Kategorie: Lili

Mein allerschönstes Weihnachtsgeschenk …

… ist mein geliebter Liebling. Vor sieben Monaten hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir Weihnachten miteinander verbringen …

karton

Dieser Karton ist ihr momentaner Liebingsaufenthaltsort. Er steht auf dem Esstisch und Lili verschläft viele Stunden darin.

Double feature

Was dem Häuslebauer recht ist, kann für Katzen nicht schädlich sein. Über Nacht ist gestern die kalte Jahreszeit ausgebrochen, und Lili hat sich deshalb ein “Häuschen” mit doppelter Wand zugelegt, denn das dämmt prima. Kluge Katze – wusste ich ja immer schon.

karton

Der “alte” Moritz ist wieder da

Wochenlang lief Moritz nur auf drei von vier Zylindern. Ich sagte den Ärzten: Moritz ist “reduziert”. Ich wusste keinen besseren Ausdruck als den, weil Moritz alles einen Gang langsamer machte, lustlos und teilweise sogar apathisch wirkte und sehr viel schlief. Und dann noch der nachlassende Appetit …

Dass er entgegen meinen Befürchtungen, nach den 10 Tagen Stubenarrest und all dem Tierarzt/Tierklinik-Stress sich nun erst mal für eine lange Weile nicht blicken zu lassen, gestern ganz in der Nähe war und auch auf mein Pfeifen reagierte, habe ich ja schon berichtet. Aber es passiert öfter, dass er durch den eigenen Garten (er zieht Nachbargärten vor!) streift, über den Hof tippelt und im Vorgarten unterm dem Fliederstrauch sein Nickerchen hält. Dass er nach Hause, also in die Wohnung kommt, geschieht deutlich weniger – vor allem bei sommerlichen Temperaturen kommt es häufig vor, dass er mehrere Tage (und Nächte) keine Pfote in die Wohnung setzt.

Vergangene Nacht war es sommerlich warm, und meine Hoffnung, dass mein Schwarzbär nach Hause kommt, war sehr gering. Wenn er kommt, kommt er nicht still und heimlich, sondern mit Musik! Und diese Musik ertönte heute um halbfünf. Ich runter und sofort die Terrassentür geschlossen – denn ich wollte seinen Appetit prüfen. Also warf ich mitten in der Nacht Trockenfutter durch die Gegend, und Moritz hechtete jedem Körnchen hinterher, fing es teilweise schon in der Luft auf. Der “alte” Moritz war wieder da! Die alte Spannkraft in seinem schlanken Körper. Die alte Triebkraft, wenn es um “Beute” geht. Die mir vertraute Muskelspannung, wenn er da liegt und lauert. Und er lauerte! Lag auf dem Fußboden und lauerte aufgeregt dem Wurf des nächsten Körnchens entgegen. Kaum hob ich die Hand zum Wurf, war Moritz schon bereit zur Jagd. Schließlich holte ich noch den Rest Putenstückchen und warf sie ebenfalls durch die Gegend. Jedem Stück hat er blitzschnell den Garaus gemacht!

Dann tippelte er nach unten mit der Absicht, wieder in die Dunkelheit zu entschwinden – aber die Terrassentür war ja geschlossen. Nun, das kannte er … nach ein paar Minuten lag er auf meinem Bett, putzte sich ausgiebig und ringelte sich dann zum Morgenschlaf ein.

Dieser Morgenschlaf hat in den letzten Wochen sehr sehr lange gedauert – viele
Stunden. Auffällig viele Stunden! Doch heute früh um acht Uhr war mein Racker bereits wieder fit fürs Leben. Sprang munter vom Bett, reckte und streckte sich, putzte sein Fell, und ich ging in die Küche, um Futter zu holen. Nierenschonendes Futter, weil seine Nieren letzte Woche ziemlich strapaziert schienen. Erst Trockenfutter (das liebt er!). Dann Nassfutter. Erst Hühnchen, das hat er nicht ganz aufgefressen. Ich holte noch eine andere Sorte: Thunfisch. Die hat ihm geschmeckt, und auch das Löffelchen Darmgel, das ich für seinen malträtierten Magen-Darm-Trakt besorgt hatte, verputzte er.

Mein Moritz ist nicht mehr wiederzuerkennen beziehungsweise ist er jetzt wieder so, wie er normalerweise ist: ein putzmunterer, agiler Kater, der Freude am Leben hat.

Nach dem Frühstück tippelte er zur Nachbarterrasse und putzte sich nochmal ausgiebig.

