Alle Artikel von Renate

Selbstbedienungsladen

knabberzeug

Dachte heute, bringste Rosso mal was zum Knabbern mit. Ein Stängchen rausgeholt – wurde gleich aufgefuttert.

Dann bin ich in mein Arbeitszimmer gegangen. Dort hatte ich eine Weile zu tun. Als ich zurück kam, fand ich das da oben in der Küche. Der Geruchssinn von Katzen scheint doch besser zu sein, als vermutet. Ich darf wirklich nichts liegen lassen …

In Memoriam: Lieschen

Ich habe so viele Fotos von meinen pelzigen Lieblingen, die jetzt im Katzenhimmel schweben, dass ich beschlossen habe, immer wieder welche aus der Versenkung zu holen. In liebevoller Erinnerung an die wunderbaren Tiere, die viele Jahre ihr Leben mit mit geteilt und mir viel Freude geschenkt haben.

Heute Lieschen – mit Naturschmuck.

lieschen-mit-spinnweben

Ich weiß nicht, wo die staubigen und spinnwebenerhangenen Plätze waren, an denen sie sich rumgetrieben hat, auf alle Fälle konnte ich bei ihrem Anblick herzlich lachen.

Wer kommt denn da?

roter kater

Mein roter Liebling auf seinem Lieblings-Aussichtsplatz … auf der Terrassenbrüstung. Nur lässt er seinen Blick nicht über die Nachbargärten schweifen, sondern muss nachschauen, wer ihn da stört.

Und natürlich weiß er, wer da stört, denn wäre ein Unbekannter aufgetaucht, wäre er schon wie eine Rakete verschwunden. Auch wenn er mir gegenüber noch so kess ist, hat er vor anderen panische Angst. Mein kleiner Hosenschisser. Fremde Menschen, fremde Geräusche – und Rosso rast wie ein geölter Blitz nach oben, hinters Bett. In seine Schutzröhre. Die ist zwei Meter lang und so schmal, dass ein roter Kater gerade so reinpasst. Reinfassen und ihn rausholen kann ich nicht, dazu ist die Röhre zu lang bzw. meine Arme zu kurz. Um ihn zu greifen, müsste ich das Bett von der Wand weg ziehen. Also das perfekte Versteck für Rosso.

PS: Der Platz auf der Terrassenbrüstung war übrigens auch Lilis Lieblingsplatz. Denn wenn die Sonne scheint, wärmt sie das Blech auf der Terrassenbrüstung und dann kann man sich dort prima den Pelz aufheizen.

Kuschelmuschel am Morgen

roter kater im bett

Sobald ich abends (meist erst mitten in der Nacht) schlafen gehe, kommt Rosso angetippelt und lässt sich auf meiner Bettdecke nieder – neben meinen Füßen. Dort liegt er die ganze Nacht, eingeringelt wie ein Rollmops.

Sobald er am Morgen merkt, dass ich mich räkle, steht er auf, reckt und streckt sich und tippelt über die Bettdecke zu meinem Kopf. Dort stellt er sich hin, schaut mich an und sagt: “Miau!”

Ich streichle sein Köpfchen und wünsche ihm einen guten Morgen – und wenn ich dann nicht SOFORT die Bettdecke lüpfe, zerrt er mit der Vorderpfote daran herum. Das bedeutet: Lass mich rein!

Dann lüpfe ich die Decke so, dass eine Höhle entsteht, und Rosso tippelt in die Höhle. Dort liegt er dann – und grabscht mit der Pfote nach meiner Hand. Das bedeutet: Streichle mich! Und wehe ich mache das nicht sofort …

So liegen wir beide also unter der Bettdecke, und ich streichle sein Köpfchen, das er schnurrend in meine Hand gräbt.

Absoluter Höhepunkt des Vergnügens ist, wenn ich mit der einen Hand sein Köpfchen streichle und mit der anderen sein Bäuchlein kraule. Da dreht er sich auf den Rücken, schnurrt wie ein Weltmeister und dreht sich wonnevoll hin und her.

Ich streichle und kraule ihn eine Weile – solange, bis mir (und ihm) die Augen zufallen, und wir beide eng aneinander gekuschelt noch eine Runde schlafen.

Auf diese Weise beginnt JEDER Tag! Und ich finde, schöner kann ein Tag nicht beginnen …

Schnee, Schnee, Schnee … am Ammersee

katze-im-winter

Der Winter will nicht gehen. War nun fast alles von dem gräulichen Schneematch verschwunden, was lag heute früh schon wieder auf der Terrasse? Ja, das da oben.

