Kategorie: Lili

Lili

Heute hat Lili ein bisschen was gefuttert. Ich biete ihr ihre Lieblingsspeisen an – sie schnuppert daran, nascht davon, sogar ein paar Körnchen hat sie verputzt. Ob sie spürt, dass der Abschied da ist? Ich weiß es nicht, aber sie spürt, dass etwas anders ist, das weiß ich.

terrasse

Momentan liegt sie auf der Terrassenbrüstung und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen.

Terrasse-2

Es ist warm und ein laues Lüftchen weht. Ich schaue immer wieder, ob sie noch atmet, und wünschte, ihre Seele könnte auf dem Lüftchen in die andere Welt schweben …

Das letzte Wochenende?

Lili hat keinen Appetit mehr. Selbst ihre Lieblingsschmankerl interessieren sie nicht mehr. Sie ist ganz dünn geworden, wenn ich sie streichle, spüre ich jeden Wirbel. Ein Jahr hat mein geliebter Liebling wacker gegen die Krankheit gekämpft, doch jetzt hat sie im Sinn des Wortes keine Kraft mehr. Sie ist schwach und wackelig auf den Beinen. Gestern Abend lag sie auf dem Terrassenstuhl. Als es kühl wurde, habe ich ihr ein Zelt gebaut.

Zelt

Sie hat nun auch Mühe, auf ihren momentanen Lieblingsplatz, den Küchenschrank im Wohnzimmer, zu springen. Um es ihr leichter zu machen, habe ich einen Stuhl davor gestellt. Auf den ist sie vorhin auch gesprungen … und dann dort liegen geblieben.

stuhl

Die Tage sind gezählt und mein Herz ist schwer. Ich muss damit rechnen, dass das letzte Wochenende mit meinem geliebten Muckelchen vor der Tür steht …

Müde!

Vergangene Nacht habe ich wieder im Arbeitszimmer geschlafen. Kaum hatte ich mein “Bett” hergerichtet, lag Lili-Mäuschen auf dem Kissen neben mir und hat bis in den Morgen dort geschlafen. Ab und zu, wenn ich aufwache, streichle ich sie, sie schnurrt, und dann schlafen wir beide wieder.

Heute ist sie wieder müde und kraftlos. Der Appetit ist sehr klein, aber eben hat sie etliche Stückchen Suppenfleisch verputzt. Sie geht öfter zu ihrem Futterplatz, aber das meiste schmeckt ihr nicht.

Tagsüber liegt sie auf dem Küchenschrank im Wohnzimmer. Immer wieder schaue ich rüber um zu sehen, ob sie noch atmet.

Am Abschied ist nichts mehr zu rütteln. Manchmal rollen Tränen über meine Wangen. Traurige Tage. Auch der Himmel weint …

Lili möchte noch verweilen

Vorgestern torkelte mein geliebter Liebling wie betrunken durch die Wohnung. Und ich war mir sicher, das sind nun die letzten Stunden, die wir miteinander verbringen. Sie lag apathisch auf ihrem neuen Platz, einem Stück zerknautschtem Packpapier in meinem Arbeitszimmer. Ich habe dann meine Campingmatratze geholt und neben ihr meinen Schlafplatz aufgeschlagen. Das habe ich auch vergangene Nacht so gemacht, und sie lag wieder auf dem Kissen neben mir.

papier

Heute früh wollte sie Futter und vorhin hat sie Krallenpflege auf der Terrassenbrüstung betrieben und ihr Fell geputzt.
lili

Wieviele Tage uns noch bleiben? Keiner weiß es. Auch ein Zeichen für das nahende Ende ist ihre Unsauberkeit. Sie kackt und pieselt, wo sie steht und geht. Ich habe das Katzenklo aus dem Keller geholt. Manchmal benutzt sie es, meistens benutzt sie es nicht. Sie kotzt fast jeden Tag, hat aber danach doch wieder ein bisschen Appetit.

Erstaunlicherweise sind die Lymphknoten nicht größer, sondern deutlich kleiner geworden. Trotzdem kann es stündlich zu Ende gehen, doch momentan liegt sie auf meinem Schreibtisch und schnurrt.