Dann machte er sich auf den Weg zur Katzenleiter, war noch kurz auf der Auffahrt zu sehen …

Strawanz

… und nun hält er in einem der Nachbargärten seinen rasierten Bauch der Sonne entgegen. Und für Dr. Ernst Meier ist dieser Sonntagsgruß: Danke, lieber Ernst!

P. S.: Meinem geliebten Liebling schmeckt das Nierenfutter übrigens auch.

Futter

Auf. Ab. Auf.

Lili

Lili lebt. Sie futtert. Sie schnurrt. Die Knötchen sind minimal kleiner geworden. Sie geht auch in den Garten. Der Gruß im großen weißen Katzenklo ist auch in Ordnung.

Napf

Wir haben uns wohl noch ein paar Tage … oder Wochen? Für jeden Tag mit meinem geliebten Liebling bin ich dankbar.

Abschiedsvorbereitungen

Lili

Die Knötchen werden zusehends dicker, die Zeit der Hoffnung ist vorbei, ich treffe Vorbereitungen. Eben war ich im Nachbargarten und habe unter einem großen Haselnusstrauch ein kleines Grab aushoben. Die Nachbarin und ihre Tochter haben mir dabei geholfen, ich hatte “Glück”, denn morgen wäre sie in Urlaub gewesen. Und so ein kleines Grab auszuheben, ist sehr anstrengend und kräfteraubend. Einmal hat es mir wieder den Kreislauf zusammengehauen, ich wäre beinahe umgefallen, schaffte es aber gerade noch, mich auf abgeschnittenen Haselzweigen niederzulassen.

Zwei dicke Haselzweige habe ich mitgenommen und ein kleines Kreuz daraus gebunden. Als Grabschmuck habe ich Haselnüsse daran befestigt. Während ich das gemacht habe, fiel mir die hohe Symbolik auf: Die Haselnüsse haben genau die Größe wie die Knoten an Lilis Hals …
Kreuz

Vielleicht betrachten manche solche Vorbereitungen als pietätlos meinem geliebten Liebling gegenüber – mir helfen sie, Abschied zu nehmen. Lilis Lieblingsmaus, die Piratenmaus, mit der sie vor wenigen Tagen noch gespielt hat, werde ich ihr mitgeben …

Der Abschied kommt

Ich schreibe nun doch, auch wenn mir die Tränen dabei über die Wangen rollen. Es ist besser für mein Gemüt, die Gefühle rauszulassen …

Heute Nacht habe ich wieder auf dem Sofa geschlafen, Lili aber nicht auf meinem Bauch, sondern auf dem Stuhl am Tisch. Doch heute früh kam sie plötzlich und legte sich auf meinen Bauch und schnurrte. Aber sie war sehr unruhig, die deutlich angeschwollenen Knoten stören sie. Sie bewegt dauernd den Kopf und fährt mit dem Züngchen den Mund entlang.

Nach einer Viertelstunde hörte sie allmählich auf zu schnurren, und ich habe irgendwie gehofft, dass ihr Herzchen aufhört zu schlagen. Aber sie hat einfach nur geschlafen. Später dann kam Moritz und legte sich auf meine Unterschenkel, das hat ihr natürlich nicht gefallen, sie hat geknurrt, ist aber noch liegengeblieben. Als Moritz dann seine Position gewechselt hat, ist sie fluchtartig vom Sofa gesprungen. Ich bin dann in mein Bett gegangen und habe noch eine Stunde geschlafen, mit Alpträumen – nicht von Lili, sondern von Lieschen und Moritz.

Vorhin bin ich in mein Arbeitszimmer gegangen, da lag sie auf dem Drucker und hat mich sofort empfangen. Die Körnchen, die ich ihr auf den Schreibtisch gelegt habe, hat sie beschnuppert und versuchsweise ins Mäulchen genommen, aber wieder fallenlassen. Nur ein bisschen Joghurt hat sie geschlabbert. Die Knoten sind größer als gestern, die Krankheit bricht voll durch. Vvermutlich wird mein geliebter Liebling unser gemeinsames Leben nur noch wenige Tage mit Freude füllen … wobei die Freude sich nun in tiefe Traurigkeit wandelt. Ich weiß nicht, ob Lili spürt, dass der Abschied naht, aber sie spürt, dass alles anders ist als vorher. Es zerreißt mir fast das Herz …

herz

Keine guten Nachrichten am Ammersee

Seit 21. Mai befinde ich mich in einem emotionalen Auf und Ab und momentan ist nicht nur das Wetter trübe und grau. Lilis Lymphknoten wachsen und sind mittlerweile groß wie dicke Mandeln. Das ist kein gutes Zeichen.

