so reinlich sein.

Im Laufe der Monate habe ich das mit dem Wollkorb verifiziert. Kaum sitzt Rosso in den Korb (den ich mittlerweile versteckt habe), hustet er. Es ist also eindeutig, dass sein Husten allergisch ist.

Tun kann man dagegen kaum etwas. Auf Cortison verzichte ich, zumal Rosso auch nicht oft hustet.

Was wir mittlerweile machen: Wir inhalieren – mit Salbeitee. Ich setze Rosso in sein Körbchen, wo er auch brav hocken bleibt, dann fülle Tee in das Inhalatorgefäß (habe mir extra für Rosso ein Inhalationsgerät gekauft) und halte Rosso das Mundstück vors Näschen.

Auf diese Weise inhaliert Rosso täglich 15 Minuten.

Seit die Heizung an und die Luft trockener ist, inhalieren wir mittlerweile zweimal täglich.

Außerdem führe ich eine Excell-Liste, in der ich genau aufschreibe, wann und unter welchen Umständen mein kleiner Rotbär hustet.

Bleibt nun zu hoffen, dass der Husten nicht stärker wird und sich zu felinem Asthma ausweitet!

Frederik und Oskar

Frederik Suter bekam mit 17 Jahren die Diagnose “Neurofibromatose Typ 2”. Das ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, die Tumore im gesamten Nervensystem verursacht. Jeder Mensch mit dieser Erkrankung sieht sich mit verschiedensten Problemen konfrontiert.

Frederik muss mit vielen Einschränkungen leben, unter anderem hört er nichts mehr, und vor einigen Wochen ist sein geliebter Kater Oskar von einem Auto überfahren worden.

Hier Frederiks Gedanken, mit denen er sich von Oskar verabschiedet.

Die doppelte Dosis

Juli 21

Lieber Oskar,

kannst du dich an den 5. Juli 2021 erinnern? Du warst mal wieder unterwegs, es war fast schon 11 Uhr abends. Ich hab mich schon ins Bett gelegt, mir meine Boxershorts und T-Shirt angezogen. Plötzlich leuchtet mein Handydisplay auf, ‘private Nummer’ ruft an. Ich lehne ab. Was war das denn? Wenig später nochmal. Ich geh dran, sage ‘ich bin taub’, lege auf. Denke das war dumm. Nochmal Anruf, diesmal sage ich ‘ich bin taub, bitte bei WhatsApp schreiben’. Dann klingelt es wohl an der Tür und wenig später kommt meine Mitbewohnerin ins Zimmer, schaut ernst und sagt was von Oskar, eine Geste, die ich nicht verstanden hab, und ‘Polizei’. ‘Bitte nochmal, ich glaube, ich habe dich falsch verstanden’ sage ich. ‘Oskar überfahren, Polizei da’.

Sofort war ich am Bettrand gesessen, zog mir eine Hose an und stapfte vom Zimmer zum Wohnzimmer, sagte den zwei Polizisten: ‘Moment, ich setze mich an den Küchentisch’. Schritte der Unendlichkeit mit einem unglaublichen Schmerz in der Brust. Was? Wie? Wo? Warum? Warum mein lieber Oskar? Ich konnte es nicht glauben, irgendwie hatte ich auch Hoffnung etwas anderes ist passiert.

Als ich saß, nahm ich mein Handy zur Transkription. Einer der Polizisten sagte: ‘Es tut uns leid ihnen mitteilen zu müssen dass ihre Katze überfahren wurde’ ich versuchte Fassung zu bewahren, war erstmal schockiert und schwieg. Irgendwann: ‘Wo?’ Mainaustraße. ‘Wir haben ihn dabei, wollen sie ihn behalten oder sollen wir ihn mitnehmen und entsorgen?’ ich musste überlegen. War etwas irritiert. ‘Entsorgen? Mein Oskar?’ ich sagte: ‘Ich würde ihn gerne erst nochmal sehen’ und hatte noch die klitzekleine Hoffnung, dass er es nicht war. ‘Gut, der Körper ist ja noch ganz, nur etwas Blut kommt aus dem Maul’. ‘Mir egal’ dachte ich, ‘zeigt mir Oskar!’ Ein Polizist holte einen blauen Sack, ‘wohin?’ Ich sagte ‘Terrasse’, dort wurde er langsam aufgemacht und mit der Taschenlampe beleuchtet. Er zog einen Handschuh an und hob ihn hoch. Ich erkannte Oskar sofort beim Liegen schon. Die Gewissheit setze sich fest, der Schock saß tief. ‘Sieht aus als ob er schläft’ murmelte ich und lächelte ein bisschen. Ich strich ihm nochmal über den Körper, ganz kurz. Ganz warm war er noch. Das Herz pocht nicht mehr?’, wollte ich mit dem letzten Funken Hoffnung wissen. Kopfschütteln. Ich fragte: ‘Kann ich den Kontakt vom Fahrer haben?’ der Polizist fing an: ‘Dem kann man aber keinen Vorwurf machen…’ Ich unterbrach: ich möchte mich bei ihm bedanken, dass er die Polizei gerufen hat…’ der Fahrer wurde angerufen ob ich Kontakt haben darf. Kurzes Telefonat ‘Ja. Genau. Neee. Okay … Ja, ok, tschüss!” Die Nummer stand auf dem Zettel. ‘Heute nicht mehr, aber morgen nach der Arbeit können Sie gerne anrufen’, ‘OK, damit ist unser Job erledigt’. Ich bedankte mich und versuchte einzuschlafen. Nach ein paar Stunden klappte es.

