Alle Artikel von Renate

Der Fischer vom Ammersee

Auf meinem Schreibtisch steht seit langem eine Vase. Weniger, um Blumen reinzustecken, sondern als Wasserquelle für meine Katzen.

Lili hat immer daraus geschlabbert, und Rosso macht das auch.

Nun wächst seit Kurzem unten an der Pflanze ein Trieb, und der scheint Rosso sehr zu reizen …

Rossos Gespür für Leckerli

Rosso ist ja ein Wohnungs-Dach-Kater, er ist also den ganzen Tag daheim. Was ich sehr mag, weil ich mir keine Sorgen um ihn machen muss. Die Gefahren draußen lauern überall …

Und weil mein Rosinchen mich genauso liebt wie ich ihn, liegt er tagsüber vorwiegend auf meinem Schreibtisch. Zwischen durch streichle ich ihn, stecke meine Nase in sein wohlriechendes Fell, und ab und zu raschle ich mit der Leckerli-Dose. Da hebt er sofort sein Köpfchen und – schwups – steht er auch schon da und wartet, dass ich die Dose öffne und ein bisschen von dem Inhalt auf den Schreibtisch streue.

Anschließend “verstecke” ich das Döschen im Regal. Und was soll ich sagen? In Nullkommanix hat er das mitgekriegt.

Deshalb steht er alle naselang vor dem Regal und schaut nach oben. Oft schmeißt der das Döschen selbst runter. Was ihm aber wenig nutzt, weil es ja verschlossen ist.

Aber natürlich öffne ich es gleich, und mein Katerchen bekommt ein paar Leckerli …

Katzenpfötchen

Sie sind ja sooooo süß, die Katzenpfötchen. Früher gab es auch mal welche aus Schokolade. Gibt es die noch? Egal, ich bin ohnehin kein Fan von Schokolade. Aber von pelzigen, roten Katzenpfötchen schon. Sie sind so niedlich. Und so kuschelig – sofern die Krallen nicht ausgefahren sind …

Da sind wir wieder

Genau einen Monat ist es her, dass ich hier was geschrieben habe. Und das hat seinen Grund. Es war Mittwoch, und Rosso hockte auf der Anrichte und schaute zu, wie ich Futter in seinen Napf füllte. Normalerweise springt er dann sofort runter, dieses Mal machte er das aber nicht, sondern schaute mich an, miaute, schaute nach unten, schaute wieder mich an – und miaute wieder.

Wer mich kennt, weiß, dass ich meine Katzen mit Argusaugen beobachte und jede kleine Veränderung im Verhalten wahrnehme.

Also, Rosso wollte nicht runterspringen. Warum nicht? Er hatte wohl Angst davor.

Warum?

Weil er beim Runterspringen vermutlich Schmerzen hatte.

Dazu muss ich sagen, dass ich abends vor dem Schlafengehen das Dachfenster sperrangelweit aufsperre und Rosso dann immer von einem darunter stehenden kleinen Regal nach oben springt, eine Weile auf dem Dach rumrennt – und dann wieder durchs Dachfenster ins Schlafzimmer springt. Das Dachfenster liegt aber 1,70 Meter über dem Fußboden. Ich weiß das deshalb so genau, weil ich 1,70 groß bin und mit meinen Augen genau am unteren Dachfensterrand gerade so drüber schauen kann. Um was zu sehen, muss ich mich auf die Zehen stellen …

Am Dienstagabend war Rosso wieder vom Dachfenster ins Schlafzimmer gesprungen. Und am nächsten Tag zeigte er dieses merkwürdige Verhalten – beim Runterspringen. Ich beobachtete ihn.

Er hinkte nicht beim Gehen, und er entlastete auch kein Pfötchen beim Stehen. Insofern war also alles in Ordnung.

Ich beobachtete ihn weiter … beim Runterspringen von der Anrichte war er immer noch zögerlich, aber er sprang.

Dann war Freitag. Ich saß auf dem Sofa und Rosso lag vor mir auf dem Sessel.

Um elf Uhr abends fing er plötzlich an, sich zu putzen. Das ist ja normal bei Katzen, aber mir fiel auf, dass sein Putzen sehr hektisch wirkte. Er leckte da, er leckte dort. Er putzte den Kopf, und er putzte den Schwanz. Wenn er sich von vorn bis hinten durch geputzt hatte, fing er von vorn an.

Da machte er geschlagene drei Stunden lang!

