Kater Rosso beim Tierarzt

Drei Tag war Rosso krank.
Jetzt futtert er wieder,
Gott sei Dank!

roter kater

Wer mich kennt, weiß, dass ich die Flöhe husten höre. Neulich hustete man wieder einer … konkret gesagt, saß Rosso Anfang vergangener Woche auf meinem Schoß und fuhr sich mit der Zunge immer wieder ums Mäulchen. Sonst war sein Verhalten normal.

Am nächsten Tag dasselbe Spiel.

Am Donnerstag dann fiel mir auf, dass sein Appetit kleiner war als normal. Nun ja, passiert.

Am Freitag rannte er nicht morgens beim Aufstehen nach unten auf die Terrasse, um dort sein Frühstück entgegenzunehmen, sondern blieb im Bett hocken. Irgendwann kam er runter, zeigte aber keinen Appetit.

Nachmittags lag er dann nicht auf, sondern unterm Bett. Kann auch passieren. Ist aber für Rosso nicht normal. Ansonsten hat er den ganzen Tag über nur ein paar Körnchen gefuttert.

Am Samstag früh dasselbe Spiel: Er blieb im Bett hocken. Als ich seine Futterdose schüttelte, interessierte ihn das überhaupt nicht. Normalerweise kommt er dann nämlich angedüst wie eine Rakete.

Fazit: Rosso ist krank. Ich rief die Tierärztin an und brachte Rosso eine Stunde später hin. Sie untersuchte ihn. Fand nichts. Er bekam eine Flüssigkeitsinfusion, damit er nicht austrocknet und ein Aufbaumittel.

Nachmittags hockte Rosso auf der Terrassenbrüstung und starrte vor sich hin. Er lief nur noch auf einem Zylinder und wirkte apathisch. Futter interssierte ihn immer noch nicht die Bohne.

Besuch beim Tierarzt

Ich rief wieder die Tierärztin an, und die meinte nun, ich solle Rosso in die Tierklinik bringen, damit man ihm dort Blut abnimmt und untersucht.

Das machte ich.

Eine Stunde später waren Rosso und ich in der Tierklinik in Weilheim, und nach einer Stunde kamen wir dran.

Dann wurde er erneut untersucht, und diese Tierärztin entdeckte etwas: hinten im Hals eine Rötung. Außerdem reagierte die Kehle druckempfindlich – die Tierärztin vermutete eine Kehlkopfentzündung. Seine Mattheit erklärte sie mir wie folgt: Bei einer Kehlkopfentzündung entstehen Erreger wie bei einem Katzenschnupfen (zumindest habe ich die Erklärung so verstanden), und diese Erreger erzeugen Mattigkeit und Müdigkeit.

Aha! Wenigstens eine Erklärung für Rossos Appetitlosigkeit (Schmerzen im Hals), und sein apathisches Verhalten war dem Erreger geschuldet.

Er bekam ein Medikament und ein Antibiotikum gespritzt. Dann fuhren der kleine Kerl und ich wieder heim. Appetit zeigte er immer noch nicht, und Wasser hab ich ihn auch nicht schlabbern sehen. Also nahm ich eine Kanüle, zog Wasser auf und träufelte es in Rossos Mäulchen. Er schluckte auch brav. Flüssigkeit ist wichtig!

Am nächsten Tag zeigte er immerhin wieder ein bisschen Appetit. Auch an meinem Kabeljau zeigte er Interesse. Am nächsten Tag war der Appetit noch größer, und seit gestern frisst er wieder normal. Und er kommt auch wieder angerannt, wenn ich die Futterdose schüttle. Auch Wasser schlabbert er wieder.

Appetit ist wieder da
Heute hat er sein Köpfchen auch wieder in die Futterdose gesteckt. Ist bequemer, als die Futtermaus durch die Gegend zu kugeln …

roter Kater

Ist die Dose allerdings zu, muss auch die Futtermaus wieder dran glauben.

roter Kater

Rosso ist wieder fit. Wie schön! Ein krankes Kätzchen zerhagelt mir nämlich total das Gemüt …

Alte Dame sonnt sich

Lieschen ist mittlerweile ja schon eine alte Dame, ist aber – ähnlich wie Moritz – ständig auf Achse. Sie kommt eigentlich nur zum Fressen heim.