Ich werde nie vergessen, wie du:

– erst Angst, immer mehr Mut hattest, z.b. beim Klingeln der Tür, erst liefst du weg, dann immer hin

– Beim Wunsch nach dringender Aufmerksamkeit seitlich leicht in die Kniekehle gebissen hast

– verrückt nach Federn warst (daher hast du deinen Gebärdennamen ‘Hai’, denn dann warst du so im Zerstörermodus wie ein Hai, der Blut gerochen hat)

– anfingst auf deinen Namen zu hören und kamst (wenn du Lust hattest)

– Mit deinem Hängebauch gewackelt hast bei leichtem Galopp

– Dich in Kartons gesetzt geliebt, oder sie in kleine Stücke zerknabbert hast

– Küchenrollen erledigt hast

– mit deiner Nase meine Faust angestupst hast wenn du betteltest

– Dich unter Decken versteckt hast

– Taschen, Jacken etc. von Gästen sofort beschlagnahmt und darauf gesetzt hast

– komplett stur dich nicht vom Bett oder Sitzplatz hast verdrängen lassen

– bei Leckerlis die Krallen ausgefahren hast

– Dich im Bett neben mir anschmiegt hast und hingeplumpst ist und dich einfach mal komplett nichts gestört hat mit vollem Vertrauen

– manchmal sogar Küsschen gab oder auf mir lagst, Kopf an Kopf

– Wie du es hasstest, hochgehoben zu werden, aber allmählich immer länger im Schoß auf dem Stuhl sitzen bliebst

– Verrückt geworden bist beim Federstab in der Sofaritze oder unter dem Kissen

– Stolz die Federangel weg getragen hast, wenn du sie mal wieder unter vollem Körpereinsatz weggezogen hast, bis der Stab brach oder die Schnur riss (meistens unters Sofa)

– mit einem ‘Miau’ signalisiert hast, dass du es nicht mehr aushältst, Leckerlis oder essen zu bekommen, rauszugehen

– Dein vibrierendes Schnurren im absoluten chill-modus

– morgens Begrüßung, sobald ich Tür aufmache ins Bett gehüpft bist 

– Deine Begrüßung, wenn ich Mal weg war und nachhause kam, manchmal mit vorwurfsvollem ‘Miau’

– Deine Tritte beim Kraulen des Bauches mit den Hinterbeinen aus dem Nichts, plötzlich beginnend und endend

– Oder den Klamottenschrank den du liebtest auszuräumen

– …


Der Schmerz war groß. Aber auch das Wissen war da, dass die Trauer Zeit braucht. Um nicht in die depressive Abwärtsspirale zu gelangen, habe ich meine Dosis Antidepressiva verdoppelt.

Habe auch beschlossen, deinem Bruder Odin die doppelte Dosis Liebe zu geben.
kater

Danke für deine Liebe, die du mir gegeben hast!

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Damit Oskars Bruder Odin nicht so allein sein muss, hat Frederik nun Lucy adoptiert.

lucy

Rosso – mein schöner Untermieter

Lang ist’s her, dass ich hier was gepostet habe. Vorab: Uns geht es gut. Rosso hustet zwar immer wieder mal, aber er frisst mit großem Appetit, sein Fell glänzt und ist schön weich, die letzte Blutuntersuchung hat nichts Negatives ergeben, also gehe ich davon aus, dass der Grund für dein ab und zu auftretendes Husten tatsächlich eine Allergie ist: Hausstaub und Milben.

So eine Allergie kann spontan auftreten, bei Stress zum Beispiel. Und wie ja bekannt ist, musste Rosso im vergangenen Juli (2021) viel Stress ertragen, weil hier das Dach neu gedeckt wurde – mit einer Dämmung. Das Ganze hat fünf Wochen gedauert, in denen Rosso die Werktage von morgens bis abends in der Badewanne verbracht hat. Und genau damals fing das mit dem Husten an.

Dass kurz vor Weihnachten dann ein Stückchen eines Grashalmes in seinem Rachen entdeckt und entfernt wurde, war vermutlich eine zusätzliche Belastung.

Rosso ist ja ein wirklich ganz besonderes ängstliches Kätzchen – sobald die Türklingel ertönt, spurtet er nach oben und versteckt sich unterm Bett. Noch nie im Leben habe ich so eine ängstliche Katze erlebt wie Rosso. Dabei ist er mir gegenüber frech wie Oskar, und er spielt mit mir Verstecken und liebt Schattenspiele. Aber der Stress damals hat vermutich die Allergie zu Tage gebracht, und nun bleibt sie wohl für immer.

Ich liebe meinen roten und verschmusten Kater von ganzem Herzen und freue mich jeden Tag mehrfach über diesen Glückskater, denn er zaubert mir ständig ein Lächeln aufs Gesicht und bringt mich oft zu lautem Lachen. Rosso – mein pelziges Geschenkpaket.