Nachts um zwei ging ich nach oben ins Schlafzimmer. Rosso kam hinterher. Und was machte er? Er putzte sich. Unruhig und hektisch.

Dann schlief er eine halbe Stunde. Unterm Bett. Unters Bett verkriecht er sich nur, wenn irgendwas nicht stimmt.

Mittlerweile war drei Uhr nachts, und ich schlief ein.

Ein paar Stunden später wachte ich auf und schaute nach Rosso. Er hockte nun auf dem Bett – und putzte sich!

Besuch beim Tierarzt war angesagt. Meine Haustierärztin hat am Samstag keine Sprechstunde, also fuhr ich in die Tierklinik nach Dießen.

Eine halbe Stunde später waren wir dort, und Rosso wurde untersucht. Die Tierärztin konnte nichts feststellen – außer Berührungsempfindlichkeiten an der Wirbelsäule, kurz vor dem Schwanz. Diagnose: Rosso war beim Sprung vom Dachfenster vermutlich irgendwie blöde aufgekommen und hatte sich eine Zerrung zugezogen. So ähnlich wie wenn wir Menschen eine blöde Bewegung machen und dann Hexenschuss bekommen. Und dieses hektische Putzen war eine sogenannte Übersprungshandlung … vermutlich versuchte er, seine Schmerzen mit dem Putzen zu übertünchen.

Rosso bekam ein Schmerzmittel und Vitamin B 12 (ist gut für den Bewegungsapparat) gespritzt, und wir fuhren wieder nach Hause. Und Rosso fing wieder an, sich zu putzen.

Ich rief in der Tierklinik an, und die Ärztin meinte, ich solle einfach abwarten. Wenn es am nächsten Tag (Sonntag) nicht besser sei, sollte ich anrufen.

Am nächsten Tag spritzte ich ihm das Schmerzmittel (ich kann das gut, seit mein Fritzchen nierenkrank war, und ich ihm täglich eine Spritze geben musste), das die Tierärztin mir mitgegeben hatte. Rosso putzte sich immer noch, aber deutlich weniger.

Ich rief trotzdem in der Tierklinik an, schließlich war es zwei Tage vor Weihnachten.

Ich solle Geduld haben und abwarten. So eine schmerzhafte Muskelverspannung ging nicht von heute auf morgen weg.

Okay!

Am nächsten Tag (Montag, 1 Tag vor Heilig Abend) rief ich meine Haus-Tierärztin an, schilderte ihr die Vorkommnisse und fragte, ob sie mir – rein vorsorglich – ein Schmerzmittel für Rosso geben könne.

Ja, konnte sie, und ich holte es ab.

Über Weihnachten beobachtete ich Rosso natürlich, und ich hatte den Eindruck, dass es ihm besser ging.

Doch dann, Anfang Januar, fing er wieder an, sich hektisch zu putzen, und ich fuhr wieder zur Tierklinik. Ein Besuch bei der Haustierärztin hielt ich für nicht sinnvoll, weil sie kein Röntgengerät hat, und ich vermutete, dass Rosso geröntgt werden musste.

Die Tierärztin in der Tierklinik (eine andere als beim vorigen Mal) untersuchte Rosso wieder gründlich und konnte erfreulicherweise wieder nichts feststellen. Die Organe im Bauch fühlten sich gut an, die Gliedmaßen und der Kopf ließen sich problemlos bewegen (also ohne dass Rosso reagierte), nur bei der Wirbelsäule war Rosso nach wie vor druckempfindlich.

So eine schmerzhafte Muskelverspannung könne locker vier bis sechs Wochen anhalten, meinte die Tierärztin, und verabreichte Rosso ein Schmerzmittel. Ihn zu röntgen hielt sie – wie ihre Kollegin zwei Wochen früher – für nicht erforderlich.

Wieder daheim, war Rosso putzmunter und sprang wie ein Wiesel durch die Wohnung. Das Schmerzmittel zeigte seine Wirkung …

Am nächsten Tag rief ich in der Tierklinik an und fragte, ob es wohl sinnvoll sei, wenn ich Rosso noch ein paar Tage lang das Schmerzmittel verabreiche. Ja, das sei sinnvoll, bekam ich zur Antwort.

Also verabreichte ich Rosso die nächsten vier Tage ein Schmerzmittel (das ich vor Weihnachten vorsorglich besorgte hatte), und Rosso blieb munter und putzte sich einigermaßen normal.