Seit einem Jahr rechne ich nun damit, dass meine süße kleine Lili sich für immer verabschiedet. Doch offensichtlich will sie noch ein bisschen verweilen …

Momente der Liebe

meine Katze Lili

Es ist spät. Eine Stunde nach Mitternacht. Dunkel draußen. Hier drinnen ist es auch nicht besonders hell. Ich sitze vor dem Computer und bereite ein Filmchen mit Katzen vor. Höre die Musik, die ich hinterlegen möchte. Habe mich an Antje Schulze erinnert, von der ich vor einigen Jahren zwei CD gekauft habe. Schöne, ruhige Musik. Ich werde sie verwenden.

Neben meiner Tastatur liegt mein kranker geliebter Liebling. Heute, am Feiertag, saß ich nachmittags auf dem Sofa. Lili lag wenige Meter entfernt, auf dem Küchenschrank, der mein Wohnzimmer ziert. Zwischendurch machte sie kleine Ausflüge nach draußen. Spazierte übers Dach und tippelte im Garten herum. Aber nur wenige Minuten. Dann kam sie wieder rein. Lag für kurze Zeit auf meinem Schoß, zog es dann aber vor, wieder ihren momentanen Stammplatz einzunehmen.

Doch wenn ich ins Arbeitszimmer gehe und mich vorm Computer niederlasse, kommt sie. Sie sucht immer noch meine Nähe, und ich bin glücklich darüber. Ich weiß nicht, wie lange wir uns gegenseitig noch genießen können. Ich weiß auch nicht, wie oft ich in den vergangenen elf Monaten schon gedacht habe, dass uns nur noch wenige Tage bleiben. Mein kleines Kätzchen hat sich immer wieder berappelt. Trotzdem ist sie schwach, in sich gekehrt. Hat ihre Lebendigkeit verloren. Aber sie nimmt doch immer wieder teil. Fauchen kann sie auch noch …

Schreibtisch

Momentan liegt sie neben der Tastatur, eingeringelt und schnurrt. Immer wieder streichle ich ihr weiches Fell, sie träumt, zuckt mit den Pfötchen, und wenn ich sie berühre, schnurrt sie leise und streckt mir ihr Bäuchlein entgegen – um gleich danach wieder einzuschlafen.

Das sind die ganz besonderen Momente. Momente der Liebe.

Der neue Lieblingsplatz

buffetLili wechselt ihre Lieblingsplätze ständig. Lag sie in den letzten zwei Wochen in ihrem Karton im Arbeitszimmer, liegt sie nun auf dem Küchenbuffet. Genau gesagt auf der unteren Hälfte, denn die obere Hälfte steht im Keller.

Konnte ich sie bislang tagsüber beobachten, so mache ich das nun abends, wenn ich auf dem Sofa sitze. Und Gesellschaft hat sie auf ihrem neuen Platz auch – wie man sehen kann …

In den vergangenen Tagen ging es ihr kurzzeitig ein bisschen besser und sie war auch munterer. Doch seit gestern wirkt mein geliebter Liebling wieder sehr müde und erschöpft. Was mir Sorgen macht – sie geht kaum aufs Klo, obwohl sie was futtert. Nur Mini-Portiönchen, aber doch soviel, dass hinten wieder was raus kommen müsste. Tut es aber kaum. Ich vermute, das gehört zum Abschied … auch die Körperfunktionen verringern und verabschieden sich.

Traurig, aber es gehört zum Rhythmus des Lebens …

Lili und die Gardine

Gardine

Hinter der Gardine steht Sabine. Lili liegt oben drauf … Sie hat Dünnpfiff, aber Appetit. Und Appetit ist immer gut, wenn sie das Futter nicht rauskotzt. Sie war heute auch schon unten im Hof. Ist zur Katzenleiter getippelt und weg war sie. Ein kleiner Rundgang, schnuppern hier, schnuppern dort … ein bisschen Krallen wetzen, dann wieder heim und schlafen. Entweder im Karton, oder auf der Anrichte, oder eben auf der Gardine.

Ich freue mich sehr, dass mein kranker Liebling sich nicht schlecht fühlt!

Lili

kiste
Wenn es warm ist, liebt sie das Kistchen unter dem Terrassentisch.

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Sie hat einen neuen Karton bezogen.

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Der neue Karton hat einen Vorteil: Schwanzfreiheit

Futter
Und seit gestern hat sie wieder Appetit.

Abends schmusen wir ausgiebig miteinander. Und sie kommt meistens sogar von selbst auf meinen Schoß getippelt. Dort liegt sie dann, schnurrt und lässt sich genüsslich streicheln. So genießen wir gemeinsam und jede auf ihre Weise das Zusammensein. Wie lange es sein wird … das weiß niemand. Aber ich bin glücklich darüber, dass mein geliebter Liebling noch lebt und nicht leidet.