PS: Das Foto von ihm habe ich vorgestern aufgenommen. Da lag er zwischen den Blumentöpfen auf der Terrassenbrüstung. Als ich ihn angesprochen habe, ist er (natürlich) sofort aufgestanden und hat mir dieses schöne Motiv geschenkt.

Hier noch zur Erinnerung: an seinem ersten Tag bei mir. Ein winziges Fellbündel, das genau in meine zwei Hände passte.

Rosso im Selbstbedienungsladen

Vor einiger Zeit habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe Rossos Knabberdöschen ins Regal neben meinem Arbeitsplatz gestellt und ihm ab und zu ein paar Körnchen daraus auf den Schreibtisch gestreut.

Das hat der Racker sich sehr schnell gemerkt und steht seitdem öfter (sehr oft) vor dem Regal und schaut begehrlich nach oben.

Reagiere ich nicht sofort, stellt er sich neben mich und schaut mich erst mit großen Augen an. Reagiere ich immer noch nicht reagiere, legt er sein Pfötchen sanft auf meine Schulter oder stupst es mir (wieder äußerst sanft) ins Gesicht.

Reagiere ich immer noch nicht, stellt er sich auf die Hinterpfoten, macht sich lang und … siehe Fotos:

Schlafplatz

Weil ich meine Schranktür nicht abschließen kann (alter Schrank!), findet Rosso, dass er da ab und zu sein Mittagsschläfchen abhalten sollte. Dass er dazu den Schrankinhalt an andere Stelle befördern muss (nach draußen – auf den Fußboden), versteht sich ja von selbst …

Selbstbedienung

Weil ja bekannt ist, dass ich dazu neige, Katzen dem Hungertod auszusetzen, greift Rosso zum letzten Mittel und bedient sich selbst, und das geht so:
1. Auf die Anrichte in der Küche springen.
2. Sich auf die Hinterbeine stellen und gaaaaanz lang machen.
3. Nach den Knabberstängchen krabschen.
Raschel, raschel, raschel.
4. Knabberstäbchen mit den Krallen ein bisschen aus dem Regal fummeln.
5. Sich noch ein kleiiiiines bisschen länger machen.
6. Knabberstäbchenhülle mit den Zähnchen packen.
7. Knabberstäbchen auf den Fußboden schleudern.
8. Zähnchen in die Knabberstäbchen-Hülle bohren.
9. Sich beeilen, bevor Renate kommt und die Knabberstäbchen entwendet. Denn sie mag nicht, dass hartes Plastik in Rossos Magen landen könnte …

Konkurrenzalarm!

Rosso sitzt auf der Terrassenbrüstung und gibt merkwürdige Geräusche von sich. Dabei starrt er aufgeregt in den Garten. Ein Vogel? Ich stehe auf und gehe der Sache auf den Grund. Es ist kein Vogel, es ist Sammy, der Nachbarkater. Er sitzt ein Weilchen da, schaut hier hin, schaut dort hin und macht sich dann wieder auf den Heimweg.

Rosso schaut seinem Konkurrenten hinterher und beruhigt sich dan wieder, als Sammy seinem Blickfeld entschwindet.

DANO – neue Katzenfuttersorte

Rosso hat eine neue Tierfuttersorte geschickt bekommen. Neugierig wie der kleine Rotbär ist, hat er sie natürlich gleich ausprobiert. Und das Ergebnis sieht man hier: Sie hat ihm geschmeckt.

Hier die Pressemeldung: Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung ist wichtig, um die Gesundheit der geliebten Samtpfote dauerhaft zu unterstützen. Mit den neuen, biologischen Filets in Soße von DANO gelingt dies besonders einfach. Geeignet für ausgewachsene Katzen und Kater aller Rassen und Altersgruppen, sorgen die vollwertigen Mahlzeiten in den Sorten Huhn, Rind oder Truthahn gleichzeitig für Abwechslung im Napf. Die praktischen Portionsbeutel à 85 g erleichtern derweil nicht nur die Futtergabe, sondern beinhalten bereits alle Nährstoffe, die die Katze pro Mahlzeit benötigt.

Bei der Rezeptur des neuen Nassfutters setzt DANO auf beste Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau sowie eine schonende Zubereitung. Hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit sowie Achtung der Natur sind wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Entsprechend enthalten auch die neuen biologischen Filets in Soße weder Konservierungsstoffe noch zugefügten Zucker oder sonstige minderwertige Zutaten. Was die Filets besonders macht, ist außerdem die bissfeste Konsistenz echten naturbelassenen Fleisches, die sich deutlich von handelsüblichen Patés abhebt.

Die neuen Nassfutter-Sorten Filets in Soße mit Huhn, Rind oder Truthahn sind ab dem 25. März 2021 im Portionsbeutel mit 85 Gramm zu einem Preis von 1,20 Euro online sowie stationär bei Drogerie-Discounter dm verfügbar.

Nanu!?

Seit seinem Unfall Ende September 2020, wo Rosso sich auf unerklärliche Weise in einem Schneefanggitter auf der anderen Dachseite verhakt hat und ich die Feuerwehr rufen musste, betritt er das Dach nicht mehr. Mir ist das SEHR recht. Denn die neuen Ziegel sind viel glatter als die alten und wenn es nachts friert, sind sie spiegelglatt und entsprechend rutschig. Die Gefahr, dass Rosso vom Dach fällt, ist also groß. Umso besser, dass er das Dach nun meidet wie der Teufel das Weihwasser.

