Kategorie: Gesundheitsprobleme

17. Juni 2014

Die Nacht mit Lili
Vergangene Nacht bin ich relativ früh schlafen gegangen, schon so gegen 22 Uhr. Mein Lager habe ich wieder auf dem Sofa aufgeschlagen. Kaum lag ich flach, hockte Lili schon auf meinem Bauch und machte es sich dort bequem. Und dort blieb sie auch konsequent liegen bis zum Morgen. Jedes Mal, wenn sie mir zu schwer wurde und ich sie aufs Bärenkissen setzte, lag sie wenige Sekunden später schon wieder auf meinem Bauch. Ich habe sie dann lediglich ein bisschen auf meine Oberschenkel geschoben, damit nicht das volle (Leicht)Gewicht auf meinen Bauch drückte. Weiterlesen

Noch ein Patient

Zufällig habe ich vorhin entdeckt, dass mein Schwarzbär wieder eine verletzte Pfote hat. Gott sei Dank hat er sich nicht wieder die Kralle rausgerissen, aber in der Zehe ist ein Schnitt und sie ist geschwollen.

Da Moritz ein Seifenbad ja erfreulicherweise problemlos über sich ergehen lässt, habe ich Seifenlauge angerichtet und seine Pfote ungefähr 10 Minuten reingetunkt. Dann habe ich Calendulatinktur drauf geträufelt und die Zehe noch mit Wundspray besprüht. Arnica C 200-Tropfen habe ich ihn auch noch verabreicht, sowie fünf Kügelchen Phosphor C 30, beides ist gut gegen Entzündungen.

Nun überlege ich, ob ich den Rabauken raus lassen soll, denn die Verletzung ist direkt auf dem Ballen der Zehe, er läuft also direkt darauf. Ich glaube, ich lasse ihn noch zwei, drei Stündchen in der Wohnung, versorge dann nochmal die Zehe und lasse ihn dann vielleicht am Nachmittag wieder raus. Momentan sitzt er auf dem Schreibtisch und jammert. “Ich will raus”, heißt das …

Und jetzt hockt er in Lilis Lieblingskarton und putzt sich ausgiebig …

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15. Juni 2014

Kurz nach Mitternacht
Ich rede es mir nicht ein. Lili befindet sich auf dem Weg des Abschieds. Ich lebe zu lange mit Katzen, um nicht zu erkennen, dass momentan ein Prozess abläuft, der von der Natur bestimmt wird.

Lili futtert … kleine Portionen, über die ich mich sehr freue.

Die Knoten werden größer. Nicht rasant, aber sie fühlen sich anders an als vor drei Wochen.

Lili schläft sehr viel.

Sie sucht nicht mehr die Nähe zu mir wie früher. Obwohl sie jetzt gerade neben mir auf dem Schreibtisch liegt.

Sie kommt kaum noch zu mir ins Bett am frühen Morgen.

Sie legt sich auch viel weniger auf meinen Schoß, wenn ich auf dem Sofa sitze.

Ich spüre, dass der Abschied begonnen hat.

Ich weiß um den Abschied seit dem 21. Mai. Da war die Diagnose, und ihr Verhalten kaum verändert. Im Grunde “weiß” ich es aber schon länger. Denn Verhaltenssymptome gab es schon seit Monaten. Sie waren winzig und ich mir ihrer nicht bewusst. Obwohl ich sie bemerkt habe … rückblickend kann ich sie sogar beschreiben.

Jetzt liegt sie auf dem Schreibtisch neben dem Bildschirm. Auf einem aufgeklappten Buch. Sie liebt aufgeklappte Bücher als Kopfkissen!

Ich streichle sanft über ihr Fell und Tränen rollen über meine Wangen. Ich liebe sie so sehr …

Lili, mein geliebter Liebling.

