Kategorie: Kunterbuntes

Alle meine Katzen

Kater Putzel

Über viele Jahre hinweg hatte ich mit Katzen nichts am Hut. Das liegt wohl daran, dass ich in einem Bauerndorf aufgewachsen bin. Dort waren Katzen nicht zum Kuscheln da, sondern zum Mäuse fangen. Aus diesem Grund wurden sie genauso behandelt wie Kühe, Schweine, Hühner und andere Nutztiere: emotionslos. Aus diesem Grund schliefen Katzen auch nicht auf dem Sofa oder im Bett, sondern im Stall oder im Heuschober. Falls sie sich doch mal ins Haus wagten, weil es sie zur warmen Ofenbank oder zum Speck auf dem Küchentisch zog, wurden sie weg gescheucht. Aus diesem Grund waren sie scheu und kratzbürstig.

Kratzbürstig im wahrsten Sinn des Wortes, denn war ich hin und wieder doch flink genug, eine beim Milch schlabbern zu ergreifen und an mich zu drücken, dann schnurrte sie nicht, sondern fauchte, schlug mir die Krallen ins Gesicht und rannte mit peitschendem Schwanz davon. Für so eine unfreundliche Gattung konnte ich mich nicht erwärmen. Doch im Laufe der Zeit habe ich Katzen erlebt, die mir nicht die Krallen ins Gesicht schlugen, sondern zart die Pfote an meine Nase stupsten, sich mit vertrauensvoll geschlossenen Augen an meinen Bauch schmiegten und leise schnurrend einschliefen. Diese Erfahrung hat meine Einstellung Katzen gegenüber grundlegend verändert, und innerhalb der letzten zwanzig Jahre haben sich sieben dieser Gesellen auf leisen Sohlen in mein Leben geschlichen. Vier leben nicht mehr, die anderen drei erfreuen sich bester Gesundheit und führen ein bequemes und komfortables Leben.

Ihr Zuhause befindet sich in einem kleinen Ort am Westufer des Ammersees, im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses, wo eine Katzenleiter von der Dachrinne in den Garten ihnen die Möglichkeit gibt, rein und raus zu marschieren, wann immer sie wollen. Weit entfernt von verkehrsreichen Straßen, Eisenbahnlinien und Mähmaschinen dösen sie in der Sonne, streunen stundenlang durch anliegende Grundstücke und das nahe gelegene Wäldchen und erbeuten auf ihren Ausflügen nicht nur die obligatorischen Mäuse, sondern auch Blindschleichen, Frösche, Vögel, Grillen und Maikäfer. Eine Fledermaus war auch schon dabei, ein blasser Goldfisch aus dem Teich eines Nachbarn ebenfalls.

Jedes Beutetier wird nach Hause gebracht und stolz präsentiert. Und obwohl es mir in der Seele weh tut, so ein niedliches Mäuschen piepsend in meinem Wohnzimmer herum rennen zu sehen, wo es (vergeblich) einen Fluchtweg sucht, habe ich Rettungsversuche mittlerweile aufgegeben. Denn kaum hätte ich es wieder in den Garten verfrachtet, läge ein anderer pelziger Jäger schon auf der Lauer. Also mische ich mich in den Lauf des Schicksals nicht mehr ein – auch wenn es mir schwer fällt.

Die meisten dieser Beutetiere werden nicht verspeist, sondern dienen als Spielzeug. Besonders beliebt sind Blindschleichen, weil die sich so nett auf dem Boden entlang schlängeln. Wie viele davon ich im Laufe der Jahre wieder in den Garten befördert habe, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es eine Menge war, weil meine Katzen mir im Sommer im Halbstundenrhythmus eine vor die Füße legen. Die meisten haben ihre Schwanzspitze abgeworfen. In Gefahrensituationen pflegen sie das zu tun, angeblich in der Hoffnung, der Jäger beschäftige sich mit dem nutzlos gewordenen Körperteil, während sie selbst das Weite suchen. Bei meinen Katzen haben sie sich aber verrechnet.

Eine Katze ist ein äußerst eigenwilliges Geschöpf und macht grundsätzlich nur das, was sie will. Den Zeitpunkt dafür bestimmt sie ebenfalls. Habe ich beispielsweise einen Termin beim Tierarzt, kann ich sicher sein, dass sie sich aus dem Staub gemacht hat. Ich kann rufen oder pfeifen solange ich will. Als hätte sie den siebten Sinn, ist und bleibt sie verschwunden, liegt wahrscheinlich unter einem Strauch und grinst sich einen. Den Termin beim Tierarzt kann ich verschieben und ihn bitten, mir einen Spontantermin zu gewähren, sobald sie sich mal wieder in der Wohnung aufhält. Ist das irgendwann der Fall, taucht bereits das nächste Problem auf. Denn kaum stehe ich mit dem Katzenkorb in der Tür, flitzt sie unters Bett und verkriecht sich in die hinterste Ecke. Ich kann mich lang machen wie ich will, ich erreiche sie nicht. Also muss ich zu einer List greifen. Sie irgendwo hinlocken, wo sie mir nicht entwischen kann. In die Küche beispielsweise.

