Kategorie: Kunterbuntes

Yarrah – der etwas andere Tierfutterhersteller

Den Tierfutterhersteller Yarrah habe ich vor fünfeinhalb Jahren kennengelernt. Der Anlass war sehr traurig, denn bei meiner geliebten Lili wurde Lymphdrüsenkrebs festgestellt, und ich war auf der Suche nach einem Futter für meinen Liebling – denn die ohnehin schon immer mäkelige Katze war noch mäkeliger geworden und ich befürchtete schon, sie würde nicht an ihrer Krankheit sterben, sondern verhungern.

Dann entdeckte ich per Zufall im Biomarkt im Nachbarort eine Katzenfuttersorte, die ich bis dato noch nicht kannte: Yarrah. Ich kaufte probeweise eine Schale Futter mit Lachs, und was war es für eine Freude für mich zu sehen, dass Lili das Futter schmeckte! Hier habe ich darüber geschrieben.

Ich fuhr wieder zum Biomarkt und kaufte ein Dutzend der Yarrah-Schälchen mit Lachs, und weil Lili dieses Futter nach wie vor schmeckte, schrieb ich eine E-Mail an Yarrah und bedankte mich.

Und was machte Yarrah? Die Firma antwortete umgehend und freute sich mit mir, dass Lili das Futter mochte.

Und wenige Tage später drückte mir der Postbote einen Karton in die Hand. Absender: Yarrah. Inhalt des Kartons: Lilis neues Lieblingsfutter. Ein Geschenk von Yarrah für meinen kranken Liebling.

Seitdem kenne ich also Yarrah und bekomme immer wieder E-Mails über neue Ereignisse bei und um Yarrah. So auch dann, als sie ein neues Biofutter eingeführt haben und meine Leisetreter es testen durften.

katzenfutter von Yarrah

Heute bekam ich wieder eine E-Mail, und dieses Mal wurde ich darüber informiert, dass Yarrah die Katzentempel-Restaurants unterstützt. Die Katzentempel sind eine kleine Restaurantkette, in denen Katzen aus dem Tierschutz ein neues Zuhause gefunden haben. Ich finde, das ist eine ganz wunderbare Idee, denn alle Beteiligten freuen sich: die Katzen, die Restaurantinhaber und nicht zuletzt die Gäste, die beim Essen Katzen streicheln dürfen – oder ihnen einfach beim Schlafen zuschauen.

In den Katzentempeln wird (den Menschen) veganes Essen serviert, und die Katzen bekommen kostenloses Futter von Yarrah!

Apropos Yarrah … Lili ist ja vor viereinhalb leider Jahren gestorben, und Moritz und Lieschen sind ihr Ende des vergangenen Jahres in den Katzenhimmel gefolgt. Nun habe ich nur noch Rosso, und der bekommt natürlich auch Futter von Yarrah. Nicht nur Lachs, sondern alle möglichen Sorten … wobei er die Bröckelchen lieber mag als die Pastete. Aber ich wechsle die Futtersorte täglich ab, damit meinem Rosinchen nicht langweilig wird – geschmacksmäßig.

Und wer jetzt vielleicht meint, dies sei ein bezahlter PR-Artikel für Yarrah, der irrt sich. Ich habe diesen Blogbeitrag geschrieben, weil ich Yarrah und seine Einstellung prima finde. Und weil Rosso das Yarrah-Futter mag. Das ist übrigens getreidefreies und nachhaltiges Biofutter. Natürlich kostet es mehr als das übliche Supermarktfutter, dafür ist es aber auch deutlich gesünder! Und das ist mir wichtig.

Cats – Walter Chandoha

Von 1942 bis 2018 hat der weltbekannte Fotograf Walter Chandoha seine Lieblingstiere vor die Linse genommen: Katzen. Und nun gibt es seine schönsten Fotos aus mehr als 70 Jahren in einem Buch.