13. Juni 2014

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Auf dem Weg zum Karton

Nun sind es schon mehr als drei Wochen seit der Diagnose. Mein geliebter Liebling futtert immer noch ihre Körnchen, zwischendurch gekochtes Hähnchen- oder Putenfleisch und auch das Feuchtfutter. Der Appetit ist da, aber nicht groß. Sie bekommt auch jeden Tag ein Löffelchen von der Aufbau-Emulsion. Gestern waren wir im Garten – sie geht auch wieder von allein runter. Das hatte sie ja ein paar Tage lang nicht gemacht, sondern saß nur auf der Terrassenbrüstung.

Gestern Abend habe ich das Vorgärtchen wieder gegossen, und da standen alle drei plötzlich auf der Matte. Lili verpasste Moritz gleich eine Ohrfeige und tippelte anschließend in der Gegend herum. Wenn der Zustand so bleibt, bin ich sehr zufrieden. Die Knötchen “explodieren” nicht, wie die THP neulich gefragt hat, aber kleiner werden sie leider auch nicht …

Lili bekommt auch jeden Tag ihre Organtherapie. Vielleicht wirkt die ja doch, obwohl viele Menschen von Homoöpathie nichts halten. Aber was wissen wir schon wirklich? Mit dem Wissen ist es ja so, dass wir nur solange meinen etwas zu wissen, bis etwas anderes bewiesen ist.

Momentan liegt Lili wieder auf dem Stuhl auf der Terrasse und hält ihr Morgenschläfchen. Der Himmel ist nicht mehr so blau wie gestern, und es könnte sein, dass heute ein Gewitter kommt. Das wäre gut für die Natur – solange es nicht mit solcher Gewalt über uns hinweg fegt wie in NRW. Und ich denke, Lili wären niedrige Temperaturen auch sehr angenehm – sie sucht sich immer ein kühles Plätzchen.

Heute macht sie irgendwie einen matten Eindruck – kneift die Augen zusammen. Hab eben ihre Öhrchen gefühlt, sie sind nicht heiß. Es können nämlich auch Fieberschübe auftreten. Vielleicht liegt es aber auch nur am Wetter, eine Abkühlung wäre wirklich sehr willkommen.

9. Juni 2014

Seit Tagen futtert Lili wieder ihre Körnchen. Und muss sie ihr nicht hinterher tragen – sie fordert sie ein. Sie hockt sich auf ihren Futterplatz auf der Terrasse und schaut mich mit großen Augen an. “Ich hab Hunger”, heißt das.

Ich streue ihr die geliebten Körnchen hin, und sie verputzt sie. Es sind immer nur kleine Portionen, aber das war schon immer so. Ist die erste Gabe weg, bekommt sie eine zweite – sofern sie sitzen bleibt. Geht sie von dannen, ist sie satt. Vorerst.

Sie setzt sich relativ oft auf ihren Futterplatz. Sie schlabbert auch wieder Wasser – aus der Vase auf meinem Schreibtisch oder aus dem Schälchen auf der Terrasse.

Sie geht auch von allein in den Hof – so wie gestern Abend.

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Ansonsten liegt sie bei diesen sommerlichen Temperaturen auf ihrem Outdoor-Lieblingsplatz, dem Terrassenstuhl.

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Wenn sie dort liegt und ich den Drucker anschmeiße, kommt sie angedackelt und muss prüfen, was das geheimnisvolle Gerät mal wieder ausspuckt.

drucker

Da ich ja ziemlich vergesslich bin, verliere ich immer wieder Körnchen auf dem Schreibtisch. Sie räumt sie dann sofort auf.

tisch

Ab und zu arbeitet sie auch …

tastatur
Alles in allem geht es meinem geliebten Liebling gut und ich hoffe, dass ich weiterhin so positive Nachrichten schreiben kann …

6. Juni 2014

Heute Nacht werde ich vermutlich wieder in meinem Bett schlafen, denn gestern Nacht hatte ich den Eindruck, dass Lili auf dem Sofa lieber allein geblieben wäre. Sie legte sich beim Schlafengehen nicht auf mich drauf oder an mich dran, und als ich ihr Fell gekrault habe, kam auch kein einziges Tönchen aus ihr raus. Ich dachte schon, der Schnurr sei kaputt. Heute früh hat sie ihn Gott sei Dank wieder eingeschaltet.