Gut, dann ist sie zwar in der Küche, aber noch lange nicht im Korb. Eine Katze in einen Korb zu bugsieren, so denkt sich der Laie vermutlich, das dürfte doch kein Problem sein. Falsch gedacht! Im Allgemeinen liebt eine Katze zwar höhlenartige Refugien, doch sobald sich eines davon als Transportmittel zum Tierarzt entpuppt, ist es vorbei mit der Liebe. Sie fährt die Krallen aus, faucht, beißt und streckt alle Viere von sich. Auf diese Art und Weise bekommt man eine Katze nie in den Korb. Zumindest nicht ohne Blessuren an Händen und Armen.

Durch gutes Zureden vielleicht? Nein, das funktioniert auch nicht. Die Erinnerung an ein nach Desinfektionsmitteln riechendes Ambiente und einen Weißkittel mit pieksender Nadel ist stärker als ein beruhigendes Timbre. Ihr mit lauter Stimme zu befehlen, sich nicht so anzustellen, man wolle schließlich nur ihr Gutes, ist allerdings genauso ergebnislos. Also, was tun? Jemanden zu Hilfe zu holen, um zu zweit das widerborstige Tier in den Korb zu verfrachten? Nein, das ist nicht nötig, denn es gibt einen probaten Trick. Ich habe ihn von einem älteren, sehr erfahrenen Tierarzt, der angesichts meiner zerkratzten Arme grinste und meinte, ich solle die Katze ganz einfach am Genick packen – so wie eine Katzenmutter ihr Junges zur Räson bringt. Mit diesem Griff erlahme bei der Katze jeder Widerstand, erklärte der Arzt. Egal wie alt sie sei. Dieser Reflex sei einfach in ihren Genen verankert.

Und, was soll ich sagen?

Es ist kaum zu glauben, aber der Trick funktioniert. Ein behänder Griff in den Nacken des Tieres, und die eben noch widerborstig von sich gestreckten Pfoten hängen schlaff am Körper, und in Nullkommanix befindet sich der Liebling im Korb. Aus dem guckt er dann mit großen Augen heraus und scheint genauso zu staunen wie man selbst.

Große Augen macht eine Katze übrigens nicht nur, wenn sie staunt, sondern auch dann, wenn sie sich verständnislos oder unschuldig gibt. Zum Beispiel, wenn ich schimpfend auf den Teller deute, der blütenrein inmitten anderer auf dem Esstisch steht, und durch nichts mehr daran erinnert, dass jemals drei Scheiben Lachs oder sonst ein Leckerbissen auf ihm gelegen haben könnte. Mit weit geöffneten Augen schaut die Katze mich an, und ich könnte schwören, sie zuckt mit den Schultern, so als wolle sie sagen, ich wasche meine Pfoten in Unschuld.

Ähnlich läuft es ab, wenn sie bei Regenwetter pitschnass durch die Katzenklappe brettert. Ich sitze auf dem (mit hellem Leinen bezogenen!) Sofa, schaue ihr mit gerunzelter Stirn entgegen, hebe den Zeigefinger und sage „komm ja nicht auf die Idee, hier hoch zu springen.“ Die Katze steht vor mir, schaut mich (wieder mit sehr großen Augen) an, hopst aufs Sofa, macht eine kleine Trampelrunde, putzt sich ausgiebig und ringelt sich dann inmitten niedlicher brauner Pfotenspuren zum Nickerchen ein. Bevor sie in Schlaf fällt, wirft sie mir noch einen zufriedenen Blick zu.

Viele Katzenbesitzer behaupten, gerade diese Eigenwilligkeit sei es, die sie an ihren Stubentigern so schätzen. Was mich betrifft, kann ich mich dieser Aussage nicht anschließen. Ich liebe meine Katzen nicht wegen, sondern trotz ihrer Eigenwilligkeit.

Übrigens: mein Sofa ziert längst eine katzenpfoten-resistente Schondecke – mit hübschem Tigermuster.

KatzenbuchDie Geschichte stammt aus meinem Katzenbuch. Bestellen kann man es in der Bücherstube von Edition Blaes.

Neue Futtersorten bei Yarrah

katzenfutter von Yarrah

Über Yarrah habe ich vor vier Jahren schon geschrieben … anlässlich eines traurigen Umstandes: Meine Lili war sehr krank. Seit drei Jahren lebt Lili nicht mehr … würdiger Nachfolger ist Rosso, auch Rosinchen genannt.

Nun habe ich vor einigen Tagen wieder Post von Yarrah bekommen. Denn sie haben eine neue Futtersorte: YARRAH – Bio-Organic Pet Food. Und mir bzw. meinen pelzigen Untermietern wurde angeboten, das Futter zu testen.

Ich habe meine pelzigen Untermieter gefragt. Ergebnis: Her mit dem Futter! Wenige Tage später drückte mit der Postbote einen Karton in die Hand. Rosso war natürlich sofort zur Stelle und prüfte den Posteingang.

katzenfutter von Yarrah

Der Schwarze hatte wohl einen guten Riecher, denn obwohl er normalerweise stundenlang draußen rumstromert und sich selten sehen lässt, kam er auch gleich angetippelt, und gemeinsam wurde dann der Paketinhalt getestet. Zuerst war das Trockenfutter an der Reihe und hat sehr gemundet.


Dann habe ich ein Schälchen Feuchtfutter aufgemacht. Auch das uneingeschränkt die Zustimmung der beiden.