Rosso hat mir vorhin anvertraut, dass er sich schon sehr auf den Frühling freut. Und darauf, dass sein Katzenklo nicht zugeschneit ist … oder hart gefroren. Denn da tun ihm beim Buddeln die zarten Pfötchen weh. Abgesehen davon, dass seine Hinterlassenschaften dann frei rumliegen, was ihm überhaupt nicht behagt. Gott sei Dank kommt aber dann die Klofrau – zum “Aufräumen”, damit alles seine Ordnung hat.

Die letzten Fotos von Moritz

kater

Moritz hatte Nierenprobleme. Das wusste ich schon seit Monaten. Er hat enorm viel Wasser getrunken und immer weniger gefuttert.

Über Weihnachten hat er dann kaum noch etwas zu sich genommen, und ich wusste, die Zeit für den endgültigen Abschied ist gekommen.

An seinem letzten Tag in der Wohnung haben wir morgens noch miteinander gekuschelt, das heißt, Moritz kroch zu mir ins Bett unter die Decke. Er hat sich an mich geschmiegt, sein Köpfchen in meine Hand gedrückt und geschnurrt. Ich habe ihn gestreichelt und “ich hab dich lieb” in sein Ohr geflüstert.

Nachmittags lag er dann auf seinem neuen Lieblingsplatz. Im Wäschekorb, aus dem ich die Wäsche rausgenommen und für Moritz mit Kissen ausgepolstert habe – damit er es schön weich hat.

Das war das letzte Mal, dass ich meinen schwarzen Liebling gesehen habe. Als ich später nach ihm schauen wollte, war der Korb leer – Moritz war nach draußen gegangen. Er liebte die Freiheit!

Drei Wochen ist das nun her, und ich weiß, dass er irgendwo in einem der Nachbargärten sein kleines Leben ausgehaucht hat. Krank und einsam – der Gedanke daran macht mich unendlich traurig. Aber so ist der Lauf des Lebens. Und Moritz wollte nicht in der Wohnung sterben. Sonst wäre er dort geblieben.

Hier die letzten Fotos von meinem kleinen Schwarzbär.

Adieu, mein geliebter Moritz, ich werde dich nie vergessen!

Wintereinbruch

kater-im-schnee

Ohne Worte …

Wieder drin, tippelte er zu seinem neuen Lieblingsplatz: Ich habe vor ein paar Tagen ein Kissen vor die Heizung gelegt. Bislang hat er es ignoriert, aber seit heute liegt er drauf.

kater im winter

Dort bekommt man nämlich einen schön warmen Popo …

Das neue Jahr ohne Moritz

schwarzer Kater

Hier ist das letzte Foto von meinem süßen und sehr geliebten Moritz.

Ich bin sehr traurig und werde später irgendwann darüber schreiben. Wenn es meinem Gemüt besser geht.

Dass mein kleiner Racker auf dem Foto direkt neben einem Buch mit dem Titel “Love” liegt, passt. Elfeinhalb Jahre hat er mein Leben bereichert – mein geliebter schwarzer Buddha.

Weihnachtlicher Stubenarrest

Seifenbad

Wie oft Moritz sich schon eine Kralle rausgerissen hat – ich weiß es nicht mehr. Dreimal auf alle Fälle. Wie er das schafft, ist mir ein Rätsel …

Vor ein paar Wochen war es wieder mal so weit. Er hockte auf dem Sideboard und ich sah schon von weitem, dass die linke Hinterpfote blutig war. Ich Moritz geschnappt und nachgeschaut. Ergebnis: die linke äußere Kralle war rausgerissen und die Zehe entzündet. Also Tierarzt.

Dort wurde er versorgt, die Pfote wurde in einem Seifenbad gebadet, und er bekam eine Antibiotikum-Spritze. Die musste ich nach zwei Tagen dann daheim wiederholen. War übrigens nicht lustig … denn das Antibiotikum brennt, wenn man es spritzt.

Ich beobachtete die Zehe und sie sah immer besser aus. Doch nach einer Woche plötzlich war sie wieder geschwollen und rot. Sie war also wieder entzündet. Ich rief die Tierärztin an, die war nicht daheim. Da es früher Abend war und ich unbedingt die Pfote behandeln lassen wollte, suchte ich den Tierarzt drei Dörfer weiter auf. Der verabreichte Moritz eine entzündungshemmende Spritze und wusch die Entzündung mit Salzlösung aus. Ich sollte die Zehe ein paar Tage beobachten und mit Antibiotikum erstmal abwarten.