Aber auf der Terrassenbrüstung lümmelt er gern rum und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Wenn ich das Haus verlasse, hockt er dann da und wundert sich offensichtlich sehr – wie gestern, als ich joggen gegangen bin und vom Parkplatz meinem roten Liebling zugewinkt habe …

Fünftes Zimmer eröffnet

Die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern und ich habe gestern – für Rosso – Sitzkissen auf die Terrassenstühle gelegt.

Ohne Kissen hat Rosso die Stühle nicht mal mit dem Allerwertesten angeschaut. Doch kaum lagen die Kissen da, hat er auch schon auf ihnen Platz genommen. So gut kenne ich mein geliebtes Rosinchen …

Rosso fischt … frische Murmeln

Diese Vase dient als Wassernapf. Lili hat schon daraus geschlabbert, und Rosso liebt es auch, dort seinen Durst zu stillen.

Bis vor Kurzem stand ein Stängel Glücksbambus drin. Dann habe ich erfahren, dass Glücksbambus leicht giftig ist. Und da Rosso gern nach den Blättern “fischt” und sie zerrupft, habe ich den Bambus kurz entschlossen entsorgt und durch bunte Glaskugeln ersetzt.
Erstens finde ich sie hübscher, und zweitens sind sie nicht giftig.

Der hoffentlich letzte Tierarztbesuch in dieser Angelegenheit

Das vergangene halbe Jahr war wirklich Stress pur. Erst der Lärm und Dreck mit den Dachdeckerarbeiten im Juli – wo mein armes Rosinchen von morgens bis abends Schutz im dunklen Badezimmer und dort in der Badewanne suchte.

Dann die plötzliche Husterei, die erfolglose Endoskopie, zwei Entwurmungsphasen und Ende Dezember 2020 dann endlich der Fund in Rossos Rachen: ein Stück Grashalm.

Danach hoffte ich, dass nun endlich Ruhe eingekehrt sei. Falsch gehofft, denn Rosso hatte offensichtlich weiter Halsprobleme. Er schluckte sehr häufig und schluckte danach jedes Mal trocken. Zwischendurch hüstelte und würgte er auch. Also ich Anfang letzte Woche wieder zum Tierarzt. Zu Dr. Meier in Dießen, der Tierarzt, den ich am längsten kenne. Ein erfahrener und tierlieber Mann.

Er untersuchte Rosso, stellte Druckempfindlichkeit am Hals fest, wollte aber keine dritte Endoskopie durchführen, sondern es erstmal mit schleimabschwellenden Mitteln versuchen. Er meinte nämlich, dass die vielen Monate, in denen der Grashalm sich in Rossos Rachen eingenistet hatte, langfristige Folgen verursacht haben könnte. Er wollte die ehemals entzündeten Stellen sich in aller Seelenruhe erholen lassen.

Also gut. So verpasste ich Rosso jeden Tag eine Spritze mit dem schleimabschwellenden Medikament, außerdem bekam er noch eine weitere homöopathische Medizin, die die Heilung unterstützen sollte. Zudem verabreichte ich ihm noch zweimal täglich ein homöopatisches Beruhigungsmittel, denn aufgrund meiner Erzählungen bezüglich Dacharbeiten und Rossos Rettung vom Dach durch die Feuerwehr vermutete der Tierarzt traumatische Erlebnisse, die den kleinen Kerl seelisch vermutlich noch massiv belasten. Ich gab ihm Recht, denn Rosso saß oft einfach nur so da und stierte minutenlang ins Leere. Wo war mein fröhlicher, gut gelaunter und munterer Rotling abgeblieben?

In den vergangenen zehn Tagen beobachtete ich mein Rosinchen natürlich mit Argusaugen, nahm jede Regung wahr und stellte fest, dass er nach wie häufig schmatzte und schluckte. Dann kam vor ein paar Tagen noch eine Mischung aus geräuschlosem Husten und Würgen dazu. Es blieb also nichts anderes übrig: Rosso musste erneute endoskopisch untersucht werden. Vielleicht steckte ja noch ein Rest des Grashalms in seinem Rachen.

Heute früh um halbneun war ich mit meinem Kater in Dießen, eine Stunde später lag er in Narkose und wurde endoskopisch untersucht. Ich durfte bei der Untersuchung anwesend sein. Interessantes Erlebnis …

Ergebnis: In Rossos Hals und Rachen ist alles in Ordnung. Warum er so oft schmatzt und schluckt, ist Dr. Meier ein Rätsel. Auf alle Fälle kann es keine organische Ursache dafür erkennen. Der Tierarzt vermutet aufgrund der langen Verweildauer des Grashalms eine hohe Sensibilität in der Atemwegsgegend, und Rosso bekommt nun noch weitere zwei Wochen jeden Tag das schleimberuhigende Mittel von mir gespritzt. (Spritzen kann ich gut – hab ich vor vielen Jahren mal gelernt. Ist ganz einfach.)