Sie futter zwar immer noch mit Appetit, auch auf dem Katzenklo ist alles so, wie es sein soll, aber ich merke, dass die Knoten Lili nun Probleme machen. Sie fährt dauernd mit der Zunge ums Mäulchen, starrt oft vor sich hin, als höre sie in sich hinein, um herauszufinden, was da nicht stimmt. Sie zieht sich auch immer mehr zurück. In meinem Bett war sie schon seit Wochen nicht. Auf wenn ich auf dem Sofa sitze, kommt sie zwar und legt sich auf meinen Schoß, aber sie bleibt nicht lange.

Heute Mittag habe ich mit dem Tierarzt telefoniert und der sprach von Cortison. Ich denke, aber dass ich ihr das nicht geben werde. Ich weiß erstens nicht, wie ich es ihr verabreichen soll (Lili Tabletten zu verabreichen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, auch zerbröselt und irgendwo untergerührt) und zweitens weiß ich nicht, ob es ihre Lebensqualität erhöht.

Hier wird es vermutlich in der nächsten Zeit wenige Artikel geben. Ich bin nicht in der Stimmung. Nach einigen Wochen Pause laufen mir nun wieder die Tränen über die Wangen. Bisher habe ich irgendwie erfolgreich verdrängt, dass Lili schwer krank ist, vor allem, wenn sie fröhlich im Garten rum rannte und auf Bäume kletterte. Aber jetzt kann ich es nicht mehr verdrängen. Momentan liegt sie an ihrem neuen Lieblingsplatz: im Regal meines Fotoarbeitsplatzes. Dort liegt mein geliebter Liebling auf Luftpolsterfolie und ich kann sie bis hierher schnurren hören.

lili

Traurige Grüße vom Ammersee – Renate

Nachsatz drei Stunden später: Cortison verabreiche ich keines. Habe mit Ingrid Steinel, der wunderbaren Tierheilpraktikerin gesprochen. Die überließ es zwar mir, was ich mache, hat mir aber erklärt, dass Cortison die entzündeten Lymphknoten vorrübergehend beeinflussen könnte, dass es aber auf die Krankheit als solche wenig bis gar keinen Einfluss hat.
Lili hat vorhin ein neues Globuli bekommen, und nun warte ich. Die Befürchtung, dass ich ihre Gegenwart nicht mehr lange genießen darf, ist nicht neu. Trotzdem freue ich mich, wenn mein geliebter Liebling schnurrt, futtert, im Garten rumrennt, auf Bäume klettert und sich von mir bürschteln lässt. Selbst die Hinterlassenschaften im großen weißen Katzenklo machen mich froh. Schon erstaunlich, worüber man sich freuen kann …

Der schwarze Okkupator

Mein Stubenarrestler liegt mal hier, auf dem Kissen, das ich ihm extra ins Arbeitszimmer gelegt habe …

Kissen

mal auf meinem Bett, mal unter meinem Bett und heute hat er in seiner Verzweiflung Lilis Hochbett in Beschlag genommen.

karton

Lili hat das mit Empörung zur Kenntnis genommen. Einziger Trost war ein neuer Karton, den der Postbote vorhin gebracht hat.

Lili

Dass sie diese Frechheit nicht akzeptieren kann, ist klar.

beide

Sie hat ihr Hochbett zurückerobert und der schwarzpelzige Okkupator liegt in seiner Betthöhle und schläft.

Lili-karton

Draußen regnet es in Strömen. Prima, denn die Terrassentür mach ich bei so nem Wetter nicht auf, und Moritz will auch gar nicht raus – und so herrscht Ruhe, nicht nur im Karton.

Guten(r) Appetit!

Gestern war es hier heiß und schwül, und Lilis Appetit sehr gering. Heute, wo es regnet und kühl ist, kommt der Appetit wieder. Und als ich das Futtereimerchen aufgefüllt und im Flur stehen lassen habe, hat mein geliebter Liebling aus dem Vollen geschöpft.

eimer

Wo der Schwarzbär und der Weißbär sich bei Dauerregen rumtreiben, ist mir übrigens ein Rätsel … heute Nacht waren beide kurz da, jetzt liegen irgendwo draußen, an einem hoffentlich trockenen Plätzchen.