Dann kam auch noch Lieschen und hat sich an dem Test beteiligt.


Ergebnis: Die neuen Futtersorten von Yarrah haben den Test bestanden.

Das Trocken- und Nassfutter gibt es in verschiedenen Geschmackssorten – für junge Katzen, erwachsene Katzen und Senioren und enthält auch folgende Inhaltsstoffe: Baobab, Brennnessel, Meeresalge, Kokosnussöl, Spirulina, Teufelskralle.

Mehr Informationen gibt es direkt bei Yarrah.

Die Sache mit der Maus

schwarzer-kater-im-garten

Wie viele Mäuse ich schon gerettet habe, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es sehr viele waren. Vor ein genau einer Woche war es mal wieder soweit. Mitten in der Nacht die typischen Beutegeräusche von Moritz. Er muss nämlich immer laut verkünden, dass er was gefangen hat …

Also, ich aufgestanden und die Treppe ins Wohnzimmer runter getappt. Moritz hockte vor dem Sofa, Rosso daneben. Zwischen den beiden tippelte eine Maus hin und her. Bevor sie in Richtung Sideboard tippelte und dann dahinter verschwand, habe ich beherzt nach ihr gegriffen und sie auch tatsächlich fangen können. Normalerweise fange ich Mäuse erst, indem ich ein kleines Frotteetüchlein über sie geworfen habe … aber dazu war keine Zeit.

Der Maus gefiel das gar nicht. Na ja, sie konnte nicht ahnen, dass ich sie retten wollte.

Auf alle Fälle hat die Maus mich gebissen. Und das gleich zweimal. Einmal in den Zeigefinger und einmal in die Hand. Der Biss in die Hand hat gleich geblutet, und zwar ziemlich stark. Das Blut tropfte auf die Treppe im Hausflur – auf meinem Weg in den Garten, wo ich die Maus dann frei ließ.

Das Blut habe ich abgetupft und bin dann wieder ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen waren Hand und Finger etwas geschwollen, ich bin aber nicht zum Arzt gegangen.

Das war vielleicht ein Fehler, denn am Samstag bin ich aufgewacht, und mein Zeigefinger tat sehr weh und war sehr angeschwollen. Der vier Tage alte Biss (!) hat sich plötzlich entzündet, denn die Stelle war nicht nur rot, sondern zeigte auch zwei gelbe Stellen. Eiter! Dran rum gedrückt. Nichts. Ich eine Stecknadel geholt und reingestochen und gedrückt. Viel kam nicht raus, aber die Stelle war nun offen.

Danach ein Seifenlaugebad gemacht und anschließend den Finger mit Calendulatinktur beträufelt. Damit die Oberfläche der Entzündung nicht eintrocknet, habe ich noch Calendula-Salbe drauf getupft und ein Pflaster drauf geklebt.

Am Abend war der Finger noch genauso dick wie am Vormittag. Ich also den Finger wieder in Seifenlauge gebadet, und dann kam ich auf eine prima Idee. Vor einiger Zeit hat mir ein Arzt nämlich eine “Wundersalbe” verschrieben. “Pyolysin-Salbe” mit speziellen Wirkstoffen gegen Entzündungen. Angeblich wirken da Bakterien gegen Bakterien (meine laienhafte Wiedergabe).

Also die Salbe auf die Entzündung, dann ein Pflaster drauf.

Am nächsten Morgen tat der Finger nicht mehr weh und war auch ein bisschen abgeschwollen.Heute – drei Tage später – ist fast alles wieder gut. Nur die Bissstellen sind noch rot.

In Zukunft werde ich Mäuse nur noch mit Frotteetuch fangen. Denn nicht alle Mäuse sind so zutraulich wie diese hier.

maus gerettet

Nachsatz: Bekam eben einen Tipp in einer Katzengruppe, wo ich dieses Erlebnis auch veröffentlicht habe. Nun habe ich mir eine Lebendfalle bestellt. Da muss ich auch nicht mehr Regale rücken. Das musste ich vergangene Woche nämlich auch – natürlich wieder mitten in der Nacht. Ich werde davon berichten …

Noch ein Nachsatz: In derselben Gruppe wurde ich noch darauf hingewiesen, dass ich mich gut beobachten solle – Mäusebisse können Hantaviren übertragen! Wusste ich nicht … Die Inkubationszeit dauert 2–4 Wochen!

Besuch der Maus

Warum so viele Frauen angesichts eines Mäuschens schreiend wegrennen, ist mir ein Rätsel. Ich finde Mäuse putzig. Und konnte schon SEHR viele retten.

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Einer oben, einer unten

zwei Kater

Seit fast drei Jahren lebt Rosso nun bei mir, und – Gott sei Dank – geht der kleine Angsthase nicht die Katzenleiter runter in den Garten, sondern schaut immer nur zu, wie Lieschen und Moritz verschwinden. Gestern Abend habe ich diesen Schnappschuss machen können …

zwei Kater

Eine kleine Katzenkunde

kleine Katze

kleine Katze

Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen und lebt nicht gern allein. Allerdings schätzt er als Gesellschaft nicht nur Artgenossen, sondern auch Tiere. Zu den herkömmlichen Haustieren gehören Hamster, Meerschweinchen, Frettchen, Kaninchen, Wel­lensittiche, Hunde und natürlich die Katze. Ge­nauer gesagt ist sie das Lieblingshaustier der Deutschen. Mehr als sieben Millionen Leisetreter tummeln sich in unseren Haushalten und haben damit dem ursprünglichen Favoriten, dem Hund, den Rang abgelaufen – er liegt in seiner Beliebtheit nur noch an dritter Stelle.

