Der erste Abend, die erste Nacht

Nein, Ersatz ist das Kerlchen nicht – soll es auch gar nicht sein. Wenn ich mir Fotos von Lili anschaue (ich habe SEHR viele!) wird mir immer wieder das Herz schwer. Aber Rossolino lenkt mich ab und er ist ein süßer kleiner Kater. Ich muss mich sehr langsam auf ihn zu bewegen, sonst faucht er. Trotzdem er er zutraulich. Den gestrigen Abend verbrachte er im Korb neben mir auf dem Sofa, zum großen Teil schlafend. Dann aber habe ich ein Spielzeug für ihn im Korb befestigt – und da hat er sofort fleißig Mäusefangen geübt. Das hat er über eine halbe Stunde lang gemacht und war dann wieder sehr müde. Außerdem kann er ganz wunderbar schnurren –sehr laut und vernehmlich. Im Gegensatz zu Moritz, der ein Leiseschnurrer ist …

Nach einer Weile wurde er wach, weil er merkwürdige Geräusche hörte. Moritz kam mit einer Maus nach Hause, mit seinen typischen Beuterufen. Rosso schaute irritiert erst mich an und dann in die andere Richtung. Dann stellten sich seine Haare zu Berge …

Der Grund: Moritz hatte sich auf leisen Sohlen herangepirscht.

Die beiden beschnupperten sich und Moritz verschwand wieder in die Nacht. Rosso krabbelte aus dem Korb und machte sich auf die Suche nach ihm, entdeckte aber nur den Bär.

Heute Nacht hat Rosso neben mir im Bett geschlafen – in seinem Korb. Zwischendurch piepste er, da habe ich ihn dann zum Katzenklo getragen, wo er das gemacht hat, was dort normalerweise gemacht wird. Seine Körperfunktionen arbeiten bestens und er hat keinen Durchfall!

Gefuttert hat er auch schon und jetzt schläft er wieder in seinem Refugium – dem Korb.

futter

P. S.: Moritz kam heute früh wieder nach Hause, hat an Rossos Korb geschnuppert, der hat gefaucht und Moritz hat sich wieder vom Acker gemacht. Lieschen hat Rosso gestern Nachmittag auch schon gesehen. Sie hat ihn angefaucht und ist weggerannt. Gerade eben ist sie wieder aufgetaucht und frühstückt jetzt. Danach werde ich die Sache mit dem feuchten Waschlappen machen … werde darüber berichten.

12 Kommentare

  1. Der süsse kleine Kerl ist kein Ersatz, aber eine sehr gute willkommene Ablenkung.
    Ganz viel Freude mit dem Kleinen und ich freue mich schon auf viele neue lustige Geschichten.
    Liebe Grüße Martina

  2. caterina

    so ein süßer kleiner kerl!!!!! ich erinnere mich an meinen gros minet, der mittenwährend de tobens umgefallen und eingeschlafen ist. und nach dem aufwachen nahtlos weitergespielt hat. 😀

  3. momentan liegt der kleine kerl auf meinem linken arm und schläft. ich tippe einhändig …

  4. Christiane

    ach, ist das schön und Lili bleibt immer in Deinem Herzen und Deinen Gedanken und der kleine Kerl hat ein schönes Zuhause. Das war eine wunderbare gute Tat, liebe Renate. Ich wünsche Dir und Deinen Leisetreterchen eine schöne Zeit.
    Deine Christiane

  5. 🙂 Wie schön. So ein kleines Viecherl ist immer etwas Besonderes, heitert auf und vertreibt trübe Gedanken. Gut, dass Du nach vorn schaust, Renate.

  6. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass der kleine süße Rosso jetzt bei dir zu Hause
    lebt. Der ist ja wirklich allerliebst!!!
    Es ist prima, dass du dem kleinen Kerl ein gutes und schönes Zuhause gibst. Er wird
    es doch bestens bei dir haben. Und wenn Lili von oben zu euch herabschaut, freut sie
    sich, dass du den Lütten bei dir aufgenommen hast. Sie weiß ja, dass du sie immer
    liebhaben wirst und deine Gedanken bei ihr sind!!!
    Ich bin gespannt, wie deine großen Lieblinge den Zuwachs verkraften werden.
    Und natürlich freue ich mich schon über neue Geschichten und Bilder vom süßen Rosso.

    Liebe Grüße von
    Elke

  7. caterina

    die sind immer sooooo klein, die kleinen miezen. und dabei so lebendig und lebenslustig und unbeschwert….. eine handvoll katz und so viel leben drin…..

  8. Ich kann kaum beschreiben, wieviel Freude Rossolino in mein Leben bringt. Allein ihm beim Schlafen zuzuschauen, ist eine Wonne.
    Und dann die beige-rosa Perlen unten an den Füßchen. Einfach zu goldig! Es war eine gute Entscheidung, ihn zu adoptieren.
    Und es ist so schön zu beobachten, wie er von Stunde zu Stunde mehr Vertrauen zu mir entwickelt. Ich kann jetzt schon die Hand in den Korb strecken, ohne dass er zusammenzuckt und faucht. Allerdings strecke ich sie sehr behutsam rein …

    • Christiane

      ach , es ist so schön das zu lesen. Du hast eine gute Entscheidung getroffen.
      Wie bist Du auf ihn gekommen ??? War es eine Eingebung “von oben” ???
      Liebe Grüße von uns Vieren.

      • Ja, Eingebung von “oben”.
        Jetzt schläft er wieder, und alle paar Minuten strecke ich meine Hand in den Korb, er streckt mir das Bäuchlein hin und schnurrt …
        Es ist einfach nur wunderbar.
        Ich kann nicht verstehen, dass so viele Menschen nach dem Tod eines geliebten Tieres lieber für alle Zeiten in Trauer oder Resignation versinken, als einem lebenden Tier einen guten Platz zu geben. Eine Entscheidung, von der beide Seiten “profitieren”. Ich kann sie nur empfehlen!
        Rosso fühlt sich wohl bei mir. Ich hab das Kerlchen von Minute zu Minute mehr lieb. Ohne Lili dabei zu vergessen, mein geliebter Liebling bleibt immer ganz tief in meinem Herzen. So wie Fritzchen, Putzel und die anderen Kätzchen, mit denen ich gelebt habe. Wenn ich Fotos von ihnen anschaue, wird mir ganz warm ums Herz und ich bin dankbar für die wunderbare Zeit, die ich mit ihnen hatte.

        • Christiane

          schön, es paßt wunderbar zu dem “Testament einer Katze”, welches Du bestimmt auch kennst.
          Ich wünsche Dir und Rossolino (der Name ist so niedlich) einen schönen Abend und eine kuschelige Nacht. Den beiden anderen natürlich auch und ich bin gespannt, wie die zwei sich mit dem Kerlchen arrangieren.

  9. Er ist ja wirklich ein goldiges Kerlchen 😀 Er spielt so schön und wie er schläft – da geht einem das Herz auf 🙂
    Ich finde es gut, dass du ihm ein Zuhause gibst. Trauern wirst du trotzdem, aber der kleine Kerl braucht dich und das ist doch ein schönes Gefühl, was hilft auch Trauerarbeit zu leisten.
    Schöne Bilder von ihm und Moritz, hoffentlich können die Großen sich mit dem Kleinen gut anfreunden – war ja lange nicht so was Kleines wuseliges in ihrem Leben.
    Wir drücken alle Daumen und Pfötchen.
    Lieb Grüße
    Anja

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