“Cats” heißt es und zeigt auf fast 300 Seiten die Leisetreter aller möglichen Rassen und in allen auch nur erdenklichen Positionen und Situationen und an unterschiedlichsten Orten. Katzen im Sprung, Katzen auf der Lauer, Katzen beim Schlafen, Katzen beim Rennen, Katzen als Fotomodell, Katzen beim Spazierengehen, Katzen allein, Katzen in Gruppen, Katzen beim Mäusefangen, Katzen auf Bäumen, Katzen bei Spielen. Katzen … Katzen … Katzen

Da geht uns Katzenliebhabern das Herz auf.

Das Buch ist ziemlich groß und dick, erschienen ist es beim Taschen Verlag und dort kann man es für 40 Euro auch kaufen. Prima Weihnachtsgeschenk für alle Menschen, die Katzen lieben!

Katzenaugen

Es ist spät am Abend, und ich frage mich, wo Herr Rosso sich rumtreibt.

Die Antwort lautet: auf dem Dach

Den ganzen Tag über hängt meine Rosine auf der Terrasse oder in der Wohnung oder in meinem Arbeitszimmer rum. Aber sobald es dunkel wird, zieht es ihn aufs Dach …

Das neue Kratz-, Spiel-, Fummelbrett

Vor wenigen Tagen bekamen Rosso und ich das Angebot, ein Kratz-Spiel-Fummelbrett der Firma Canadiancat-Company zu testen. Da haben wir natürlich Ja gesagt.

Gestern nun kam der Postbote – mit einem großen Paket in der Hand. Herr Rosso war sehr neugierig und musste das Paket umgehend begutachten.

Dann wurde ausgepackt und alles untersucht.

Dann war SOFORT Krallenpflege angesagt. Ausgiebig.

Nach vollführter Krallenpflege habe ich ein paar Futterkörnchen im Kratzbrett versteckt. Die hat der rote Racker natürlich sofort erschnüffelt.

Dann hat er sich auf dem Kratzbrett bequem gemacht, ein bisschen darauf rumgelümmel und entspannt.

Nochmal nach Futter suchen, dann ein bisschen Körperpflege und schließlich die Frage: Was kommt jetzt?

Die mitgelieferte und ins Kratzbrett gestreute Katzenminze hat Herrn Rosso übrigens nicht interessiert … werde ich heute mit den Staubsauger wieder raussaugen. Bröselt nur rum … das Zeug.

Die mitgelieferten beiden Spielbälle haben ihn auch nicht sonderlich interessiert. Das Futter war deutlich wichtiger …

Das gesamte Kratzbrett ist aus Karton. Und wie lange die Oberfläche Rossos Krallen standhält, wird sich zeigen. Denn er kratzt darauf herum wie ein Wilder.

Also, wer für seine Katzen auch so ein prima Kratz-, Spiel-, Fummelbrett haben möchte, kann das
bei der Canadiancat-Company.com machen. Die haben so viele von den Dingern, dass sie sie sogar verkaufen …

Neues vom weißen Katzenkönig

Simba hat vor einiger Zeit seiner Dosenöffnerin große Sorgen bereitet. Mehrfach kam er heim mit bösen Verletzungen am Bauch.

Ich kenne das nur allzu gut. Moritz, der leider im Katzenhimmel ist, kam auch öfter heim mit Verletzungen. Meistens hat er sich eine Kralle rausgerissen. Wie er das geschafft hat, ist mir bis heute ein Rätsel.

Wie dem auch sei, Simba geht es gut. Und er macht es sich gern bequem auf dem Sofa von Nadja. Und die freut sich natürlich, wenn ihr weißer Liebling nicht strawanzt. Denn ein kleines bisschen Angst bleibt bei einer Freigängerkatze immer. Die Gefahren draußen lauern einfach. Dagegen kann man als Katzenbesitzer nichts tun – nur sich freuen, wenn der pelzige Liebling regelmäßig und unversehrt nach Hause kommt.

Sir, Sie haben geklingelt?

Meine liebe Freundin Esther musste sich von ihrer Katze verabschieden (Nierenversagen!). Und sie hat genau das Richtige gemacht: Sie hat eine kleine Katze adoptiert, genau gesagt ein Geschwisterpärchen. Hela und Pablo. Beide pechschwarz.

Und wenn die beiden einen kleinen Appetit auf ein Leckerchen verspüren, dann machen sie, wie es sich in vornehmen Haushalten gehört: Sie klingeln.