Ab und zu lässt sie es sich aber auch auf der Terrasse gut gehen und räkelt sich in der Sonne. Wenn Rosso sie in Ruhe lässt.

Denn kleine rote Frechdachs stellt ihr mit Vorliebe nach, springt auf sie drauf und beißt sie ins Genick. Dann schreit Lieschen, als ginge es ihr ans Leben, und die weißen Fetzen fliegen. Lässt er sie endlich los, rast sie übers Dach und flüchtet über die Katzenleiter in den rettenden Garten … und Rosso schaut dumm aus der Wäsche.

Dann hockt er an der Katzenleiter und wartet, bis sie unten im Hof auftaucht. Dann schaut er ihr noch nach, bis sie im Nachbargarten verschwindet. Dann galoppiert er auf mich zu und erzählt mir, dass Lieschen sich mal wieder in Luft aufgelöst hat …

Regenwetter am Ammersee

Wenn es regnet, zieht auch der Schwarzbär es vor, daheim im Trockenen zu bleiben.

Hier hockt er auf der Galerie und schaut nach unten auf die Terrasse, wo es fröhlich vor sich hinplätschert. Was ihm so gar nicht gefällt. Obwohl es ihm vor Regen normalerweise überhaupt nicht zu grauen scheint. Manchmal kommt er nämlich pitschnass heim. So nass, als wäre er stundenlang durch den Regen gepilgert …

Farn … giftig für Katzen!

Vor zwei Jahren merkte ich, dass Rosso nicht so ganz fit wirkte. Er war irgendwie “reduziert”. Reduziert in allem. In seinem Tatendrang, in seinem Spieldrang und Hunger hatte er auch nicht viel.

Ich ging mit ihm zur Tierärztin, und tatsächlich wurden veränderte Blutwerte festgestellt. Aber warum? Rosso war gerade mal ein Jahr alt.

Ein halbes Jahr später stieß ich zufällig auf eine Liste, in der Pflanzen aufgezählt wurden, die für Katzen giftig sind:

A
Ackerwinde, Ackerveilchen, Amaryllis, Anemonen, Anthurie, Arnika, Aronstab,
Asthmakraut, Adonisröschen, Azaleen
B
Bärenfuß, Bittersüß, Buchsbaum, Buntwurz, Blaustern, Blasenstrauch
C
Calla, Christusdorn, Christrose, Chrysanthemen, Clematis
D
Diptam, Dipladenie, Dieffenbachia, Daphne
E
Edelweiß, Efeu, Eibe, Einblatt, Eisenhut, Enzian, Euphorbie, Eichen
F
Farne, Feldstiefmütterchen, Feuerlilie, Ficus, Fingerhut, Frauenschuh, Faulbaum, Feuerdorn
G
Geranie, Giftsumach, Ginster, Glyziniensamen, Goldregen, Gummibaum
H
Hahnenfuß, Herbstzeitlose, Hortensie, Hyazinthe, Hartriegel, Heckenkirsche, Herkuleskraut
J
Jungfernherzstaude, Jonquillen ,Jelängerjelieber (Geissblatt)
K
Kakteen, Kaladien, Kalmie, Kartoffelpflanze, Kastanie, Kermesbeere, Knollenblätterpilz,
Krokus, Kirschsteine, Kletterspindelstrauch, Korallenbeere, Küchenschelle, Kornrade,
Kreuzdorn
L
Lacksumach, Leberblümchen, Lilie, Lorbeer, Löwenzahn, Lupinie, Liguster, Lorbeerkirsche
M
Märzenbecher, Magnolie, Maiglöckchen, Mistel, Mönchshaube
N
Nachtschattengewächse, Nadelbäume, Narzisse, Nelke, Nieswurz
O
Oleander, Orchideen, Osterglocke
P
Philodendron, Primel, Prunkwinde, Pilze
R
Rhododendron, Rittersporn, Rizinus, Rharbarber, Rainfarn, Robinie
S
Sadebaum, Salomonsiegel, Sauerdorn, Scilla, Schirling, Schlüsselblume, Schlafmohn,
Schneeglöckchen, Schneeball, Schneebeere, Schwertlilie, Seidelbast, Sonnenwend,
Wolfsmilch, Spindelbaum, Stechapfel, Stechpalme, Stephanskraut, Steinklee
T
Tabak, Taxus, Tomatenpflanze, Trollblume, Tulpe, Tollkirsche, Tüpfer-Hartheu
U
Usambaraveilchen
V
Vogelkirsche, Vogelknöterich, Vogelmilch
W
Wacholder, Waldmeister, Wandelröschen, Weihnachtsstern, Weinraute, Weissdor, Wicken,
Wildlupinie, Wilder Dost, Wolfsmilchgewächse, Wunderblume
Z
Zypressenwolfsmilch, Zwergmistel, Zaunrübe, Zwiebelgewächse, Zypressen