Zum Frühstück kann ich nur sagen: Hähnchenstückchen am Morgen, vertreiben alle Sorgen.

beide
Mit sichtbarem Appetit hat sie gefrühstückt, was mein Herz mit Freude erfüllt. Sie geht auch nach wie vor auf ihren Futterplatz und zeigt mir, dass ich ihr was präsentieren soll. Heute also Hühnchen, selbstgekocht, ein paar Körnchen und ein bisschen Vollfutter. Immer nur kleine Portionen, aber große Portionen hat mein geliebter Liebling ohnehin nie verputzt. Ihr empfindlicher Magen-Darmtrakt kommt mit vielen kleinen Mengen offensichtlich besser zurecht.

Dann habe ich auf dem Terrassentisch auch wieder Körnchen verloren – sie fand sie später und hat sie … grp … grp … grp … sofort vernichtet.

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Auch die auf dem Schreibtisch verlorenen Körnchen haben sie gestört – die mussten also auch aus dem Weg geräumt werden!

Dann habe ich den heutigen Tag mit hohen Temperaturen und wolkenlosem Himmel dazu genutzt, den Sofabezug und die Vorhänge zu waschen. Die habe ich dann zum Trocknen auf der Terrasse aufgehängt. Lili nahm die versperrte Aussicht erst mit großem Interesse zur Kenntnis …

Vorhang

… und ging der ominösen Angelegenheit dann näher auf den Grund.

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Vorhin habe ich Lieschen gefüttert. Lili lag auf dem Terrassenstuhl. Am vergangenen Wochenende hat sie an solchen Aktionen keinerlei Anteil genommen und sich überhaupt nicht gerührt. Vorhin hob sie den Kopf, so nach dem Motto: “Oh, da bekommt ja jemand was zu futtern! Und wa ist mit mir?” Ich brachte ihr ein paar Hähnchenstücke, sie sie sofort verputzt hat.

Ich genießen jede Stunde und jeden Tag mit Lili und bin dankbar, dass ich mein geliebter Liebling wieder Appetit hat und Interesse am Leben zeigt. Sie war heute auch schon im Garten. Keiner weiß, wie lange es ihr gut gehen wird – aber ich bemühe mich, mir darüber den Kopf nicht zu zerbrechen, sondern mich über ihre Gegenwart zu freuen. Und momentan freue ich mich sehr darüber, dass die Sonne scheint, die Vorhänge schon wieder trocken und gebügelt im Wohnzimmer hängen und mein geliebter Liebling im Schatten des Sonnenschirms auf dem Terrassenstuhl liegt und ihr Mittagsschläfchen hält …

4. Juni 2014

Züngchen

Hier ein ganz süßer Schnappschuss von meinem geliebten Liebling. Ich habe ihn gestern gemacht, als sie die Joghurtschüssel ausgeleckt hat. Während ihr Züngchen rein und raus fuhr, bemerkte sie plötzlich eine Meise in der Birke. Sie hob spontan den Kopf und vergaß völlig, das Zünglein einzuziehen. Das war ein Schnappschuss im Sinn des Wortes, denn auch nur eine Sekunde später war der rosa Löffel schon wieder drin.

Gestern war ein guter Tag. Sie hat relativ viel gefuttert: eineinhalb Döschen von der Thunfisch-Huhn-Mischung. Sie ging auch mehrmals zu ihrem Futterplatz und hat das Futter regelrecht gefordert.

Während ich arbeitete, lag sie öfter auch in einem Karton auf meinem Schreibtisch. In dem liegt sie gern und beobachtet mich von dort aus. Zwischendurch rolle ich mit dem Stuhl hin und gebe ihr Nasenstüber. Sie schnurrt sofort!

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Am frühen Abend gab es dann noch eine Überraschung für Lili: einen nagelneuen Karton. Kaum stand er auf der Terasse, hockte sie auch schon drin.

Karton-2

Dann bearbeitete sie ihn mit Wonne und kratzte in den gegenüberliegenden Ecken wie eine Wilde und hatte sichtlich großes Vergnügen. Und ich konnte herzhaft lachen über ihre Zerstörungswut.

kratz

Dann stellte ich den Karton auf den Terrassentisch. Kaum stand er dort, hockte sie auch schon wieder drin.