Der Grund dafür liegt wohl in ihren diversen Vorteilen. Im Gegensatz zu Hunden, die keinen besonders guten Geruch verbreiten, wenn sie nass sind, riechen Katzen immer lecker. Selbst wenn sie stundenlang durch strömenden Regen getigert sind (ja, Katzen machen so was!), stinken sie nicht, sondern riechen höchstens ein bisschen nach Schaf. Katzen sab­bern nicht und reinigen sich selbst.

Katzen brauchen nicht (zu nachtschlafender Zeit oder in aller Herrgottsfrühe) Gassi ge­führt zu werden, denn sie sind das einzige Haustier, das eine Toilette benutzt und seine Hinterlassenschaften verscharrt – drinnen gleichermaßen wie draußen. Ein weiterer und sehr angenehmer Vor­teil von Katzen ist, dass sie nicht hysterisch bellen, sobald die Türklingel ertönt, sondern bestenfalls das Weite suchen, um von einem sicheren Plätzchen aus aufmerksam zu beobachten, wer es wagt, ihre Ruhe zu stören. Noch ein Vorteil (vor allem für alleinlebende Menschen) ist der, dass Katzen gern schmusen. Sie lieben Körperkontakt, stupsen ihre Nase an unsere, ringeln sich auf unserem Schoß ein, wärmen als lebender Pelzkragen unseren Hals und schnurren uns in den Schlaf. Aufgrund dieser emotionalen Verbundenheit leben Katzenbesitzer statistisch ge­sehen übrigens ein paar Jahre länger als Menschen ohne pelzigen Untermieter. Die Miezen sind also auch gut für unsere Psyche.

Über den Ursprung der Hauskatze ist man sich nicht völlig einig, aber allge­mein wird davon ausgegangen, dass sie von der afrikanischen Wildkatze abstammt. Als die Menschen sesshaft wurden, schloss die Katze sich ihnen am Rand der Siedlungen an, als Nutznießerin der Abfälle vermutlich und wegen der vielen Ratten und Mäuse in den Kornkammern.

Die Domestizierung von Katzen begann vor rund sechstausend Jahren in Ägypten. Zeichnungen belegen, dass Katze und Mensch schon damals friedlich zusammengelebt haben.

Außer einer Zeitspanne im Mittelalter, in der die Samtpfoten als Schülerinnen des Teufels und Begleiterinnen von Hexen betrachtet wurden und mit ihnen auf dem Scheiterhaufen landeten und verbrannt wurden, gehören sie seitdem zum häuslichen Leben. Allerdings hat sich ihr Status im Laufe der Zeit deutlich zu ihren Gunsten verändert. Mussten sie früher mit der Jagd auf Mäuse und Ratten selbst für ihr Futter sorgen, so haben sie mittlerweile eine sehr komfortable Position als verwöhntes Heimtier erreicht – mit dem die Katzenfutterindustrie Milliardenumsätze erzielt.

Wie alle Kleinkatzen geht auch die Hauskatze auf den Zehenspitzen. An den Vorderbeinen hat sie fünf Zehen, von denen eine beim Gehen den Boden nicht berührt, an den Hinterbeinen vier. Die dreißig Zähne der Katze eignen sich hervorragend zum Zubeißen. An der Basis der großen Eckzähne befinden sich Drucksensoren, mit denen der Todesbiss exakt dosiert wird.

katzengebiss

Mit den Reißzähnen werden Fleisch und Knochen zerkleinert. Mit den verhornten Papillen der Zunge raspelt die Katze Fleischreste von den Knochen, außerdem dient die Zunge auch als „Bürste“ bei der Fellpflege und als „Schöpfkelle“ beim Trinken.

katze hat durst

So scharf wie der Mensch sieht die Katze nicht, dafür findet sie sich aber auch bei schwachem Licht problemlos zurecht – die schlitz­för­migen Pupillen werden dann kreisrund und groß. Farben allerdings nimmt sie sehr eingeschränkt wahr, vollkommen farbenblind ist sie aber nicht. Weil sie ihre Augen nur minimal nach links oder rechts bewegen kann, muss die Katze ihren Kopf drehen, um in eine andere Richtung zu sehen.

Das Gehör von Katzen ist besonders gut ausgebildet und dreimal so empfindlich wie beim Menschen. Um eine Schallquelle zu lokalisieren, verharrt die Katze und richtet die beweglichen Ohren in die Richtung, aus der das Geräusch kommt.