Auf alle Fälle war es – für mein Gemüt – sehr gut, dass ich den kleinen Racker heute nochmals habe untersuchen lassen. Denn zu wissen, dass körperlich alles in Ordnung ist, ist deutlich besser als irgendwelche diffusen Vermutungen, dass in Hals und Rachen irgendetwas nicht stimmen könnte.

Ich werde meinen roten Liebling in der nächsten Zeit zwar nach wie vor im Auge behalten, aber ihn nicht mehr mit bangen Gefühlen argwöhnisch beäugen, sondern ihn liebevoll beruhigen, sein Köpfchen streicheln und sein weiches Bäuchlein kraulen – und sehr viel mit ihm schmusen. Das kann bestimmt nicht schaden …

PS: Jetzt liegt das Rosinchen im Katzenkorb, denn er ist aufgrund der Narkose noch ziemlich wackelig auf den Beinen. Apropos Beine: Ich werde jetzt eine Runde joggen gehen … bei Schneetreiben.

Der Katzenkönig beim Tierarzt

Nadja Olschewsky hat mir Neujahrspost geschickt und dabei auch Folgendes geschrieben: “Leider hatte Simba sich am ersten Urlaubswochenende böse an einem rostigen Dorn verletzt, sah erst gar nicht spektakulär aus, bin dann aber doch sicherheitshalber zum Tierarzt gefahren und bei der Untersuchung kam ein pfenniggroßes Loch am seitlichen Bauch zum Vorschein. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen …


Sieht nicht unbedingt glücklich aus, der wunderschöne Katzenkönig …

Er wurde geklammert, tagelang Schmerzmittel und Antibiotika verabreicht und hatte eine Woche Hausarrest mit Halskrause. Grauenhaft!! Wir sind bei Wind und Wetter wieder an der Leine raus und ich habe mir die Beine in den Bauch gestanden, bis er jeweils die Umgebung auf mögliche Gefahren abgescannt hatte. Naja, inzwischen ist es überstanden, alles ist gut verheilt. Nachts behalte ich ihn jetzt gerade drinnen, ist doch ganz schön kalt derzeit und außerdem macht ihm ein anderer Kater anscheinend das Revier streitig und hat ihn vor einigen Wochen ordentlich vermöbelt, da waren wir dann auch schon beim Tierarzt gewesen … seufz.”
Fotos: Nadja Olschewsky

Ich drücke Ihnen, Simba, mir und Rosso fest die Daumen, dass 2021 endlich mal tierarztfrei bleibt und auch keine sonstigen Abenteuer ins Haus stehen. Denn davon hat 2020 uns genug zur Verfügung gestellt … reicht für 3 Jahre. Für meinen Geschmack auch gern länger.

PS: Mir gefällt der neue “Trichter”, der nicht mehr so ein steifes Ding ist wie sonst. Ich vermute, er ist deutlich angenehmer als der Steifplastiktrichter, der bislang zum Einsatz kam.

Die Härchen wachsen wieder

Bei der Endoskopie vor zwei Wochen wurden an Rossos Vorderpfötchen zwei große Stellen kahl rasiert, um einen Venenkatheter anzulegen. Jetzt wachsen die Härchen wieder. Das ist gut so. Rosso geht zwar nicht mehr aufs Dach (schlechte Erinnerungen!), lümmelt aber gern auf der Terrassenbrüstung herum.

Bei winterlichen Temperaturen ist ein einigermaßen unversehrtes Haarkleid deshalb besser als ein rasiertes.

Weihnachtsgeschichte

Hier eine Geschichte zum Hören:

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Und hier die Geschichte zum Lesen:

Weihnachten aus Sicht von Kater Fritz
Weihnachten ist allgemein sehr beliebt. Zumindest bei den Menschen. Obwohl in dieser Zeit angeblich am meisten gestritten wird. Wozu also Weihnachten? Ich zumindest brauche es nicht. Aus verschiedenen Gründen.

Als Erstes muss ich an dieser Stelle mit der weitverbreiteten Ansicht aufräumen, die Weihnachtszeit sei die »stade« Zeit. Von wegen! Ich kenne keine Zeit, in der so viel Lärm produziert wird, wie im Dezember. Überall bimmeln Glocken, aus sämtlichen Lautsprechern ertönt die schrecklichste Musik, die man sich als Katze vorstellen kann, und überhaupt ist die Weihnachtszeit eine Zeit, der ich nichts Positives abgewinne.

Das fängt schon damit an, dass um diese Zeit etwas vom Himmel fällt, was ich nicht leiden kann: Schnee. Den Flocken hinterher zu springen, ist ja noch einigermaßen lustig, macht aber nur beim ersten Mal Spaß, danach wird’s langweilig, weil die kleinen weißen Dinger sich im Nu in Luft auflösen, in Wasser besser gesagt. Und Katzen mögen – bis auf einige sehr merkwürdige Ausnahmen – kein Wasser. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Schnee, wenn er sich dann gleichmäßig überall verteilt, anfangs ja ganz hübsch aussieht und man prima darin herumpflügen kann, aber genauso schnell wird daraus ein brauner, hässlicher Matsch, und keine Katze, die was auf sich hält, watet gern im Matsch herum. So, das zum Thema Draußensein in der Weihnachtszeit, abgesehen davon, dass es kalt ist und ich persönlich warme Temperaturen vorziehe – in der Wohnung zum Beispiel.