Hela hat ein bisschen länger gebraucht, bis sie kapiert hat, wie das geht, aber mittlerweile beherrscht sie das Klingeln auch perfekt.

Und hier noch das “High-Five-Spiel”. Sehr gelehrig, das Geschwisterpärchen!

Rossos neuer Lieblingsplatz

Und schon wieder hat mein Rotling einen neuen Lieblingsplatz: das rote Herz, das ich vor kurzem zum Wasseraufsaugen benutzt habe. Die golfballgroßen Hagelkörner, die am Pfingsmontag hier im Ort alles zerschlagen haben, auch die Pflanzen auf meiner kleinen Terrasse und Balkon, haben nicht nur Grünzeug vernichtet, sondern auch große Löcher ins Dach geschlagen.

Und so hat es ins Dach hineingeregnet, das Wasser hat sich einen Abfluss gesucht und ihn in meinem Dachfensterrahmen im Kleiderzimmer gefunden. Dort lief das Wasser wie aus dem Wasserhahn ins Zimmer. Gott sei Dank habe ich das schnell mitgekriegt und alles, was unter dem Fenster stand, weggeräumt und den pitschnassen Teppichboden mit Badetüchern und eben dem dicken roten Herz aufgesaugt.

Das Herz habe ich dann zum Trocknen auf den Terrassentisch gelegt (erfreulicherweise scheint seit drei Tagen die Sonne), und seit es nahezu trocken ist, hält der Rotbär sein Nickerchen darauf.

Hunger

trockenfutter

Als Rosso vor fast vier Jahren in mein Leben trat (was für ein wunderbares Ereignis!), habe ich ihm Nassfutter gegeben. Das hat er mit großem Appetit gefuttert.

Dann habe ich verschiedene Trockenfutter-Testangebote bekommen, und dabei hat Rosso festgestellt, dass er lieber Trockenfutter schnabuliert.

Dann habe ich noch ein Fummelbrett zum Testen bekommen, und dann war mit Rossos Vorliebe alles klar: Trockenfutter!

Das behagt mir zwar gar nicht, und so gelingt es mir zumindest, ihm jeden Tag ein Schälchen Yarrah-Nassfutter vorzusetzen. Er futtert also halbe:halbe.

Trotzdem hockt er immer wieder demonstrativ vor dem Fummelbrett: Und was diese Pose bedeutet, da braucht wohl niemand lange rumzurätseln. Sh. oben.

PS: Ich muss das Fummelbrett unbedingt einer ausgiebigen Dusche aussetzen …

Katzentabletten

tabletten

Nehmen Sie auch Medikamente? Haben Sie einen zu hohen Blutdruck? Neigen Sie zu Depressionen? Finden Sie oft keinen Schlaf? Leiden Sie unter den Nebenwirkungen, die der Bewegungsmangel mit sich bringt?

Fragen über Fragen. Ihr Arzt muss Ihnen viele Medikamente verschreiben. Das wird teuer und zwiespältig. Zwiespältig deshalb, weil die verschiedenen Tabletten durchaus unerwünschte Interaktionen bewirken können. Zudem ist die ärztlich verschriebene Chemie oft sogar lusttötend, weil sie sich im dümmsten Fall nicht einmal mit einem Glas Wein verträgt. Was macht man da? Man studiert den Beipackzettel und sucht nach alternativen Möglichkeiten.

Ich kenne ein natürliches Medikament, das alle Ihre Probleme lösen kann und fast nebenwirkungsfrei ist. Nur in Ausnahmefällen werden allergische Reaktionen ausgelöst. Es lohnt sich aber, wenn Sie diese allenfalls auf sich nehmen, weil Sie dafür ausgeglichen und fröhlich werden, sich wieder lustvoll bewegen, und abends, wenn sie das Wundermedikament im Bett zu sich nehmen, in erholsamen, wahrhaft traumhaften Schlaf fallen.