Beim Lesen der Liste fiel mir ein, dass Rosso liebend gern mit den langen Blättern des Adlerfarns auf meiner Terrasse spielte und sich darunter auch gern versteckte.
giftüf-fuer-katzen

Ich googelte nach dem Begriff “Farn”, und ich wurde fündig. Im Gartenjournal waren die Symptome aufgezählt und einige davon trafen auf Rosso zu. Also weg mit dem Farn! Denn auch wenn er ihn nicht angeknabbert hat – allein mit dieser Pflanze zu spielen, reicht schon, um das Gift aufzunehmen.Und Rosso hat wie verrückt damit gespielt … täglich. Mit Farnblättern gekämpft, sich darunter versteckt, sie abgerissen, sie als Pseudomäuse mit den Pfoten bearbeitet … er hatte also genügend Gelegenheiten, um mit den Sporen die sich an den Unterseiten der Blätter befinden, in engen Kontakt zu kommen und sie einzuatmen. Und das allein reicht schon für schwere Vergiftungen … Auch das ist in einem Artikel des Gartenjournals beschrieben.

Seitdem meine Terrasse farnlos ist, geht es Rosso gut. Er ist ein quicklebendiges und stets gut gelauntes Kerlchen. Ich habe soooo große Freude an ihm und liebe ihn sehr!

Immer wieder sonntags

katzenleiter

Kennen Sie „Murphys Gesetz“? Viel­­leicht ist Ihnen der Begriff nicht geläufig, aber was dahinter steckt, das kennen Sie bestimmt.

Bei Murphys Gesetz handelt es sich um die Widrigkeiten des Alltags. Drei Beispiele: Es regnet immer dann, wenn man sein Auto frisch gewaschen hat. Man kriegt den ganzen Tag keinen Anruf, aber sobald man unter der Dusche steht, klingelt das Telefon garantiert. Eine Scheibe Butterbrot fällt immer auf die beschmierte Seite … und so weiter. Murphys Liste ist beliebig erweiterbar, und ein zusätzlicher Punkt darauf könnte lauten: Katzen verletzen sich nur dann, wenn der Tierarzt keine Sprechstunde hat.

Unter diesem Aspekt war es natürlich Sonntag. Erschwerend kam hinzu, dass es sich nicht um einen normalen Sonntag handelte, sondern um Ostersonntag, ein Zeitpunkt, zu dem die Leute – auch Tierärzte – gern verreisen. Also, es war Ostersonntag, drei Uhr nachmittags. Frisch geduscht saß ich nach dem Joggen auf dem Sofa und wollte es mir gerade mit ein paar Käsehäppchen und einem schönen Film gemütlich machen, als Lieschen vom Strawanzen zurückkam.