Apropos Wohnung. In der Weihnachtszeit stehen dort überall Kerzen rum. Das beginnt am ersten Advent ganz harmlos mit einer Kerze. Das heißt, auf dem Tisch stehen zwar vier, angezündet wird aber erst mal nur eine. Der Grund dafür entschließt sich meiner Kenntnis, wird aber schon seine Berechtigung haben. Warum meine Familie diese Dinger überhaupt braucht, ist mir ein Rätsel, schließlich leben wir in einem fortschrittlichen Haushalt und haben elektrisches Licht. Das ist eine praktische Sache. Man braucht nur ein Knöpfchen zu drücken und schon ist es hell. Aber nein, es müssen unbedingt Kerzen sein, diese stinkenden Dinger. Und gefährlich sind sie auch noch. Mir ist da nämlich mal was passiert, mein lieber Scholli! Ich hab es mir ganz arglos auf dem Tisch bequem gemacht. Dabei muss ich zugeben, dass ich das eigentlich nicht darf, aber um Verbote kümmere ich mich nur, wenn’s unbedingt sein muss. Mittlerweile haben sie (meine Familienmenschen) das zähneknirschend akzeptiert, auch wenn sie mich hin und wieder mit vorwurfsvollen Blicken bedenken. Aber da steh ich drüber …

Also, ich lümmle auf dem Tisch rum, als ich plötzlich so ein Gefühl am Schwanz spüre. Ein sehr heißes Gefühl, präzise gesagt. Und da war’s auch schon passiert: Sämtliche Haare an meiner Schwanzspitze hat’s verschmurgelt. Das hat sehr weh getan, gestunken hat’s wie die Pest und ein schöner Anblick war’s auch nicht, das kann ich dir sagen. Total nackt, mein Schwanzende. Peinlich, peinlich! Wer entblößt sich denn schon gern. Wie das passieren konnte, ist mir ein Rätsel. Gott sei Dank ist mein Haarkleid mittlerweile wieder komplett. Aber trotzdem … die ganze Pein nur wegen einer blöden Kerze.

Aber Kerzen allein reichen ja nicht, nein, die ganze Wohnung muss dekoriert werden. Kugeln, Bänder, Tannenzweige, Lichterketten und all so’n Kram. Im Grunde wäre ja nichts dagegen einzuwenden, weil man prima damit spielen kann. WENN MAN DARF! Aber ich darf nicht. Nein, ich krieg so richtig Ärger, krieg böse Worte an den Kopf geworfen und werde weggescheucht. Das muss man sich mal vorstellen! Also, wofür das ganze Zeug, wenn man nicht mal damit spielen darf? Völlig überflüssig! Für die Katz’ sozusagen, aber dieser Spruch ist ja sowieso gelogen. Alles, was für die Katz ist, ist grundsätzlich nie für die Katz – das weiß ich aus Erfahrung.

Das Nächste, was mich an der Weihnachtszeit stört, ist der Besuch. Permanent klingelt’s an der Tür und irgendjemand steht auf der Matte. Wirklich lästig! Die meisten Menschen kenn ich nicht mal, und sie stellen sich auch nicht vor. Dafür belagern diese fremden Typen ganz frech meine Lieblingsplätze: das Sofa und die Sessel. Wenn sie wenigstens was mitbringen würden – für mich, meine ich. Aber nein, Geschenke kriegt bergeweise meine Familie, die Besucher hocken rum, essen und trinken (und reden und lachen – laut!), und ich gehe leer aus. Sehr egoistisches Verhalten, finde ich. Aber so sind sie halt, die Menschen, denken immer nur an sich. Die Belästigung wird noch dadurch gekrönt, dass sie mir dauernd auf den Pelz rücken. Da haben sie sich aber verrechnet! Und schon so manch einer hat für seine Aufdringlichkeit die Quittung bekommen: ein paar hübsche Kratzer an den Händen, manchmal auch an anderen Stellen. Ich lass mich schließlich nicht von Fremden begrapschen.

Höhepunkt der Weihnachtszeit ist der 24. Dezember. Da schleppt meine Familie einen Baum in die Bude. Ja, richtig gelesen, einen Baum! Als gäb’s im Garten nicht genügend Bäume … nein, am Heiligen Abend, so nennen sie diesen Tag (was daran heilig ist, habe ich noch nicht rausgefunden), muss ein Baum die Gegend versperren. Damit nicht genug, muss dieses pieksende und Nadeln abwerfende Teil dann auch noch »verschönert« werden. Man lese und staune! Ja, die gesamte Familie versammelt sich um das grüne Gewächs und hängt Girlanden und Kugeln an die Zweige. Und nicht zu vergessen: Kerzen! Und die werden dann natürlich angezündet. Das allein reicht aber immer noch nicht, denn es werden auch noch andere Dinger angezündet. »Wunderkerzen« heißen die Funken spuckenden Drähte. Da kann man als Katze nur blitzschnell Fersengeld geben.