Natürlich möchten Sie jetzt wissen, wo um Himmelswillen Sie dieses Wundermedikament bekommen. Ganz abraten muss ich Ihnen vom Gang in die Apotheke. Dort werden Sie nämlich nicht fündig. Da ist der Tipp mit dem Tierheim schon wesentlich besser. Dort finden Sie die feline Wundermedizin in jeder beliebigen Form. Wenn Sie ein liebenswerter Mensch sind, bekommen Sie vielleicht sogar eine kostenlose Heimlieferung, denn die Medizin, von der hier die Rede ist, kommt nicht selten freiwillig und unaufgefordert zu Ihnen.

Ja, jetzt haben Sie mich durchschaut: Gemeint ist die Katze, die für Seele und Geist die beste Therapeutin ist. Katzenbesitzer werden mir ganz sicher nicht widersprechen.

Eines muss ich sicherheitshalber aber doch noch anmerken: Damit die Arbeit Ihres Arztes trotz meiner Erkenntnisse nicht für die Katze ist, sollten Sie Ihre Compliance bewahren und katzensubsidiär die Ihnen verordneten Medikamente ebenfalls einnehmen. Das sind sie nämlich Ihrer Katze schuldig. Die will auf jeden Fall, dass Sie ganz lange gesund und mit ihr glücklich bleiben.

Peter-Jürg Saluz

Und noch ein Gedicht

rosso

Die Überschrift ist nicht ganz korrekt, dann es ist nicht “noch” ein Gedicht, sondern das erste hier im Blog.

Autor ist Peter-Jürg Saluz. Vielen Dank,lieber Peter! Rosso und ich freuen uns sehr über deine lieben Zeilen – gereimt noch dazu!

Rosso und ich sind übrigens auch sehr froh, dass der kleine Kerl wieder fit ist!

Feline Menschenhaltung

Mailart-Gyuris

Immer mehr Katzen halten sich Menschen – dieser Umstand wächst sich allmählich zu einem Problem aus. Die katzenverwöhnten Zweibeiner entwickeln zunehmend konjunkturfeindliche Eigenschaften: In Regionen, wo Menschenhaltung durch Katzen überhand nimmt, werden immer weniger Rüstungsgüter produziert, weil das Aggressionsgen der durch ein Dauerschnurren eingelullten Zweibeiner allmählich verkümmert.

Zudem nehmen die Konsum- und die Reiselust drastisch ab. Die Forschung hat entsprechende Kausalitäten bereits erforscht und aufgedeckt. Offenbar locken ferne Reiseziele nicht mehr, wenn sich der Mensch für Tage, Wochen oder gar Monate von seiner vierbeinigen Halterin entfernen muss. Selbst ein kurzer Kinobesuch ist nicht mehr attraktiv.

Die ursprünglichen Hoffnungen der Wirtschaft bleiben unerfüllt, denn die Essgewohnheiten katzenbetreuter Menschen haben sich nicht verändert. Daher sind die Lebensmittelumsätze mehr oder weniger gleich geblieben. Das erhoffte Wachstum kann aber auch nicht auf anderem Weg erreicht werden. Eine randomisierte Studie hat nämlich Erschreckendes zutage gefördert: Die von echten Katzen gehaltenen Menschen werden offenbar wunschlos glücklich, was bei einer zweiten Versuchsgruppe mit Plüschkatzen nicht beobachtet werden konnte. Wenigstens müssen die Hersteller von Spielwaren also nicht befürchten, dass ihre Spieltiere einen Placeboeffekt mit
unerwünschten Folgen bewirken.

Wie man mit felingehaltenen Menschen umgehen soll, wird derzeit weiter erforscht. Es steht ein EU-weites Verbot von Antiallergenen und ein gleichzeitiges Verbreiten ungepflegter Katzenhaare zur Diskussion.

Einen positiven Effekt der Menschenhaltung durch Katzen haben die Forschenden aber trotzdem entdeckt: Katzen sind inspirierend und kreativitätsfördernd. Allerdings wird dieses Positivum gleich wieder zunichte gemacht, weil das Katzenregime den menschlichen Untertanen ziemlich schnell einen Tunnelblick verpasst. Wenn sich daher alles nur noch um die Katze dreht, geht der Inspirationsgewinn gleich wieder verloren. Der Katzengehaltene wird nicht nur träge, er wird auch phantasielos. Gute Geschichten wird er nicht mehr erfinden, höchstens hin und wieder einen Text der vorliegenden Art.