Seit drei Tagen bekommt Rosso nun kein Schmerzmittel mehr, und ich habe den Eindruck, dass alles wieder in Ordnung ist. Er rennt durch die Gegend, springt von Schreibtisch, Anrichte und Terrassenbrüstung wie früher, und ich freue mich. Denn ich hatte mir wirklich Sorgen gemacht.

Da denkt man (ich), eine Katze, die sich nur in der Wohnung aufhält und ein bisschen auf dem Dach rumrennt, ist keinen Gefahren ausgesetzt … falsch gedacht!

PS: Demnächst zeige ich Rosso, wie er mir bei der Buchhaltung hilft. Schließlich ist er nicht mehr krankgeschrieben und wieder voll einsatzfähig.

Yarrah – der etwas andere Tierfutterhersteller

Den Tierfutterhersteller Yarrah habe ich vor fünfeinhalb Jahren kennengelernt. Der Anlass war sehr traurig, denn bei meiner geliebten Lili wurde Lymphdrüsenkrebs festgestellt, und ich war auf der Suche nach einem Futter für meinen Liebling – denn die ohnehin schon immer mäkelige Katze war noch mäkeliger geworden und ich befürchtete schon, sie würde nicht an ihrer Krankheit sterben, sondern verhungern.

Dann entdeckte ich per Zufall im Biomarkt im Nachbarort eine Katzenfuttersorte, die ich bis dato noch nicht kannte: Yarrah. Ich kaufte probeweise eine Schale Futter mit Lachs, und was war es für eine Freude für mich zu sehen, dass Lili das Futter schmeckte! Hier habe ich darüber geschrieben.

Ich fuhr wieder zum Biomarkt und kaufte ein Dutzend der Yarrah-Schälchen mit Lachs, und weil Lili dieses Futter nach wie vor schmeckte, schrieb ich eine E-Mail an Yarrah und bedankte mich.

Und was machte Yarrah? Die Firma antwortete umgehend und freute sich mit mir, dass Lili das Futter mochte.

Und wenige Tage später drückte mir der Postbote einen Karton in die Hand. Absender: Yarrah. Inhalt des Kartons: Lilis neues Lieblingsfutter. Ein Geschenk von Yarrah für meinen kranken Liebling.

Seitdem kenne ich also Yarrah und bekomme immer wieder E-Mails über neue Ereignisse bei und um Yarrah. So auch dann, als sie ein neues Biofutter eingeführt haben und meine Leisetreter es testen durften.

katzenfutter von Yarrah

Heute bekam ich wieder eine E-Mail, und dieses Mal wurde ich darüber informiert, dass Yarrah die Katzentempel-Restaurants unterstützt. Die Katzentempel sind eine kleine Restaurantkette, in denen Katzen aus dem Tierschutz ein neues Zuhause gefunden haben. Ich finde, das ist eine ganz wunderbare Idee, denn alle Beteiligten freuen sich: die Katzen, die Restaurantinhaber und nicht zuletzt die Gäste, die beim Essen Katzen streicheln dürfen – oder ihnen einfach beim Schlafen zuschauen.

In den Katzentempeln wird (den Menschen) veganes Essen serviert, und die Katzen bekommen kostenloses Futter von Yarrah!

Apropos Yarrah … Lili ist ja vor viereinhalb leider Jahren gestorben, und Moritz und Lieschen sind ihr Ende des vergangenen Jahres in den Katzenhimmel gefolgt. Nun habe ich nur noch Rosso, und der bekommt natürlich auch Futter von Yarrah. Nicht nur Lachs, sondern alle möglichen Sorten … wobei er die Bröckelchen lieber mag als die Pastete. Aber ich wechsle die Futtersorte täglich ab, damit meinem Rosinchen nicht langweilig wird – geschmacksmäßig.

Und wer jetzt vielleicht meint, dies sei ein bezahlter PR-Artikel für Yarrah, der irrt sich. Ich habe diesen Blogbeitrag geschrieben, weil ich Yarrah und seine Einstellung prima finde. Und weil Rosso das Yarrah-Futter mag. Das ist übrigens getreidefreies und nachhaltiges Biofutter. Natürlich kostet es mehr als das übliche Supermarktfutter, dafür ist es aber auch deutlich gesünder! Und das ist mir wichtig.

Cats – Walter Chandoha

Von 1942 bis 2018 hat der weltbekannte Fotograf Walter Chandoha seine Lieblingstiere vor die Linse genommen: Katzen. Und nun gibt es seine schönsten Fotos aus mehr als 70 Jahren in einem Buch.