18. Juni 2014

Ich verbrachte die Nacht wieder auf dem Sofa. Lili verbrachte die Nacht wieder auf meinem Bauch.
8.00 Uhr
Lilis Appetit: nicht vorhanden
Der Gruß im großen, weißen Katzenklo: leicht flüssiges Würstchen

10.00 Uhr
Durchfall – im Garten
Sie kotzt/würgt – obwohl nichts im Magen ist, sie hat heute noch nichts gefuttert

Das ständige Auf und Ab zermürbt.
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17. Juni 2014

Die Nacht mit Lili
Vergangene Nacht bin ich relativ früh schlafen gegangen, schon so gegen 22 Uhr. Mein Lager habe ich wieder auf dem Sofa aufgeschlagen. Kaum lag ich flach, hockte Lili schon auf meinem Bauch und machte es sich dort bequem. Und dort blieb sie auch konsequent liegen bis zum Morgen. Jedes Mal, wenn sie mir zu schwer wurde und ich sie aufs Bärenkissen setzte, lag sie wenige Sekunden später schon wieder auf meinem Bauch. Ich habe sie dann lediglich ein bisschen auf meine Oberschenkel geschoben, damit nicht das volle (Leicht)Gewicht auf meinen Bauch drückte. Weiterlesen

Sonntag Vormittag

Die Sonne scheint, aber nur draußen. In meinem Herzen ist es dunkel, und es fühlt sich schwer an.

Lilis “Grüße” im großen weißen Katzenklo werden auffallend weniger und auffallend kleiner. Es sind nur noch kurze dünne Würstchen, vorhin kam noch ein bisschen Durchfall dazu. Sie frisst kaum noch was, und die Körnchen, die sie vorhin gefuttert hat, hat sie kurze Zeit später wieder erbrochen.

Momentan hockt sie auf dem Terrassenstuhl. Sie hockt – liegt also nicht entspannt und schläft, sondern dämmert vor sich hin. Sie sehe ihr an, dass sie ihre Veränderung wahrnimmt. Sie wirkt matt und erschöpft. Jetzt wirkt sie wirklich krank. Und sie ist es ja auch.

Ich wünsche meinem geliebten Lieblung, und auch mir, dass der Abschied von hier leicht und friedlich stattfinden kann. Ich wünsche ihr, dass sie einschlafen kann, ohne Schmerzen und ohne Kämpfe. Einschlafen für immer … im Schlaf.

Ach, heute ist ein trauriger Sonntag. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, werde ich gleich eine Runde joggen gehen.

stuhl

Nachsatz: Jetzt hat sie sich auf dem Stuhl eingeringelt und schläft … mir ist schlecht …

15. Juni 2014

Kurz nach Mitternacht
Ich rede es mir nicht ein. Lili befindet sich auf dem Weg des Abschieds. Ich lebe zu lange mit Katzen, um nicht zu erkennen, dass momentan ein Prozess abläuft, der von der Natur bestimmt wird.

Lili futtert … kleine Portionen, über die ich mich sehr freue.

Die Knoten werden größer. Nicht rasant, aber sie fühlen sich anders an als vor drei Wochen.

Lili schläft sehr viel.

Sie sucht nicht mehr die Nähe zu mir wie früher. Obwohl sie jetzt gerade neben mir auf dem Schreibtisch liegt.

Sie kommt kaum noch zu mir ins Bett am frühen Morgen.

Sie legt sich auch viel weniger auf meinen Schoß, wenn ich auf dem Sofa sitze.

Ich spüre, dass der Abschied begonnen hat.

Ich weiß um den Abschied seit dem 21. Mai. Da war die Diagnose, und ihr Verhalten kaum verändert. Im Grunde “weiß” ich es aber schon länger. Denn Verhaltenssymptome gab es schon seit Monaten. Sie waren winzig und ich mir ihrer nicht bewusst. Obwohl ich sie bemerkt habe … rückblickend kann ich sie sogar beschreiben.

Jetzt liegt sie auf dem Schreibtisch neben dem Bildschirm. Auf einem aufgeklappten Buch. Sie liebt aufgeklappte Bücher als Kopfkissen!

Ich streichle sanft über ihr Fell und Tränen rollen über meine Wangen. Ich liebe sie so sehr …

Lili, mein geliebter Liebling.

9. Juni 2014

Seit Tagen futtert Lili wieder ihre Körnchen. Und muss sie ihr nicht hinterher tragen – sie fordert sie ein. Sie hockt sich auf ihren Futterplatz auf der Terrasse und schaut mich mit großen Augen an. “Ich hab Hunger”, heißt das.