Peter-Jürg Saluz

E-Mail von Herrn Schwarz

schwarzer Kater

Liebe Renate,
in meinem Quartier nennen mich alle höchst respektvoll Herr Schwarz. Das ist angemessen, aber eigentlich würde ich lieber einen Adelstitel tragen. Als Quartierchef kann ich über ein Heer von menschlichen Untertanen verfügen. Ich weiss daher, was sich in den Köpfen dieser Zweibeiner abspielt, wenn sie traurig sind. Niedergeschlagen trifft man diese seltsamen Wesen oft dann an, wenn jemand aus der Tierfamilie seine letzte Reise antreten musste.
Offenbar bist auch Du aus so einem Grund traurig. Ich weiss daher nicht, ob ich Dir eine Katzenweisheit zumuten darf. Es ist aber klar, dass nur wir Katzen das Trösten richtig beherrschen, obwohl es ausgerechnet auch wir sind, die – allerdings immer unfreiwillig – für die grösste Traurigkeit sorgen. Vielleicht glaubst Du mir trotzdem, dass meine Artgenossen und ich die besten Tröster sind. Man könnte uns fast als Seelenmedizin bezeichnen. Im Gegensatz zu echter Medizin, die nie unbestellt frei Haus geliefert wird, bekommt man uns oft unerwartet franko Domizil. Das kann auch Dir passieren, wenn Du Dich einer neuen Katze unterordnen kannst. Mit Leckerli musst Du sie übrigens nicht anlocken. Es genügt durchaus, wenn Du Deine Bettdecke hochhebst, dann kann kein Schmusetier der Verlockung lange widerstehen…

Ich wünsche Dir von Herzen, dass bald ein lautes Schnurren jede Traurigkeit überdeckt.

Mit Katzengrüssen

Herr Schwarz, Nachbar von Katharina + Peter-Jürg Saluz

PS
Leider kann ich diese Nachricht nicht unterzeichnen, weil mir die Stempelfarbe für die rechte Vorderpfote abhanden gekommen ist. Ich identifiziere mich daher mit obigem Bild.

Selbstbedienungsladen

knabberzeug

Dachte heute, bringste Rosso mal was zum Knabbern mit. Ein Stängchen rausgeholt – wurde gleich aufgefuttert.

Dann bin ich in mein Arbeitszimmer gegangen. Dort hatte ich eine Weile zu tun. Als ich zurück kam, fand ich das da oben in der Küche. Der Geruchssinn von Katzen scheint doch besser zu sein, als vermutet. Ich darf wirklich nichts liegen lassen …

Das neue Jahr ohne Moritz

schwarzer Kater

Hier ist das letzte Foto von meinem süßen und sehr geliebten Moritz.

Ich bin sehr traurig und werde später irgendwann darüber schreiben. Wenn es meinem Gemüt besser geht.

Dass mein kleiner Racker auf dem Foto direkt neben einem Buch mit dem Titel “Love” liegt, passt. Elfeinhalb Jahre hat er mein Leben bereichert – mein geliebter schwarzer Buddha.

Weihnachtlicher Stubenarrest

Seifenbad

Wie oft Moritz sich schon eine Kralle rausgerissen hat – ich weiß es nicht mehr. Dreimal auf alle Fälle. Wie er das schafft, ist mir ein Rätsel …

Vor ein paar Wochen war es wieder mal so weit. Er hockte auf dem Sideboard und ich sah schon von weitem, dass die linke Hinterpfote blutig war. Ich Moritz geschnappt und nachgeschaut. Ergebnis: die linke äußere Kralle war rausgerissen und die Zehe entzündet. Also Tierarzt.

Dort wurde er versorgt, die Pfote wurde in einem Seifenbad gebadet, und er bekam eine Antibiotikum-Spritze. Die musste ich nach zwei Tagen dann daheim wiederholen. War übrigens nicht lustig … denn das Antibiotikum brennt, wenn man es spritzt.