Normalerweise tippelt sie in so einem Fall in die Küche, schaut nach, ob noch irgendein Rest in ihrem Futternapf liegt (dort liegt aber nie ein Rest, weil sie grundsätzlich alles bis aufs letzte Krümelchen vertilgt), dann wirft sie mir einen vorwurfsvollen Blick zu und eilt die Treppe zur Galerie hoch um dort an ihrem bevorzugten Schlafplatz (mein ehemaliger Wollkorb, den sie in ihrem Sinn umfunktioniert hat) ein Nickerchen zu machen. Normalerweise verläuft das so. Normalerweise! Aber nicht, wenn ich auf dem Sofa sitze und etwas esse. Ist das nämlich der Fall, wird das ewig hungrige Lieschen plötzlich sehr anhänglich, rennt nicht die Galerie hoch, sondern hüpft auf meinen Schoß, gibt mir herzinnigliche Nasenstüber (falsches Luder!) und schielt mit begehrlichem Blick auf meine Leckerbissen – von denen sie hin und wieder (eigentlich immer) etwas ab bekommt, vor allem, wenn es sich um Käse handelt. Lieschen ist ganz wild auf Käse! Zwar hat sie gegen Artischocken, Tomaten, Oliven (!) und Spaghetti auch nichts einzuwenden, aber Käse ist ihr ultimatives Lieblingsschmankerl.

Kaum hockte sie neben mir, entdeckte ich auch schon das Malheur: eine zwei Zentimeter lange, klaffende Wunde in ihrer Vorderpfote. Vermutlich war sie mal wieder an einem Drahtzaun hängen geblieben. Während Felix sich bei lautstarken Revierkämpfen mit seinem Lieblingsfeind regelmäßig üble Biss- und Kratzwunden zuzieht, die draufgängerische Lili, bis auf ein einziges Mal, ohne Blessuren nach Hause kommt, bleibt Lieschen immer wieder an Maschendraht­zäunen hängen. Warum das nur ihr passiert, ist mir ein Rätsel – denn alle drei streifen durch das dasselbe Revier.

Als ich mir die Verletzung näher anschaute, wusste ich sofort, die muss fachmännisch versorgt werden. Meine Tierärztin hatte mir versichert, irgendjemand aus ihrer Praxis sei immer zu erreichen, zuversichtlich griff ich also zum Telefonhörer. Ich ließ es sehr lange läuten, keiner ging ran. Schließlich meldete sich die Mailbox. Mist! Was nun? Ich rief den Tierarzt im Nachbardorf an. Anrufbeantworter! Dasselbe beim Tierarzt zwei Dörfer weiter.

Ich suchte im Telefonbuch nach einer Tierklinik und wurde fündig. Eine Stunde später lag Lieschen in Narkose und wurde versorgt. Vier kleine Fäden hielten die Wunde zusammen, ich brachte mein Kätzchen wieder nach Hause, wo ich sie in mein Arbeitszimmer sperrte, weil ich nicht wollte, dass sie in ihrem benommenen Zustand die Katzenleiter runterpurzelt – Lieschen liebt die Freiheit, und würde keine Stunde freiwillig im Haus bleiben.

lieschen-pfote

Während der folgenden vier Tage entwickelte sich die Wunde gut und schien schön zu heilen, am fünften Tag allerdings entdeckte ich in der Mitte der Naht eine entzündete Stelle. Also beobachten! Am nächsten Morgen, es war natürlich Samstag, hüpfte Lieschen nach ihrem nächtlichen Ausflug in mein Bett, und ich warf sofort einen Blick auf die Naht. Sie war aufgebrochen, lose hingen die Fäden an den Wund­rändern. Oh Mann!

Dieses Mal war die Tierärztin Gott sei Dank gleich am Telefon und ich mit Lieschen eine halbe Stunde später in der Praxis. Dort wurden die restlichen Fäden gezogen, die Wunde gesäubert und dann nicht wieder genäht, sondern getackert. Ja, richtig gelesen! Mit einer Art Heftmaschine wurden drei kleine Metallklammern durch die Wund­ränder ge­­schossen. Tack, tack, tack – fertig. Lieschen zuckte nicht mal mit der Wimper, so schnell ging das. Und die kostspielige und auch nicht gerade gesunde Vollnarkose war damit überflüssig geworden. Prima Methode!