“Cats” heißt es und zeigt auf fast 300 Seiten die Leisetreter aller möglichen Rassen und in allen auch nur erdenklichen Positionen und Situationen und an unterschiedlichsten Orten. Katzen im Sprung, Katzen auf der Lauer, Katzen beim Schlafen, Katzen beim Rennen, Katzen als Fotomodell, Katzen beim Spazierengehen, Katzen allein, Katzen in Gruppen, Katzen beim Mäusefangen, Katzen auf Bäumen, Katzen bei Spielen. Katzen … Katzen … Katzen

Da geht uns Katzenliebhabern das Herz auf.

Das Buch ist ziemlich groß und dick, erschienen ist es beim Taschen Verlag und dort kann man es für 40 Euro auch kaufen. Prima Weihnachtsgeschenk für alle Menschen, die Katzen lieben!

Mein Glückskeks

roter kater

Ich muss meinen pelzigen Lebensgefährten nur anschauen – schon geht mir das Herz auf. Es ist so unglaublich schön, ein Tier lieben zu können.
Und wenn er so auf dem Terrassenstuhl liegt … hingegossen und voller Vertrauen. Ach, ich freue mich jeden Tag über mein Rosinchen.

Katzenaugen

Es ist spät am Abend, und ich frage mich, wo Herr Rosso sich rumtreibt.

Die Antwort lautet: auf dem Dach

Den ganzen Tag über hängt meine Rosine auf der Terrasse oder in der Wohnung oder in meinem Arbeitszimmer rum. Aber sobald es dunkel wird, zieht es ihn aufs Dach …

Das neue Kratz-, Spiel-, Fummelbrett

Vor wenigen Tagen bekamen Rosso und ich das Angebot, ein Kratz-Spiel-Fummelbrett der Firma Canadiancat-Company zu testen. Da haben wir natürlich Ja gesagt.

Gestern nun kam der Postbote – mit einem großen Paket in der Hand. Herr Rosso war sehr neugierig und musste das Paket umgehend begutachten.

Dann wurde ausgepackt und alles untersucht.

Dann war SOFORT Krallenpflege angesagt. Ausgiebig.

Nach vollführter Krallenpflege habe ich ein paar Futterkörnchen im Kratzbrett versteckt. Die hat der rote Racker natürlich sofort erschnüffelt.

Dann hat er sich auf dem Kratzbrett bequem gemacht, ein bisschen darauf rumgelümmel und entspannt.

Nochmal nach Futter suchen, dann ein bisschen Körperpflege und schließlich die Frage: Was kommt jetzt?

Die mitgelieferte und ins Kratzbrett gestreute Katzenminze hat Herrn Rosso übrigens nicht interessiert … werde ich heute mit den Staubsauger wieder raussaugen. Bröselt nur rum … das Zeug.

Die mitgelieferten beiden Spielbälle haben ihn auch nicht sonderlich interessiert. Das Futter war deutlich wichtiger …

Das gesamte Kratzbrett ist aus Karton. Und wie lange die Oberfläche Rossos Krallen standhält, wird sich zeigen. Denn er kratzt darauf herum wie ein Wilder.

Also, wer für seine Katzen auch so ein prima Kratz-, Spiel-, Fummelbrett haben möchte, kann das
bei der Canadiancat-Company.com machen. Die haben so viele von den Dingern, dass sie sie sogar verkaufen …

Neues vom weißen Katzenkönig

Simba hat vor einiger Zeit seiner Dosenöffnerin große Sorgen bereitet. Mehrfach kam er heim mit bösen Verletzungen am Bauch.

Ich kenne das nur allzu gut. Moritz, der leider im Katzenhimmel ist, kam auch öfter heim mit Verletzungen. Meistens hat er sich eine Kralle rausgerissen. Wie er das geschafft hat, ist mir bis heute ein Rätsel.

Wie dem auch sei, Simba geht es gut. Und er macht es sich gern bequem auf dem Sofa von Nadja. Und die freut sich natürlich, wenn ihr weißer Liebling nicht strawanzt. Denn ein kleines bisschen Angst bleibt bei einer Freigängerkatze immer. Die Gefahren draußen lauern einfach. Dagegen kann man als Katzenbesitzer nichts tun – nur sich freuen, wenn der pelzige Liebling regelmäßig und unversehrt nach Hause kommt.