Die ersten Tage schien die Zehe zu heilen, die Entzündung ließ nach, ich war beruhigt. Doch gestern sah ich, dass die Zehe wieder rot war, ich sprühte entzündungshemmende Tinktur drauf. Dann marschierte Moritz von dannen und ließ sich bis heute früh nicht sehen.

Ich warf einen Blick auf die Zehe – sie sah nicht gut aus! Ich rief die Tierärztin an. Ihr Fazit: Das Antibiotikum hatte wohl nicht alle Bakterien abgetötet und die haben sich wieder ans Werk gemacht.

Bei meinem letzten Besuch beim Tierarzt hatte ich mir vorsorglich Antibiotikum mitgeben lassen. Das muss ich ihm nun zweimal am Tag geben (in Tablettenform). Da der Herr Schwarzbär vorzugsweise über 20 Stunden wegbleibt, hat er nun über Weihnachten Stubenarrest, denn das Antibiotikum muss mindestens 6 Tage, besser 10 Tage verabreicht werden. Zwei Tabletten am Tag.

Das werden lustige Weihnachten! Denn wenn Moritz was nicht leiden kann, dann Stubenarrest. Aber da er der Strawanzer vor dem Herrn ist, und die Entzündung nun konsequent behandelt werden muss, ist die nächsten 10 Tage nichts mit Strawanzen. Denn er muss die Tablette pünktlich alle 12 Stunden schlucken. Und wen er über 20 Stunden weg ist und ich ihm demzufolge die Tablette nicht pünktlich geben kann, ist die Wirksamkeit des Antibiotikums in Frage gestellt, und das darf jetzt nicht ein zweites Mal passieren. Ich stecke die Tablette übrigens in Leberwurst – die mag der Herr Schwarzbär und die Tablette scheint nicht schlecht zu riechen … 

Vorhin habe ich Moritz‘ Pfote noch in Seifenlauge gebadet. Gott sei Dank ist das ebenfalls kein größeres Problem. Ich halte Moritz fest, drücke die Pfote in die Lauge, und dann warten wir gemeinsam, bis 10 Minuten um sind.

Gut ist, dass Winter und die Terrassentür geschlossen ist. Denn sonst müsste ich ihn ins Bad sperren. Habe keine Türen innerhalb der Wohnung, und Moritz’ Freiheitsdrang ist groß!



Weihnachtsbäckerei

weihnachtsbaeckerei

Am Wochenende habe ich Weihnachtsplätzchen gebacken, und Rosso hat natürlich geholfen.

weihnachtsplaetzchen
Brombeerfeuer – so heißen die Plätzchen

Butterplätzchen mit Brombeermarmelade (aus selbst gemachter Marmelade mit selbst gepflückten Früchtchen).

Katzenplätzchen haben wir selbstverständlich auch gebacken.

Katzenplätzchen aus Linzerteig (Teig für Linzertorte)

Der Katzenmörder

katzenmoerder

Von mir weiß man, dass ich Tiere liebe, Katzen ganz besonders. Weil meine Frau im Juli Geburtstag hat, bin ich – Sternzeichen sei Dank – sogar mit so einem Lieblingstier verheiratet.

Da mir Katzen in vielen Lebensjahren eine feline Erziehung verpasst haben, verstehe ich diese Wunderwesen mittlerweile ziemlich genau. Wenn sie mich manipulieren, nützt mir das allerdings gar nichts. Ich bin ja schon froh, wenn sie mich als Untertan in ihrem Hoheitsgebiet dulden. Dass ich dafür etliche Konzessionen machen muss – bzw. äußerst gern mache – leuchtet sicher ein. Warum man mich einst Katzenmörder genannt hat, ist damit aber nicht erklärt.

Vor Jahrzehnten war ich in leitender Stellung in der Verwaltung einer Stadt tätig und völlig abrupt in eine mich überfordernde Situation geraten. Eine unerwartet verstorbene Frau hatte der Gemeinde ein besonderes Erbe hinterlassen, um das ich mich von einer Stunde auf die andere kümmern musste.