Ich streue ihr die geliebten Körnchen hin, und sie verputzt sie. Es sind immer nur kleine Portionen, aber das war schon immer so. Ist die erste Gabe weg, bekommt sie eine zweite – sofern sie sitzen bleibt. Geht sie von dannen, ist sie satt. Vorerst.

Sie setzt sich relativ oft auf ihren Futterplatz. Sie schlabbert auch wieder Wasser – aus der Vase auf meinem Schreibtisch oder aus dem Schälchen auf der Terrasse.

Sie geht auch von allein in den Hof – so wie gestern Abend.

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Ansonsten liegt sie bei diesen sommerlichen Temperaturen auf ihrem Outdoor-Lieblingsplatz, dem Terrassenstuhl.

stuhl

Wenn sie dort liegt und ich den Drucker anschmeiße, kommt sie angedackelt und muss prüfen, was das geheimnisvolle Gerät mal wieder ausspuckt.

drucker

Da ich ja ziemlich vergesslich bin, verliere ich immer wieder Körnchen auf dem Schreibtisch. Sie räumt sie dann sofort auf.

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Ab und zu arbeitet sie auch …

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Alles in allem geht es meinem geliebten Liebling gut und ich hoffe, dass ich weiterhin so positive Nachrichten schreiben kann …

6. Juni 2014

Heute Nacht werde ich vermutlich wieder in meinem Bett schlafen, denn gestern Nacht hatte ich den Eindruck, dass Lili auf dem Sofa lieber allein geblieben wäre. Sie legte sich beim Schlafengehen nicht auf mich drauf oder an mich dran, und als ich ihr Fell gekrault habe, kam auch kein einziges Tönchen aus ihr raus. Ich dachte schon, der Schnurr sei kaputt. Heute früh hat sie ihn Gott sei Dank wieder eingeschaltet.

Zum Frühstück kann ich nur sagen: Hähnchenstückchen am Morgen, vertreiben alle Sorgen.

beide
Mit sichtbarem Appetit hat sie gefrühstückt, was mein Herz mit Freude erfüllt. Sie geht auch nach wie vor auf ihren Futterplatz und zeigt mir, dass ich ihr was präsentieren soll. Heute also Hühnchen, selbstgekocht, ein paar Körnchen und ein bisschen Vollfutter. Immer nur kleine Portionen, aber große Portionen hat mein geliebter Liebling ohnehin nie verputzt. Ihr empfindlicher Magen-Darmtrakt kommt mit vielen kleinen Mengen offensichtlich besser zurecht.

Dann habe ich auf dem Terrassentisch auch wieder Körnchen verloren – sie fand sie später und hat sie … grp … grp … grp … sofort vernichtet.

tisch

Auch die auf dem Schreibtisch verlorenen Körnchen haben sie gestört – die mussten also auch aus dem Weg geräumt werden!

Dann habe ich den heutigen Tag mit hohen Temperaturen und wolkenlosem Himmel dazu genutzt, den Sofabezug und die Vorhänge zu waschen. Die habe ich dann zum Trocknen auf der Terrasse aufgehängt. Lili nahm die versperrte Aussicht erst mit großem Interesse zur Kenntnis …

Vorhang

… und ging der ominösen Angelegenheit dann näher auf den Grund.

Vorhang-2

Vorhin habe ich Lieschen gefüttert. Lili lag auf dem Terrassenstuhl. Am vergangenen Wochenende hat sie an solchen Aktionen keinerlei Anteil genommen und sich überhaupt nicht gerührt. Vorhin hob sie den Kopf, so nach dem Motto: “Oh, da bekommt ja jemand was zu futtern! Und wa ist mit mir?” Ich brachte ihr ein paar Hähnchenstücke, sie sie sofort verputzt hat.

Ich genießen jede Stunde und jeden Tag mit Lili und bin dankbar, dass ich mein geliebter Liebling wieder Appetit hat und Interesse am Leben zeigt. Sie war heute auch schon im Garten. Keiner weiß, wie lange es ihr gut gehen wird – aber ich bemühe mich, mir darüber den Kopf nicht zu zerbrechen, sondern mich über ihre Gegenwart zu freuen. Und momentan freue ich mich sehr darüber, dass die Sonne scheint, die Vorhänge schon wieder trocken und gebügelt im Wohnzimmer hängen und mein geliebter Liebling im Schatten des Sonnenschirms auf dem Terrassenstuhl liegt und ihr Mittagsschläfchen hält …