Drei Tage später hatte sich eine der Klammern zur Hälfte gelöst und baumelte wie ein Pearcing an Lieschens Pfote. Kurz entschlossen nahm ich eine kleine Zange und versuchte, die Klammer ganz raus zu ziehen. Dazu muss man wissen, dass Lieschen sich zwar mit endloser Geduld Zecken an Kopf und Hals entfernen lässt, es aus irgendeinem Grund aber nicht ausstehen kann, wenn ich an ihren Pfoten herumfummele. Sie schreit wie am Spieß und wehrt sich, als stünde ihr Leben auf dem Spiel. Irgendwie hab ich es aber dann doch geschafft, die Klammer war draußen. Allerdings nicht ohne Tribut: mein T-Shirt war durchlöchert, und an Armen und Oberschenkel lief mir das Blut runter. Die gleiche Prozedur fand dann zwei Tage später statt – mit den beiden anderen Klammern.

Seitdem ist – toi, toi, toi – nichts mehr passiert. Und da es außer Murphys Gesetz auch noch das der Serie gibt, gehe ich jetzt davon aus, dass die nächste Verletzung nicht auf sich warten lässt. Denn innerhalb von zwei Jahren hat sich Lieschen bereits fünfmal die Pfote aufgerissen, einmal mit aufwändiger Operation und einer Woche Stubenarrest, was überhaupt nicht lustig war, weder für sie noch für mich. Aber auch das Gesetz der Serie findet früher oder später sein Ende. Das hoffe ich zumindest!

P. S.: Vergeblich gehofft! Kaum vier Monate später kam Lieschen wieder mit einer Verletzung. An derselben Pfote. Und es war natürlich wieder Sonntag. Gottseidank war die Wunde nicht so schwerwiegend, dass sie ärztlich behandelt werden musste. Ich habe Calendula-Salbe drauf gestrichen, und da Katzen ein erstaunliches Selbstheilungsvermögen haben, war die Pfote ein paar Tage später wieder wie neu.


Die Geschichte ist aus “Das kunterbunte Katzenbuch”

Barf-Futter-Test

Vor einigen Wochen bekamen wir – meine Katzen und ich – eine Anfrage. Ob meine pelzigen Untermieter ein Barf-Futter (Barf = biologisch artgerechtes rohes Futter) testen wollten. Ich habe sie gefragt, und die Antwort lautete Ja.

Kurze Zeit später kam ein Karton. Von der Firma K&K Petfood GmbH.

barf-futter

Im Karton waren tiefgekühlte Barf-Würste, gut in Styropor verpackt.

barffutter

Ich habe dann eine Lachs-Wurst aufgetaut und serviert. Moritz und Lieschen hat es gemundet. Rosso nicht.

Die Wurst mit Huhn + Fisch hat den beiden auch gemundet. Rosso ebenfalls nicht.

Das Futter gibt es vielen Sorten bei ebarf.de Und hier gibt es Informationen über Barffutter.

Auch beim Kreisanzeiger ist ein kleiner Artikel, der beschreibt, für welche Katzen Barffutter nicht geeignet ist. Nämlich Katzen mit Nieren- und Leberproblemen und Blasensteinen.

Barf-Futter kann man auch selbst zubereiten, aber ich halte davon nichs, auch meine Tierärzte raten davon ab. Aus verschiedenen Gründen. Unter anderem wegen der Gefahr von Keimen und wegen der möglichen Unausgewogenheit von Nährstoffen. Mangelnde/einseitige Nahrstoffzufuhr ist nicht gut für unsere Leisetreter …

Bei katzen-barfen.de gibt es noch einen ausführlicher Artikel zum Thema.

Unter keinem guten Stern

Bruna Berger, Brasilien

Die Stöpsel war eine Verrückte. Sie entstand aus einem Ausrutscher meiner Katze Frau Hendlmaier mit Nachbarskater Otto. Als die Babys dann auf der Welt waren, sahen drei aus wie die Frau Hendlmaier und drei wie Otto.
Alle wurden liebevoll umsorgt. Doch eines Tages war ein Baby plötzlich verschwunden. Wir hatten die Kleinen in den Garten gelassen, um die Frühlingssonne zu genießen, und dann war eine weg. Alles Suchen und Zettel aufhängen  war vergebens. Nach drei Tagen aber bekam ich eine Nachricht, dass da so eine Katze gefunden und vermittelt wurde an irgendjemanden. Herausgestellt hat sich letztendlich, dass Kinder die kleine Katze aus dem Garten einfach mitgenommen und heimgetragen hatten. Und die Mutter hatte nicht weiter nachgefragt, sondern die kleine Mieze einfach weiter vermittelt. Und so hab ich die kleine Stöpsel dann endlich nach zwei Wochen, zehn Kilometer weit entfernt, wieder gefunden.