Ich beobachtete die Zehe und sie sah immer besser aus. Doch nach einer Woche plötzlich war sie wieder geschwollen und rot. Sie war also wieder entzündet. Ich rief die Tierärztin an, die war nicht daheim. Da es früher Abend war und ich unbedingt die Pfote behandeln lassen wollte, suchte ich den Tierarzt drei Dörfer weiter auf. Der verabreichte Moritz eine entzündungshemmende Spritze und wusch die Entzündung mit Salzlösung aus. Ich sollte die Zehe ein paar Tage beobachten und mit Antibiotikum erstmal abwarten.

Die ersten Tage schien die Zehe zu heilen, die Entzündung ließ nach, ich war beruhigt. Doch gestern sah ich, dass die Zehe wieder rot war, ich sprühte entzündungshemmende Tinktur drauf. Dann marschierte Moritz von dannen und ließ sich bis heute früh nicht sehen.

Ich warf einen Blick auf die Zehe – sie sah nicht gut aus! Ich rief die Tierärztin an. Ihr Fazit: Das Antibiotikum hatte wohl nicht alle Bakterien abgetötet und die haben sich wieder ans Werk gemacht.

Bei meinem letzten Besuch beim Tierarzt hatte ich mir vorsorglich Antibiotikum mitgeben lassen. Das muss ich ihm nun zweimal am Tag geben (in Tablettenform). Da der Herr Schwarzbär vorzugsweise über 20 Stunden wegbleibt, hat er nun über Weihnachten Stubenarrest, denn das Antibiotikum muss mindestens 6 Tage, besser 10 Tage verabreicht werden. Zwei Tabletten am Tag.

Das werden lustige Weihnachten! Denn wenn Moritz was nicht leiden kann, dann Stubenarrest. Aber da er der Strawanzer vor dem Herrn ist, und die Entzündung nun konsequent behandelt werden muss, ist die nächsten 10 Tage nichts mit Strawanzen. Denn er muss die Tablette pünktlich alle 12 Stunden schlucken. Und wen er über 20 Stunden weg ist und ich ihm demzufolge die Tablette nicht pünktlich geben kann, ist die Wirksamkeit des Antibiotikums in Frage gestellt, und das darf jetzt nicht ein zweites Mal passieren. Ich stecke die Tablette übrigens in Leberwurst – die mag der Herr Schwarzbär und die Tablette scheint nicht schlecht zu riechen … 

Vorhin habe ich Moritz‘ Pfote noch in Seifenlauge gebadet. Gott sei Dank ist das ebenfalls kein größeres Problem. Ich halte Moritz fest, drücke die Pfote in die Lauge, und dann warten wir gemeinsam, bis 10 Minuten um sind.

Gut ist, dass Winter und die Terrassentür geschlossen ist. Denn sonst müsste ich ihn ins Bad sperren. Habe keine Türen innerhalb der Wohnung, und Moritz’ Freiheitsdrang ist groß!



Weihnachtsbäckerei

weihnachtsbaeckerei

Am Wochenende habe ich Weihnachtsplätzchen gebacken, und Rosso hat natürlich geholfen.

weihnachtsplaetzchen
Brombeerfeuer – so heißen die Plätzchen

Butterplätzchen mit Brombeermarmelade (aus selbst gemachter Marmelade mit selbst gepflückten Früchtchen).

Katzenplätzchen haben wir selbstverständlich auch gebacken.

Katzenplätzchen aus Linzerteig (Teig für Linzertorte)

Der Katzenmörder

katzenmoerder

Von mir weiß man, dass ich Tiere liebe, Katzen ganz besonders. Weil meine Frau im Juli Geburtstag hat, bin ich – Sternzeichen sei Dank – sogar mit so einem Lieblingstier verheiratet.

Da mir Katzen in vielen Lebensjahren eine feline Erziehung verpasst haben, verstehe ich diese Wunderwesen mittlerweile ziemlich genau. Wenn sie mich manipulieren, nützt mir das allerdings gar nichts. Ich bin ja schon froh, wenn sie mich als Untertan in ihrem Hoheitsgebiet dulden. Dass ich dafür etliche Konzessionen machen muss – bzw. äußerst gern mache – leuchtet sicher ein. Warum man mich einst Katzenmörder genannt hat, ist damit aber nicht erklärt.