kater

Wenn die Kerzen alle brennen und die Wunderkerzen alle spucken (sollten besser »Spuckkerzen« heißen, die Dinger), wird gesungen. Auweia, kann ich da nur sagen, denn von guter Musik haben Menschen wirklich keine Ahnung, das ist in Katzenkreisen hinlänglich bekannt. Aber ich bin tolerant und behalte das für mich – normalerweise. Hier und heute mache ich eine Ausnahme: Diese Singerei ist zum Weglaufen! Vorzugsweise laufe ich in die Küche. Denn während im Wohnzimmer das große Remmidemmi veranstaltet wird, findet in der Küche etwas sehr Spannendes statt: Im Backofen brutzelt ein Tier. Ich vermute, es ist tot. Normalerweise verabscheue ich tote Tiere, doch in diesem Fall sieht die Sache anders aus. Es handelt sich nämlich um eine Gans. Und ich muss sagen, sie mundet. Sie mundet sogarausgezeichnet. Ich weiß das deshalb, weil ich der Vorkoster meiner Familie bin. Und in dieser Funktion zählt es zu meinen Pflichten, meine Lieben vor Schaden zu bewahren, und dazu wiederum zählt, dass ich alles, was auf den Tisch kommt, probiere. Leider muss ich das heimlich machen, weil es aus irgendeinem – mir nicht bekannten – Grund nicht gern gesehen wird, dass ich die Speisen auf Geschmack und Nährwert hin untersuche. Und um ganz ehrlich zu sein, muss ich gestehen, dass ich oft gar nicht der Vor-, sondern der Nachkoster bin. Nicht freiwillig, nein, gezwungenermaßen! Denn entweder verstecken sie die Leckereien oder stehen direkt daneben und hauen mir auf die Pfoten, wenn ich meiner Pflicht nachkommen möchte. »Undankbarkeit ist der Welt Lohn«, kann ich da nur sagen. Lediglich ab und zu lassen sie sich herab, mir ein paar mickrige Bröckelchen zu servieren. Im Großen und Ganzen aber habe ich Glück mit meiner Familie, und Weihnachten geht ja auch irgendwann vorbei. Das ist das einzig Gute daran. Was wenige Tage danach über einen hereinbricht, ich meine damit Silvester, ist fast noch schlimmer, aber darüber spreche ich ein anderes Mal.


Die Geschichte stammt auf meinem Weihnachtsbüchlein “Advent, Advent …”
Es gibt es als gedrucktes Buch, als E-Book und als Hörbuch. In der Bücherstube von Edition Blaes kann man alle Varianten kaufen.

Ende der Odyssee?

Über Rossos Husten und dem Versuch, der Ursache dafür auf den Grund zu gehen, habe ich schon berichtet. Zuerst am 31. August, nachdem mein Rotling eine Endoskopie über sich ergehen lassen musste – denn ich vermutete als Ursache für den Husten einen Fremdkörper in seinem Rachen. Mit den Symptomen bei so einem Problem kenne ich mich leider aus, weil Moritz, der seit zwei Jahren im Katzenhimmel ist, ein Heuschreckenbein im Rachen stecken hatte.

Nach der Endoskopie, bei der der Tierarzt keinen Fremdkörper im Rachen gefunden, sondern nur eine Halsentzündung diagnostiziert hatte, hustete Rosso weiter und meine Haustierärztin vermutete Lungenwürmer. Alle Symptome sprachen für einen Lungenwürmer-Befall, also bekam Rosso eine vierwöchige Wurmkur verpasst.

Trotzdem hustete er weiter, und die Haustierärztin meinte, es könne auch “felines Asthma” dahinterstecken und schickte mich mit Rosso zum Röntgen. Dabei wurden tatsächlich Veränderungen in der Lunge festgestellt, die aber nicht auf felines Asthma, sondern auf Lungenwürmer hindeuteten. Vielleicht waren die Biester nicht alle vernichtet, also nochmal eine Wurmkur. Außerdem stellte die Ärztin bei der Untersuchung auch eine Empfindlichkeit an Rossos Hals fest – was auf eine Entzündung schließen ließ. Rosso bekam ein Antibiotikum gespritzt.

Der Husten wurde zwar geringer, ging aber nicht ganz weg. Ich war ratlos, meine Haustierärztin auch. Ein äußerst unbefriedigender Zustand, der mein Gemüt massiv belastete. Denn ich merkte, dass Rosso, dessen Verhalten ich äußerst aufmerksam beobachete, nicht fit war. Und ist die Katze nicht gesund, sorgt sich der Mensch …

Vor zwei Wochen nun streckte er beim Fressen immer wieder den Kopf nach vorn, außerdem schluckte und schmatzte er ständig – da stimmte definitiv was nicht. Irgendwas in seinem Hals/Rachen war nicht in Ordnung – ich rief meine Haustierärztin an, und die schickte uns in die Tierklinik.

In der Tierklinik Weilheim wurde Rosso zwar untersucht und erneut geröntgt – die Lunge war nach wie vor etwas verändert, was eher auf Bakterien als auf felines Asthma hinwies. Eine Endoskopie konnte aber nicht gemacht werden, weil der Narkosearzt nicht anwesend war. Ich bekam einen Termin zur Endoskopie für den 5. Januar 2021. Drei Wochen warten!!!