Der Geruchssinn ist bei der Katze nicht so gut ausgebildet wie das Gehör aber deutlich besser als bei Menschen. Katzen erkennen sich gegenseitig am Geruch, der über Geschlecht, Gene, hormonellen Status und Revieransprüche Auskunft gibt. Ihr Revier markieren sie mit Urin oder Duftstoffen ihrer Talg- und Schweißdrüsen. Der Tastsinn ist bei Katzen ebenfalls stark entwickelt. Über den ganzen Körper verteilt besitzen sie entsprechende Rezeptoren. Vor allem an Ober- und Unterlippe befinden sich hochsensible Schnurrhaare, die zum Beispiel eine zu enge Öffnung oder ein Hindernis anzeigen.

katze auf der jagd

Unsere Stubentiger sind Weltmeister im Balancieren und können sich bei einem Fall über mehrere Meter aus nahezu jeder Position in die Bauchlage drehen, aus der sie dann mit nach unten gestreckten Pfoten sicher auf dem Boden landen. Ihre Sprungweite beträgt das 14-fache ihrer Körperlänge.

Die weitverbreitete Meinung, Katzen seien Einzelgänger, ist widerlegt. Von Natur aus sind sie sehr sozial und lieben das Zusammensein mit Artgenossen. Trotzdem bleiben sie In­divi­dualisten, die selbst bestimmen, wo, wann und mit wem sie ihre Zeit verbringen. Leben sie nicht mit Menschen zusammen, bilden sie gern große Gruppen mit matriarchalischer Rangordnung.

Katzen kommunizieren mit Körpersprache, Lauten und Gerüchen. Ihren emotionalen Zustand signalisieren sie durch Bewegung und Haltung von Körper und Schwanz. Auch der Zustand der Pupillen und die Stellung von Ohren und Schnurrhaaren spielen eine Rolle. Wer diese Zeichen versteht, weiß genau, wie er sich verhalten sollte.

Drei Viertel ihres Lebens zu verschlafen, ist für Katzen völlig normal. Sie tun das über den Tag verteilt, wobei sich Tiefschlaf und oberflächlicher Schlaf abwechseln. Akuter Schlafmangel kann die Katze in wenigen Tagen töten, dauernde Unterbrechungen der Tiefschlafphase führen zu schweren gesundheitlichen Schäden. Nach dem Schlaf wird erst mal ausgiebig gegähnt, danach der Körper gestreckt und jedes Gelenk ausgiebig gedehnt. Damit erhalten sie die katzentypische Geschmeidigkeit.

entspannt

Im sechsten Lebensmonat ist eine Katze normalerweise geschlechtsreif, das heißt, sie ist fünf bis sechs Tage lang empfänglich. Sie rollt auf dem Boden herum, reibt sich an Gegenständen, streckt ihr Hinterteil auffordernd in die Höhe und signalisiert ihre Paarungsbereitschaft durch Duftstoffe im Urin und eindringliches Rufen. Wird sie in dieser Zeit nicht von einem Kater gedeckt, wiederholt sich der Vorgang nach drei Wochen. Der Akt als solcher dauert nur wenige Sekunden und ist für die Katze kein Vergnügen, weil sich am Penis des Katers Widerhaken befinden, die beim Zurückziehen einen krampfartigen Schmerz verursachen. Dieser Schmerz allerdings ist notwendig, um den Eisprung auszulösen.

Nach einer Tragezeit von rund 65 Tagen kommen bis zu sieben Kätzchen auf die Welt, die von verschiedenen Vätern stammen können. Bei der Geburt noch blind, öffnen die Katzenbabys nach ungefähr neun Tagen die Augen. Gesäugt werden sie ungefähr sieben Wochen, danach werden sie von der Mutter gefüttert und lernen das Erbeuten von Nahrung. Das Jagen und Töten von Beute hat eine Katze übrigens nicht im Blut, sondern muss ihr von der Mutter beigebracht werden. Ist das aus irgendeinem Grund nicht der Fall, weil sie zu früh von ihr getrennt wird zum Beispiel, lernt die Katze dieses Verhalten nie mehr und ist von Menschen serviertem Futter oder ergatterten Essensresten abhängig.

babykatzen

Sind die Jungen ungefähr vier Monate alt, wendet sich die Katze von ihnen ab, weil sie jetzt eigene Wege gehen sollen und können (zumindest in freier Natur). Lässt man Mutter und Junges zu­sammen, kann das zu Raufereien und deutlich demonstriertem Unbehagen der Mutterkatze führen. Das zeigt sich unter anderem darin, dass sie unsauber wird, ih­ren Nachwuchs “verdrischt” oder nur noch zum Fressen nach Hause kommt – falls sie das Vergnügen hat, raus zu dürfen.

Es gibt noch viele Informationen über unser zauberhaftes Haustier, die aber wären ein eigenes Buch wert.


Geschichte aus: Das kunterbunte Katzenbuch

Würgegriff

kampf-der-titanen

Wenn Männer kämpfen, geht’s zur Sache. Und hier zeigt der Schwarze dem Roten, wo der Hammer hängt. Mit kräftigem Würgegriff.

kampf-der-titanen

Und eines muss auch mal gesagt werden: Es ist immer der Rote, der anfängt …

Minusgrade am Ammersee

Katzen-winter

Moritz graust es vor gar nichts – wettermäßig. Er geht raus, egal, was für Temperaturen herrschen. Aber im Gegensatz zum Sommer, wo er oft tagelang verschwunden ist, kommt er bei Winterwetter regelmäßig heim, und dann sucht er sich auch ein warmes Plätzchen. Davon gibt es mehrere: Heizung im Wohnzimmer. Heizung im Arbeitszimmer. Karton. Meine Beine.