Ein kleines Mehrfamilienhaus mit einem großen Garten ist an sich keine schlechte Hinterlassenschaft, daran ändert auch eine etwas desolate Bausubstanz nichts. Gestaunt habe ich allerdings bei der kurzfristig nötig gewordenen Übernahme des Objektes doch. Wer im riesigen Garten stand, hatte das Gefühl, sich mitten in einer Modelleisenbahnanlage zu befinden. Überall gab es mit Gittern tunnelähnlich überdeckte Bahnen – mit Weichen. Die Bahnen führten von jedem Fenster des dreigeschossigen Hauses in den rundum umzäunten Garten, und es herrschte ein reger Verkehr mit Rückstau an diversen Kreuzungsstellen. Es waren allerdings nicht etwa Züge, die für dermaßen viel Betrieb sorgten, sondern Katzen. Wenn ich mich nach so langer Zeit noch richtig erinnere, zählten wir damals 72 Tiere, und für die sollte ich von nun an die Verantwortung übernehmen.

Allein hat man mich mit dem tierischen Problem zwar nicht gelassen, aber nach außen hin musste ich für alles, was nötig war, doch den Kopf hinhalten. Zusammen mit Tierärzten und ehrenamtlichen Tierschützern haben wir die Katzen an ihrem angestammten Platz betreut und parallel dazu eine große Katzenplatzsuchaktion gestartet. So konnten wir nach und nach einige Tiere an gute Orte vermitteln, sofern sie nach tierärztlicher Begutachtung und Behandlung als vermittelbar eingestuft worden waren. Weil die verstorbene Katzenhalterin offenbar schon vor langer Zeit die Übersicht über ihr Katzenheer verloren hatte, waren leider jedoch etliche Tiere unterernährt und in einem bedenklichen Gesundheitszustand. Deshalb, aber auch weil wir nie genügend Plätze für alle Tiere gefunden hätten, mussten leider einige Katzen eingeschläfert werden, und das war es, was mich als Katzenmörder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse katapultiert hat. Niemand wollte mir glauben, dass nur das passierte, was Tierärzte und Tierschützer situationsbedingt für unvermeidbar hielten.

Seit damals weiß ich, wie verheerend falsche Tierliebe sein kann. Niemand sollte zu viele Tiere bei sich aufnehmen. Jede nicht zur Zucht verwendete und frei laufende Katze muss kastriert und selbstverständlich auch gechipt sein. Andernfalls wird plötzlich wieder ein tierliebender Mensch entgegen seinen Absichten zum Katzenmörder gemacht.

Mir hat diese Rolle übrigens die Höchststrafe auferlegt. Für jedes eingeschläferte Tier wurde ich mit einem Stich mitten ins Herz bestraft. Einem einzigen solchen Stich konnte ich allerdings ausweichen – dank einer Samtpfote im heimlich aus dem Eutanasieraum getragenen Transportkorb. Den Status als Fluchthelfer durfte ich jedoch nicht lange genießen, denn fortan war ich nur noch Gast in meinem zum Katzenpalast gewordenen Haus. Die Katze hat das Zepter übernommen, meiner Frau und mir dafür aber wunderschöne Jahre beschert. Die hohen Tierarztrechnungen haben wir für dieses Geschenk gern bezahlt. Allerdings wäre unsere neue Hausherrin sicher nicht so teuer und vor allem viel glücklicher gewesen, hätte man sie in ihren früheren Lebensjahren richtig gepflegt und gefüttert. Weil ich als unfreiwillig zum Katzenmörder Gewordener doch noch zum Katzenretter mutieren durfte, kann ich an dieser Stelle also doch noch von einem kleinen Happy-End berichten.

Es war also doch nicht alles für die Katz. Oder etwa doch?

Peter-Jürg Saluz

Peter hat auch eine Website

Meine pelzige Schreibtischauflage

roter Kater

Mein Schreibtisch ist sehr groß. Trotzdem liegt Rosso am liebsten zwischen mir und der Tastatur.

Doch hin und wieder legt er sich auch auf die Decke, die ich extra für ihn hingelegt habe. Damit mein Liebling es schön weich hat.

Zur Zeit steht die Sonne so flach, dass sie auf den Schreibtisch scheint. Und dann gefällt es meinem Rotbär besonders gut auf seinem Spezialplatz. Denn dann lässt er sich dort den Pelz wärmen.

Ach, allein bei seinem Anblick wird mir warm ums Herz …

Putzel ist weg

kater

Der Abend, an dem das Verhängnis seinen Lauf nahm, fing harmlos an. Ich saß mit Richard beim Chinesen um die Ecke und ließ mir meine Leibspeise schmecken: Pekingente. Die kleinen Fleischstücke waren genauso wie sie sein mussten: außen knusprig, innen weich und zart. Auch der Sake war lecker, alles in allem war ich bester Laune.

Plötzlich sagte Richard: »Katzen in der Wohnung zu halten ist Freiheitsberaubung.«
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