Wieder Zuhause streckte Rosso beim Fressen erneut den Kopf vor und gab merkwürdige Würgelaute von sich – ich rief in der Tierklinik an und bat dringend (!) um einen Termin für die Endoskopie – noch vor Weihnachten. Die Mitarbeiterin am Telefon sprach mit der Tierärztin und meinte dann, ich solle Rosso bringen, ihn über Nacht da lassen – dann würde man am nächsten Vormittag oder tagsüber irgendwann die Endoskopie dazwischenschieben.

Also steckte ich Rosso wieder in den Korb und fuhr zum zweiten Mal an diesem Tag nach Weilheim.

Am nächsten Tag um die Mittagszeit rief ich in der Tierklinik an – die Endoskopie sei für den frühen Nachmittag anberaumt, sagte man mir, ich solle um 17.00 Uhr nochmals anrufen. Mir war sehr bang ums Herz.

Um 16.00 Uhr klingelte das Telefon. Die untersuchende Ärztin der Tierklinik war am Apparat. Sie hätte einen Fremdkörper in Rossos Rachen entdeckt und entfernt. Ein ungefähr 2 cm langes Stück eines Grashalmes hatte sich im Rachen eingenistet und eine Entzündung im Hals verursacht. (Grashalme können beim Rauswürgen aus dem Magen in der Rachenfalte steckenbleiben.)

Mir fiel ein Stein vom Herzen, und erleichtert fuhr ich nach Weilheim, um meinen roten Racker abzuholen. Nicht nur ich war erleichtert, sondern auch Rosso. Er war sichtlich froh mich zu sehen, denn auf der Heimfahrt lag er nicht – wie normalerweise – flach und reglos im Körbchen, sondern hockte direkt am Gitter und streckte dauernd sein Pfötchen durch die Stäbe um nach mir zu grabschen. Vermutlich hatte er gedacht, ich hätte ihn für alle Zeiten “abgeschoben” und freute sich nun riesig, wieder bei mir zu sein. Da freuten sich also schon zwei …

Heute, genau eine Woche später, geht es Rosso besser. In den ersten Tagen nach der Endoskopie und der kleinen OP war er etwas lethargisch, was meine Haustierärztin auf das nach der OP verabreichte Langzeitantibiotikum (gegen die Entzündung im Hals) schob. Und in der Tat, Rosso ist wieder munter und schluckt und schmatzt auch kaum noch. Seine Halsprobleme wurden mit der Entfernung des Grashalms wohl beseitigt.

Nun hoffe ich sehr, dass Rossos Tierarzt-Odyssee endlich beendet und der kleine Kerl wieder fit ist. Dass der Tierarzt bei der ersten Untersuchung den Grashalm übersehen hat, nehme ich ihm sehr übel. Rosso hat fünf Monate (!) unter dem Fremdkörper und der daraus resultierenden Halsentzündung gelitten – von dem Stress (Rosso hat schreckliche Angst vor Autofahrten und fremden Menschen) und den immensen Kosten für die vielen Arztbesuche mal ganz abgesehen.

Wie froh bin ich, dass ich auf eine Untersuchung vor Weihnachten gedrungen habe … denn mit dem Grashalm in Rossos Rachen, der Halsentzündung und den Veränderungen in der Lunge (die Ärztin in der Tierklinik sieht einen deutlichen Zusammenhang zu der Entzündung), wären das keine fröhlichen Weihnachtstage geworden …

Rosso und der erste Schnee

Hatten Lili und Moritz immer großen Spaß im Schnee und tobten wie verrückt darin herum, ist Rosso der weißen Pracht gegenüber eher zurückhaltend bis skeptisch. Ein vorsichtiges Schnuppern, und dann wird doch lieber der Rückwärtsgang in Richtung warmes Wohnzimmer eingelegt.

Inmitten von Quitten

Katzen lieben es ja, sich auf “neue” Plätze zu legen. Und so liegt auf meinem Terrassentisch seit neuestem ein Brett, das ich oft für meine Kochfotos verwende.

Und da ich vor einigen Wochen Quitten geerntet habe, habe ich öfter Rezepte mit Quitten kreiert und natürlich Fotos gemacht. Und was sehen meine entzündeten Augen? Mein Rotling liegt auf dem Brett – inmitten von Quitten.

Als Quittenrezepte gibt es übrigens:
Quittenschnecken
Quark-Joghurt-Creme-mit-Quitten-Karamell-Soße
Quittenmus
Kürbis-Quitten-Suppe

Dreibeinige Mäusetöterin

Fortsetzung von Miri:
Heute brachte Miri im Halbstundentakt 3 Mäuse und hat gefuttert wie ne Grosse.Für mich blieben nur 2 Gallenblasen und ein Mausepfötchen übrig.Brav hat sie die Mäuse auf dem Teppich gefressen. 1. sieht man die Blutflecken nicht gut und 2. kann ich den Teppich in der Maschine waschen.
Interesssant ist, dass Schnurrli an der gleichen Stelle eine Etage tiefer auch einen Teppich hat, wo er seine Mäuse frisst. Die Stellen unten an der Treppe scheinen gut zu sein, um Mäuse zu fressen.

Liebi Grüessli, Margrit

Ich freue mich sehr, dass es deiner süßen Miri wieder so gut geht – auch mit einem Beinchen weniger.