Stöpsel lebte von Anfang an unter einem unglücklichen Stern. Als ich sie endlich wieder zu Hause hatte, sie war damals ungefähr fünf Wochen alt, wurde sie so anhänglich, dass sie immer bei mir und meinem Freund sein wollte. Wie alle Katzenbabys kletterte sie an Hosenbeinen hoch und wollte immer mit ins Bett. Eines Nachts kletterte sie auch wieder ins Bett und legte sich zur Nachtruhe an den Rücken meines Freundes. Und dann geschah es. Er drehte sich im Schlaf um und schon war‘s passiert…

Irgendwie hat er es selbst gemerkt und weckte mich total aufgelöst. Und da lag sie, die kleine Stöpsel und atmete nicht mehr. Ich war so in Panik, dass ich ihr sofort Luft in die Nase geblasen habe. Mund–zu-Mund–Beatmung. Und nach einigen Minuten hat sie tatsächlich wieder angefangen zu atmen. Ich kann nicht beschreiben, was das für ein Gefühl war. Die ganze Nacht habe ich sie herumgetragen und gewärmt, bis ich morgens endlich den Tierarzt erreicht habe. Es stellte sich heraus, dass ich sie gerade noch im richtigen Augenblick erwischt hatte. Aber uns war damit klar, diese Katze geben wir nicht mehr her. 

Und so blieb die Stöpsel bei uns. Sie war immer kleiner als ihre Geschwister, aber sehr fröhlich und eine wirklich ganz Verrückte. Außerdem war sie eine hervorragende Jägerin. Sie hat einfach alles gefangen, was sich irgendwie bewegt hat. Das Katzennetz am Balkon hat sie überhaupt nicht interessiert. Jede Nacht hat sie neue Löcher rein gerissen oder gebissen und ich hab jeden morgen Löcher geflickt, aber trotzdem war sie einfach jede Nacht unterwegs. Alles hat sie heimgebracht. Vorzugsweise lebendig. Viele, viele Siebenschläfer mussten ihr Leben lassen. Einmal hab ich drei Tage lang ein Mäuslein gefüttert (nicht lachen!), das sich unter meinen Sessel flüchten konnte. Mehrere Mäuschen haben mich in die Finger gebissen, als ich sie gerettet habe. Ihr Leben mussten sie trotzdem lassen, denn Stöpsel hat sie dann doch irgendwann erwischt.

Und dann kam der Tag, an dem sie nicht mehr heimgekommen ist. Überall in der Nachbarschaft hab ich sie gesucht, in jeder Tiefgarage und sonst wo. Und an allen möglichen Stellen hab ich Zettel aufgehängt. Am zweiten Tag bekam ich den Anruf, dass eine Straße weiter eine überfahrene Katze läge. Es war Stöpsel. Der Weg zu den Siebenschläfern hat sie umgebracht. Eine einsame Straße, am Tag nur zwei Autos, aber eines davon hat sie erwischt. Wie gesagt, ihr Leben stand unter keinem glücklichen Stern.

Uschi Weiller


Die Geschichte ist in “Das kunterbunte Katzenbuch Nr. 2” veröffentlicht.
Hier kann man es bestellen.

Heiß!

Ich sitze fast den ganzen Tag in der Wohnung, mit sehr wenig bis gar nichts an, denn es ist soooo heiß. Mir tun meine Leisetreter leid, die ihren vermaledeiten Pelzmantel nicht ausziehen können.

Moritz und Lieschen liegen fast die ganze Zeit irgendwo an einem schattigen Plätzchen in den Nachbargärten. Mein kleiner Rotling dagegen sucht sich nun kühle Plätze:

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