Ab und zu nimmt er auch ganz frech Rossos Lieblingsplatz in Beschlag. Rosso trägt’s mit Fassung …

Katzen-winter

Rosso auf dem Dach

Rosso auf dem Dach

Da staunt mein roter Racker … nanu, wie kommt die denn dort runter?

Er geht nach wie vor nur bis zur Katzenleiter. Dort bleibt er hocken, guckt in den Garten runter und kommt dann wieder “heim” gerannt. meist wie der Blitz .

So auch gestern Abend, als Martl Holmes uns mal wieder einen kleinen Besuch abgestattet hat.

Lili und ihre Kartons

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Wie man dem Handwerker das Handwerk legt

kabelschutz

Der Elektriker … hätte beinahe wieder zugeschlagen.

Die Lampe von neulich hab ich aus dem Schlaf- ins Arbeitszimmer transportiert. Dort gefällt sie mir deutlich besser. Sie passt nämlich perfekt zum Design meines MAC.

schreibtischlampe

Das Kabel unter dem Tisch habe ich auch schön in einem Kabelschlauch versteckt.
kabelschutz

Aber das Stück AUF dem Schreibtisch habe ich vernachlässigt. Da war unbedacht und ein Fehler! Denn saß ich doch vorhin vor dem Computer, als Rosso der Elektriker auf den Tisch sprang und … sich an genau diesem Kabel zu schaffen machte. Ich reagierte SOFORT!

Eine Sekunde später, und auch dieses Kabelstück wäre durchgebissen gewesen. Doch ich konnte es gerade noch retten.

kabel

Da der Nachschub für meinen aufgebrauchten Kabelschlauch noch nicht da ist, war guter Rat nun teuer. Ich brauchte was, um das Kabel zu schützen. Eine Röhre, welcher Natur auch immer.

Ich ging im Arbeitszimmer umher, überlegte und schickte meinen Blick in die Regale. Eine Röhre aus Karton suchte ich. Fand aber keine. Dafür fand ich Papiermuster – in eine Spirale gebunden. Das war die Idee!

Ich fummelte das Papier aus der Spirale und das ist das Ergebnis.
kabelschutz

Und ich finde, es sieht sogar sehr dekorativ aus!

Rosso der Elektriker

kabel repariert

kater

Just gestern Abend dachte ich, ich sollte man einen kleinen Artikel darüber schreiben, wie lieb ich mein Rosinchen habe. Da lag er nämlich mal wieder wie hingegossen da und tat so, als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun. Stimmt aber nicht! Fliegen fängt und frisst er.

Dagegen habe ich nichts.

Ich habe auch nichts gegen sein Engagement als Trockenbauer. Überhaupt nicht! Auch wenn es nach seiner Arbeit aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, denn Aufräumen ist nicht so sein Ding!

Bei seiner Funktion als Käsedesigner sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Ist aber nicht besonders tragisch. Und auch meine Schuld, wenn ich Käse auf der Anrichte liegen lasse. Zwar in Frischhaltefolie gewickelt. Aber wer Kabel “prüfen” kann, der lacht sich kaputt über eine dünne Frischhaltefolie …

Wenn der rote Racker aber als Elektriker fungiert, hab ich ihn für ein paar Minuten gar nicht lieb, denn dann reißt mir der Geduldsfaden!

Gestern habe ich eine neue Lampe angeschlossen; Leselampe für mein Bett, die alte hatte den Geist aufgegeben. Schon als ich sie hingestellt habe, dachte ich mir, hoffentlich zerbeißt er nicht das Kabel. Da aber exakt die gleiche Lampe schon seit Monaten von ihm unbehelligt im Wohnzimmer steht, dachte ich mir, na ja, vielleicht lässt er dieses Kabel auch in Ruhe.

Aber: FALSCH GEDACHT!

Denn vorhin lag ich noch im Bett, Lieschen und Moritz zu meinen Füßen, ich plötzlich so ein merkwürdiges Geräusch hörte, gar nicht weit von meinem Kopf entfernt.Es war so eine Mischung zwischen Knistern, Knabbern und Knuspern … wirklich schwer zu beschreiben, das Geräusch. Also ging ich dem Geräusch auf den Grund. Und, was war? Rosso der Elektriker hatte mal wieder zugeschlagen.

Sein Faible, in die Rolle des Elektrikers zu schlüpfen, hat er letzten Dezember entdeckt. In der Adventszeit genau gesagt. Als ich draußen auf meiner Terrasse die Lichterkette montiert hatte. Das ist ja jedes Jahr immer wieder spannend, denn wenn innerhalb der Kette nur ein einziges Lämpchen kaputt ist, ist Schluss mit Leuchten. Also, ich die Kette zwischen den Pflanzen und im Baum arrangiert, den Stecker in die Steckdose gesteckt … und: Es ward Licht!

Aber nur für wenige Sekunden, dann ward wieder Dunkel. Rosso der Elektriker hat das Kabel “geprüft”. Durchgebissen, konkret gesagt. Also ich zum Werkzeugkasten (für eine Frau hervorragend ausgestattet! Ich hab auch ne Bohrmaschine …), Lüsterklemmen, Schraubenzieher und Zange rausgeholt. Nach ein paar Minuten leuchtete die Lichterkette wieder. Dieses Mal für cirka eine halbe Stunde. Dann ward erneut Dunkel. Der Elektriker hatte das Kabel an einer anderen Stelle “geprüft”!