Augen

Lust zum Spielen hatte sie auch. Ich kratzte von außen am Karton und sie schlug blitzschnell mit der Pfote nach meinem Finger. Sie hatte größtes Vergnügen dabei und ich war glücklich, ihr diese Freude bereiten zu können. Nun hoffe ich, dass das nicht ihr letzter Karton ist.

Pfote

Bevor die Nacht kam, hockte sie sich auf die Terrassenbrüstung und betrachtete die Welt von oben.

Terrasse

Leider gibt es sonst nichts Gutes zu berichten. Die Knoten vermehren sich. Bislang geht sie noch aufs Klo, Darm und Niere funktionieren noch, aber das kann sich täglich ändern. Was ich meinem geliebten Liebling von Herzen wünsche, dass sie ohne Schmerzen einschlafen kann. Und schon wieder laufen die Tränen. Draußen ist herrliches Sommerwetter, in mir drin sieht es gar nicht heiter aus … gut ist, dass ich nicht die viele andere Menschen außer Haus arbeite und meine kranke Katze allein lassen muss. Ich kann den ganzen Tag um sie rum sein. Und die Nacht auch. Gestern Nacht lag sie erst eine Stunde lang auf meinem Bauch, hat geschnurrt und ich habe sie gestreichelt. Erst später hat sie sich auf dem Bärenkissen eingeringelt, wo sie bis zum frühen Morgen geschlafen hat. Mein geliebter Liebling …

P.S.: Eben hat sie gefrühstückt. In zwei Etappen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Thun-Huhn-Mischung entdeckt habe. Es ist zwar nur ein Ergänzungsfutter, aber darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Denn Hauptsache, sie futtert es mit einigermaßen Appetit. Seit gestern geht sie ja wieder zu ihrem Futterplatz, und schaut mich erwartungsvoll an. Sie zeigt mir also, dass sie was zum Futtern haben möchte. Und es ist furchtbar, wenn sie dort hockt, wartet, ich ihr war hinstelle, sie daran schnuppert, und es ihrem Näschen nicht gefällt und sie ungefuttert von dannen zieht. Umso größer ist jedes Mal die Freude, wenn ihr die Thuhn-Huhn-Mischung gefällt!

Nachsatz um 10.30 Uhr: Gestern habe ich im Biomarkt zwei Schälchen Biofutter gekauft. Eines davon habe ich heute früh aufgemacht, ein Bröckelchen hat sie gefuttert. Dann war Ende. Na ja, sie futterte ja Thun-Huhn. Ich vorhin in den Tierladen, um Nachschub zu holen von dem Thun-Huhn. Tierladen hat mittwochs geschlossen. Gott sei Dank habe ich noch ein Döschen davon.

Nun kam ich aber eben auf die Idee, ihr nochmal das Biofutter anzubieten. Ich schmierte mir die Mousse auf den Zeigefinger, und ruckzuck war der Zeigefinger sauber geleckt. Aha! Ich holte das Schälchen aus der Küchde (Lili lag auf dem Terrassentisch) und legte ihr ein so ungefähr einen halben Teelöffel von dahin vors Mäulchen. Leck, leck, leck– weg war das Futter. Und so hab ich ein kleines Bisschen nach dem anderen hingelegt, und sie hat mit großem Appetit gefuttert. Sie hat nicht mal mehr geschnuppert – was sie sonst macht – sondern mit Vergnügen das Biofutter verputzt. Ein Drittel des Schälchens. Mein Herz lachte! Denn dieses Futter ist kein Ergänzungsfutter, sondern Vollfutter. Ist das nicht wunderbar?

Futter

Jetzt hoffe ich nur, dass sie es nicht wieder auskotzt. Aber momentan liegt sie zufrieden auf dem Terrassenstuhl – wo ich sie von meinem Arbeitsplatz aus prima im Augen habe und alles mitkriege.