Vor Jahrzehnten war ich in leitender Stellung in der Verwaltung einer Stadt tätig und völlig abrupt in eine mich überfordernde Situation geraten. Eine unerwartet verstorbene Frau hatte der Gemeinde ein besonderes Erbe hinterlassen, um das ich mich von einer Stunde auf die andere kümmern musste.

Ein kleines Mehrfamilienhaus mit einem großen Garten ist an sich keine schlechte Hinterlassenschaft, daran ändert auch eine etwas desolate Bausubstanz nichts. Gestaunt habe ich allerdings bei der kurzfristig nötig gewordenen Übernahme des Objektes doch. Wer im riesigen Garten stand, hatte das Gefühl, sich mitten in einer Modelleisenbahnanlage zu befinden. Überall gab es mit Gittern tunnelähnlich überdeckte Bahnen – mit Weichen. Die Bahnen führten von jedem Fenster des dreigeschossigen Hauses in den rundum umzäunten Garten, und es herrschte ein reger Verkehr mit Rückstau an diversen Kreuzungsstellen. Es waren allerdings nicht etwa Züge, die für dermaßen viel Betrieb sorgten, sondern Katzen. Wenn ich mich nach so langer Zeit noch richtig erinnere, zählten wir damals 72 Tiere, und für die sollte ich von nun an die Verantwortung übernehmen.

Allein hat man mich mit dem tierischen Problem zwar nicht gelassen, aber nach außen hin musste ich für alles, was nötig war, doch den Kopf hinhalten. Zusammen mit Tierärzten und ehrenamtlichen Tierschützern haben wir die Katzen an ihrem angestammten Platz betreut und parallel dazu eine große Katzenplatzsuchaktion gestartet. So konnten wir nach und nach einige Tiere an gute Orte vermitteln, sofern sie nach tierärztlicher Begutachtung und Behandlung als vermittelbar eingestuft worden waren. Weil die verstorbene Katzenhalterin offenbar schon vor langer Zeit die Übersicht über ihr Katzenheer verloren hatte, waren leider jedoch etliche Tiere unterernährt und in einem bedenklichen Gesundheitszustand. Deshalb, aber auch weil wir nie genügend Plätze für alle Tiere gefunden hätten, mussten leider einige Katzen eingeschläfert werden, und das war es, was mich als Katzenmörder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse katapultiert hat. Niemand wollte mir glauben, dass nur das passierte, was Tierärzte und Tierschützer situationsbedingt für unvermeidbar hielten.

Seit damals weiß ich, wie verheerend falsche Tierliebe sein kann. Niemand sollte zu viele Tiere bei sich aufnehmen. Jede nicht zur Zucht verwendete und frei laufende Katze muss kastriert und selbstverständlich auch gechipt sein. Andernfalls wird plötzlich wieder ein tierliebender Mensch entgegen seinen Absichten zum Katzenmörder gemacht.

Mir hat diese Rolle übrigens die Höchststrafe auferlegt. Für jedes eingeschläferte Tier wurde ich mit einem Stich mitten ins Herz bestraft. Einem einzigen solchen Stich konnte ich allerdings ausweichen – dank einer Samtpfote im heimlich aus dem Eutanasieraum getragenen Transportkorb. Den Status als Fluchthelfer durfte ich jedoch nicht lange genießen, denn fortan war ich nur noch Gast in meinem zum Katzenpalast gewordenen Haus. Die Katze hat das Zepter übernommen, meiner Frau und mir dafür aber wunderschöne Jahre beschert. Die hohen Tierarztrechnungen haben wir für dieses Geschenk gern bezahlt. Allerdings wäre unsere neue Hausherrin sicher nicht so teuer und vor allem viel glücklicher gewesen, hätte man sie in ihren früheren Lebensjahren richtig gepflegt und gefüttert. Weil ich als unfreiwillig zum Katzenmörder Gewordener doch noch zum Katzenretter mutieren durfte, kann ich an dieser Stelle also doch noch von einem kleinen Happy-End berichten.

Es war also doch nicht alles für die Katz. Oder etwa doch?

Peter-Jürg Saluz

Peter hat auch eine Website