Lili hat Geburtstag

Heute feiert Lili Geburtstag. Bei strahlendem Sonnenschein. Sie wirkt heute etwas munterer als gestern, denn da war der Appetit sehr, sehr klein und sie lag nur schlafend in ihrem Karton auf dem Terrassentisch.

ohr

Abends lag sie dann wieder auf meinem Schoß, ich habe die die ganze Zeit zärtlich gestreichelt und irgendwie darauf gehofft, dass ihr Herzchen aufhört zu schlagen. Die Nacht hat sie dann wieder im Arbeitszimmer verbracht, heute früh aber hat sie sich neben mich aufs Sofa gelegt. In mein Bett kommt sie ja schon seit Wochen nicht mehr, deshalb schlafe ich jetzt wieder öfter im Wohnzimmer …

Heute jedoch hat sie eine kleine handvoll Körnchen gemampft, ein bisschen Hühnchenfleisch verputzt und auch der Thunfisch hat ihr geschmeckt. Dann war sie kurz draußen, hat ihre Krallen gewetzt und als ich sie aufs Dach gesetzt habe, hat sie eine Weile interessiert in die Gegend geschaut.

Doch sie war bald wieder da, hat aber auf der Terrasse den Napf von Moritz entdeckt. Dort waren noch Rest drin, die sie verschnabuliert hat.

schuessel

Heute liegt sie nicht in ihrem Karton, sondern hat wieder einen neuen Lieblingsplatz – mir gegenüber auf dem Fototisch.

Fototisch
Dort wird mein geliebter Liebling wohl seinen Geburtstag schlafend verbringen. Nachher gehe ich einkaufen und bringe ein bisschen Lachs mit. Vielleicht mag sie ein paar Schnipsel davon – zur Feier des Tages.

Der neue Karton

Der alte Karton ist ihr lieber – dort verbringt sie fast den ganzen Tag. Und die ganze Nacht.

Vorhin habe ich den Karton mit Lili drin auf die Terrasse getragen und dort auf den Tisch gestellt.
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Jetzt liegt mein geliebter Liebling im Schatten unterm Sonnenschirm und kann ein bisschen frische Luft schnuppern.
pfote

Hin und wieder gebe ich ihr ein bisschen von der Vital-Lotion, weil sie nur Miniportiönchen futtert. Die Lotion schmeckt ihr. Was ihr Freude macht, ist Ziegenfrischkäse.
Zunge

Nachrichten vom Ammersee

Heute scheint die Sonne und mein Muckelchen hat auch wieder Appetit. Gemeinsam werden wir den Tag genießen. Krallenpflege ist auch angesagt …

krallenpflege

17.00 Uhr. Nachdem meine Kleine den ganzen Tag im Karton in meinem Arbeitszimmer verbracht hat, zeigte sie ein bisschen Appetit und tippelte dann auf dem Balkon umher. Anschließend Besuch im großen weißen Katzenklo: Ergebnis ist wasserähnlicher Durchfall. Der Abschied ist dieses Mal wirklich gekommen. Ich habe kaum noch Zweifel daran … und wünsche ihr und mir, dass ihr geschwächtes Körperchen kapituliert, ihr Herzchen aufhört zu schlagen. Ganz leise und sanft. Eingehüllt von Vogelgezwitscher …

Hunger

Vor einer Woche lag Lili apathisch auf ihrem platten Karton und ich habe ständig damit gerechnet, dass sie entweder von allein in die andere Welt schwebt oder es ihr so schlecht geht, dass ich den Tierarzt anrufen muss.

Heute hockt sie in ihrem Karton und miaut mir zu: Ich habe Hunger! Reagiere ich nicht prompt, setzt sie sich neben meinen Stuhl und teilt mir unmissverständlich mit, dass sie endlich was von dem Hühnchen haben will, das in der Küche kocht und dessen Geruch in ihr Näschen zieht.

Natürlich stehe ich sofort auf, gehe in die Küche und schneide ihr ein paar Bröckelchen – währenddessen sitzt sie neben ihrem leeren Schüsselchen und weiß genau: gleich ist es soweit.

Jeder, der seine Katze so liebt wie ich meine Lili, kann verstehen, dass mein Herz hüpft vor Freude … und dass sie sich auch dieses Mal wieder berappelt hat, ist wirklich ein kleines Wunder.