Nacht auf dem Sofa

Vergangene Nacht habe ich wieder auf dem Sofa geschlafen. Es gefällt mir dort sehr gut. Denn neben mir liegt Lili. Gestern habe ich wieder mein “Bett gemacht” und direkt neben mich das Bärenkissen gelegt. Ich lag kaum unter der Decke, kam Lili auch schon angetippelt, hüpfte auf das Bärenkissen, machte dort ausgiebig den Milchtritt und ringelte sich dann ein. Ich streichelte sie erst ein Weilchen, und ließ meine Hand dann an ihrem Fell liegen. Das mochte sie, denn sie schnurrte – lange und laut. Sie schnurrte mich in den Schlaf, der nicht lange auf sich warten ließ. Zwischendurch wachte ich auf, dann schenkte ich ihr wieder eine kleine Streicheleinheit. Ich bin dankbar für diese Stunden, deshalb werde ich in nächster Zeit nicht in meinem Bett, sondern auf dem Sofa schlafen – neben meinem geliebten Liebling. Weiterlesen

Gestern im Garten

ProfilGestern war Lili sehr reduziert. Nichts mehr gefressen, kein Interesse an ihrem sonst so geliebten Thunfisch, kein Interesse an Joghurt. Sie lag nur auf dem Terrassenstuhl und schlief. Am späten Nachmittag streichelte ich mal wieder ihr Köpfchen, als sie plötzlich aufhorchte, sich erhob, auf die Terrassenbrüstung sprang, übers Dach lief und sich an der Regenrinne niederließ, dort, wo die Katzenleiter befestigt ist. Von dort starrte sie in den Garten. Minutenlang. Dann wollte ich wissen, was da los ist und ging nach unten. Weiterlesen

Zeit des Abschieds

Garten
Gestern im Garten

Habe eben lange mit der THP telefoniert. Sie meinte, es könne gut sein, dass Lili ohne Einfluss von außen die Regenbogenbrücke überquert.

Mein geliebter Liebling ist noch anhänglicher als sonst, sie sucht meine Nähe ganz intensiv. Ich werde den Prozess anschauen, hinfühlen und mich geduldig und liebevoll von meiner Katze verabschieden. Zwischendurch werde ich ihr immer wieder ins Öhrchen flüstern, wie sehr ich sie liebe und wie dankbar ich bin, dass sie mich vor 12 Jahren ausgesucht hat. Sie bereichert bis heute mein Leben – diese kleine eifersüchtige, zickige, verschmuste Katze. Solange sie in meinen Armen liegt und schnurrt, geht es ihr nicht schlecht. Ich, wir alle, müssen lernen, dass wir uns von hier verabschieden müssen. Ich werde mir jetzt das “Tibetische Buch vom Leben und Sterben” aus dem Regal holen und darin lesen. Weiterlesen

Vorgestern …

… hatte Lili noch Appetit. Seit gestern nicht mehr. Sie frisst nicht, selbst an ihrem bevorzugtem Leckerbissen, dem Ziegenfrischkäse, nippt sie nur. Ich bereite mich auf den Abschied vor. Mein geliebter Liebling sucht meine Nähe und wir kuscheln viel und inniglich und erleben vermutlich die letzten Tage miteinander …

Teller

Katzennest

lili

Der Himmel über dem Ammersee ist grau. Es regnet zwar nicht, aber es ist kühl draußen. Das freut mich! Denn in so einem Fall liegt Lili nicht auf dem Terrassenstuhl, sondern auf meinem Schreibtisch. Ich habe ihr vorhin eine ordentlich zusammengelegte Decke (mit Katzenmotiv) auf den Tisch gelegt. Lili nahm die Decke zur Kenntnis, hat sich aber nicht drauf gelegt. Da hab ich die Decke genommen, die ich gern über meine Beine lege, denn bei solchen Temperaturen wie heute, empfinde ich das als sehr angenehm, weil’s von der Terrassentür her schnell zu kühl wird für meine Beine. Also, ich nahm meine Decke und legte sie zusammengewurschtelt auf den Schreibtisch. Wenige Sekunden später lag Lili drauf. Und dort liegt sie jetzt vermutlich den ganzen Nachmittag. Mein geliebter Liebling mag es offensichtlich lieber zusammengewurschtelt als zusammengelegt.

Sie frisst nach wie vor mit gutem Appetit, hat heute morgen mit der Piratenmaus gespielt, trinkt ausreichend Wasser. Wüsste ich nicht, dass sie krank ist … ich käme aufgrund ihres Verhaltens nicht auf die Idee.