Auch diese Stelle habe ich mittels Lüsterklemmen wieder repariert – und danach das Kabel hinter Reisigzweigen in Sicherheit gebracht.

Gar nicht viel später meinte er wohl, das Kabel meiner Kopfhörer prüfen zu müssen. Da funktionierte das mit den Lüsterklemmen nicht (warum, weiß der Geier) … ich konnte die Kopfhörer wegschmeißen!

Und jetzt wieder eine Lampe.

kabel durchgebissen

Das mit den Lüsterklemmen hat zwar geklappt, aber erst im zweiten Anlauf. Denn der erste Versuch scheiterte. Aber ich habe ja einen Bruder, der ist Ingenieur. Und: Dem Ingenieur ist nichts zu schweur! Den habe ich angerufen und gefragt, ob man mit den Lüsterklemmen was falsch machen könne. Man müsse auf die Farben der Drähte achten, meinte mein Bruder. Das wusste ich schon. Aber meine Drähte waren beide weiß. “Komisch”, sagte mein Bruder. Dann guckte ich mir die Drähe nochmal genau an und stellte fest, dass zwar beide weiß waren, einer davon aber einen grauen Längsstreifen hatte. Dann stellte ich noch fest, dass ich den Draht ohne Streifen mit dem Draht mit Streifen verbunden hatte – und umgekehrt. Also ich die Drähte in den Lüsterklemmen getauscht … und Tatää! … es ward wieder Licht!

Dann habe ich den letzten Rest meines Kabelschlauchvorrats um das Kabel gewickelt.
kabel repariert

An diesem Kabel wird jetzt nichts mehr “geprüft”.

Und damit die von der Prüfung durch meinen Super-Elektriker verschonte Lampe im Wohnzimmer einer “Prüfung” entgeht, habe ich eben einen weiteren Kabelschlauch bestellt. Der kommt nächste Woche und ich hoffe, dass der fleißige Handwerker bis dahin auf “Prüfungen” und Tests jeglicher Art verzichtet.

PS: Die Kabel in meinem Arbeitszimmer (Computer und alles, was an ihm dran hängt) und die vom Fernseher stecken alle bereits in Kabelschläuchen. Denn wenn er die “prüfen” würde, könnte das eine teure Angelegenheit werden.

Rossos Nebenjob

kaesetester

Nachdem wir festgestellt haben, dass Rossos Job als Bürodiener nicht ausreicht, um sein sein anspruchsvolles Leben zu finanzieren, hat der rote Racker nun einen Nebenjob angetreten: er fungiert als Käse-Designer.

kaesetester

Gestern hat er ja getestet, ob er sich dazu eignet, und dabei kam er zu der Erkenntnis, dass Käse-Designer sein ultimativer Lieblingsjob ist.

Nun, ich bin tolerant und akzeptiere seinen Entschluss. Leider steht sein Stundenlohn in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten des Käses, aber was letztlich zählt, ist der gute Wille. Und es ist mein persönliches Anliegen, dass meine Katzen sich selbstverwirklichen dürfen. Was dem Mensch recht ist, ist dem Kater teuer! (Oder andersrum)

Hier das Ergebnis.

kaese

Wenn Rosso so weiter macht, wird er bestimmt eine Medaille gewinnen. Als Cheese-Designer of the Ammerlake.

Mundraub

mundraub

Da hat mal wieder einer der pelzigen Herren zugeschlagen. (Lieschen hat fast keine Zähne mehr.) Was die Racker so alles für Vorlieben haben: Kuchen (!), Fisch, Wurst, Schinken, Joghurt, Butter und natürlich … Käse. Nix kann ich unbeobachtet auf der Anrichte liegen lassen. Heute war’s mal wieder der Käse, der so verlockend war.

mundraub

P. S.: Neulich habe ich in einer Hinterlassenschaft von Rosso Alufolie gefunden. Darin war ursprünglich Kuchen eingepackt gewesen … ich konnte mich noch erinnern an die zerfledderte Folie.

Freunde?

katzenbesuch

Martl Holmes war wieder zu Besuch, und dieses Mal hat Rosso nicht geschlafen. Ob aus den beiden Freunde werden, steht allerdings in den Sternen. Rosso hockte nur ein paar Sekunden auf der Brüstung und hat dann blitzartig die Fliege gemacht.

katzenbesuch

Marl verweilte nicht lange und machte sich dann wieder auf die Socken.

katzenbesuch

Ihm auf den Fuß folgte Moritz, der Martls Besuche ziemlich gelassen nimmt. Liegt vermutlich daran, dass sie sich draußen öfter über den Weg laufen. Seine Besitzerin sagte neulich, dass sie gemeinsam strawanzen gehen … Katerkumpels sozusagen.

kater moritz

dachkater

Der kleine Trockenbauer war fleißig

Kam doch neulich wieder ein Karton. Auf dem stand, dass man eventuelle Fehler melden solle.

karton

Rosso begutachtete den Karton ausgiebig und fachkundig und kam zu dem Ergebnis, dass er einen gravierenden Fehler hatte. Zu gerade Kanten! Wenn Rosso was nicht leiden kann, sind es gerade Kanten. Schlussfolgerung: Die mussten dringend bearbeitet werden! Gedacht, getan … der rote Trockenbauer machte sich mal wieder an die Arbeit.

rosso

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Besuch von Martl Holmes

martl Holmes

Martl hat sich etliche Wochen nicht blicken lassen. Doch gestern stand er plötzlich wieder auf der Matte – und hat es sich zwischen den Blumentöpfen auf der Terrassenbrüstung bequem bequem gemacht.

martl Holmes

Rosso hat das gar nicht mitgekriegt, weil er unterm Tisch lag und den Schlaf der Gerechten schlief.

rosso-unter-dem-tisch

Martl verweilte ein Weilchen und machte sich dann wieder auf den Heimweg. Mit freundlichem Gruß auf den Lippen …

martl-auf-dem-dach

Als Rosso dann wach war, stellte er ziemlich schnell fest, dass ein Eindringling auf seinem Lieblings-Ausguck-Platz auf der Terrassenbrüstung seine Geruchsspuren hinterlassen hat … Frechheit!

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Grasfrosch gerettet

grasfrosch

Sitze ich eben am Schreibtisch und arbeite, da höre ich zwei Geräusche. Ein Getrappel und ein Gequietsche. Ds Getrappel kam von Rosso, das Gequietsche – von einem Frosch. Der von der Terrasse in mein Arbeitszimmer sprang.

Da hockte er dann. Unter meinem Bürostuhl. Ich habe ein Papiertuch geholt, den Frosch eingefangen und runter in den Garten getragen. Dann öffnete ich das Papiertuch – der Frosch bewegte sich kaum noch. Gott sei Dank stand unter dem Balkon meiner Nachbarin eine kleine Wanne mit Wasser drin (zum Blumengießen). In diese Wanne habe ich den Frosch gelegt, und er schwamm auch gleich umher.

grasfrosch

Aber wohin nun mit dem Frosch? Und vor allem, wo kam er her? Dass entweder Lieschen oder Moritz ihn gebracht hatten, war klar. Aber wo hatten sie ihn erbeutet?

Ich habe gegoogelt und entdeckt, dass Frösche in Seen leichen. Also trage ich ihn wieder zurück in den See, dachte ich. Gedacht getan. Schüssel mit dem Frosch drin zum See gefahren. Schüssel rausgeholt und zum Ufer getragen. Dort hat mir ein freundlicher Holländer geholfen, den Frosch freizulassen.

Es hat ne Weile gedauert, bis er ins Wasser schwamm, und ich dachte schon, die Aktion sei damit erledigt. War sie aber nicht, denn das Fröschlein schwamm wieder zurück ans Ufer und wollte raus.
Der Holländer hat mir dann erklärt, dass Grasfrösche nur zum Laichen ins Wasser gehen und ansonsten im “Gras” leben. Also haben wir wieder Wassser in die Schüssel gefüllt, das Fröschlein reingesetzt und auf die Wiese getragen. Vor einem Gebüsch haben wir ihn dann abgesetzt und gewartet. Er hockte noch eine Weile in der (auf die Kante gestellte) Schüssel, hopste dann aber ins Laub im Gebüsch.

grasfrosch

Nun hoffe ich, dass es dem kleinen Kerl (vermutlich war es ein Weibchen) gut geht!

Gestatten: Simba

weißer Kater

weißer Kater

Dieses pelzige Schneeflöckchen lebt in Buchloe, heißt Simba und ist die ganz große Liebe von Nadja. Sie ist zu dem Kater gekommen wie die Jungfrau zum Kind und kann sich ihr Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Wir gut wir alle das verstehen …

Und jetzt, wo das Wochenende vor der Tür steht, stehen auch ganz viele Streicheleinheiten vor bzw. hinter der Tür. Denn Nadja arbeitet den ganzen Tag. Umso mehr freut sie sich auf die Stunden, die sie mit ihm verbringen kann. Obwohl der Herr Kater auch gern strawanzt …

Da liegt einer in MEINEM Karton!

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Rosso wundert sich. Da hat doch jemand SEINEN Karton in Beschlag genommen! Wie gut, dass im Flur ein nagelneuer Ersatzkarton steht …

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Seit zwei Tagen ist es kühl am Ammersee. Und es regnet. Da zieht Moritz es vor, sein Schläfchen in der Wohnung zu halten. Und zwar in Rossos Karton.

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Wie man deutlich sehen kann, hat Rosso, der kleine Trockenbauer, sich sehr viel Mühe gemacht, den langweilig geraden Wänden eine neue Form zu geben …

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Die scheint Moritz auch zu gefallen, denn er liegt jetzt nur noch dort drin. Wenn er daheim ist …
Außerdem ist es dort auch sehr weich: Kissen + Kaninchenfell.

P.S.: Wie man sehen kann, hat Rosso gleich begonnen, den neuen Karton zu bearbeiten …

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Seltener Anblick

schlafende Kater

Für viele Katzenbesitzer ist so ein Anblick völlig normal. Für mich ist er nicht normal, denn es passiert selten, dass Moritz im Sommer mal daheim ist. Er kommt zum Fressen – und macht sich dann wieder auf die Socken. Normalerweise …

schlafende Kater