Terrasse

13.35 Uhr:Teller Die Tellerwäscherin kommt ihrer Arbeit nach …

Nacht auf dem Sofa

Vergangene Nacht habe ich wieder auf dem Sofa geschlafen. Es gefällt mir dort sehr gut. Denn neben mir liegt Lili. Gestern habe ich wieder mein “Bett gemacht” und direkt neben mich das Bärenkissen gelegt. Ich lag kaum unter der Decke, kam Lili auch schon angetippelt, hüpfte auf das Bärenkissen, machte dort ausgiebig den Milchtritt und ringelte sich dann ein. Ich streichelte sie erst ein Weilchen, und ließ meine Hand dann an ihrem Fell liegen. Das mochte sie, denn sie schnurrte – lange und laut. Sie schnurrte mich in den Schlaf, der nicht lange auf sich warten ließ. Zwischendurch wachte ich auf, dann schenkte ich ihr wieder eine kleine Streicheleinheit. Ich bin dankbar für diese Stunden, deshalb werde ich in nächster Zeit nicht in meinem Bett, sondern auf dem Sofa schlafen – neben meinem geliebten Liebling. Weiterlesen

Gestern im Garten

ProfilGestern war Lili sehr reduziert. Nichts mehr gefressen, kein Interesse an ihrem sonst so geliebten Thunfisch, kein Interesse an Joghurt. Sie lag nur auf dem Terrassenstuhl und schlief. Am späten Nachmittag streichelte ich mal wieder ihr Köpfchen, als sie plötzlich aufhorchte, sich erhob, auf die Terrassenbrüstung sprang, übers Dach lief und sich an der Regenrinne niederließ, dort, wo die Katzenleiter befestigt ist. Von dort starrte sie in den Garten. Minutenlang. Dann wollte ich wissen, was da los ist und ging nach unten. Weiterlesen

Zeit des Abschieds

Garten
Gestern im Garten

Habe eben lange mit der THP telefoniert. Sie meinte, es könne gut sein, dass Lili ohne Einfluss von außen die Regenbogenbrücke überquert.

Mein geliebter Liebling ist noch anhänglicher als sonst, sie sucht meine Nähe ganz intensiv. Ich werde den Prozess anschauen, hinfühlen und mich geduldig und liebevoll von meiner Katze verabschieden. Zwischendurch werde ich ihr immer wieder ins Öhrchen flüstern, wie sehr ich sie liebe und wie dankbar ich bin, dass sie mich vor 12 Jahren ausgesucht hat. Sie bereichert bis heute mein Leben – diese kleine eifersüchtige, zickige, verschmuste Katze. Solange sie in meinen Armen liegt und schnurrt, geht es ihr nicht schlecht. Ich, wir alle, müssen lernen, dass wir uns von hier verabschieden müssen. Ich werde mir jetzt das “Tibetische Buch vom Leben und Sterben” aus dem Regal holen und darin lesen. Weiterlesen

Patientin Lili

Vergangenen Freitag hat Lili zwei heftige Hustenanfälle gehabt. Sie hockte auf dem Schreibtisch, streckte den Kopf vor, das Züngchen raus und hustete/keuchte vor sich hin. Ich hab sofort die THP angerufen, die meinte, ich solle die Lymphdrüsen am Hals abtasten. Ja, die waren geschwollen. Erkältung bzw. Halsentzündung diagnostizierte die Fachfrau. Ich verabreichte übers Wochenenende Phosphor C 30. Lili hustete zwar das ganze Wochenende nicht mehr, aber die Lymphdrüsen waren nach wie vor dick geschwollen. Ich konnte das gut vergleichen an den Hälsen von Lieschen und Moritz, dort konnte ich die Lymphdrüsen gar nicht fühlen. Bei Lili waren sie so groß wie Kirschkerne. Weiterlesen

Patient auf dem Weg zur Rekonvaleszenz

Bevor Moritz ausgerissen ist, hielt er sich eine Weile in meinem Arbeitszimmer auf.

Pfote

Hockte mal auf dem Schreibtisch …

Pfote-2
Räkelte sich in der schräg stehenden Nachmittagssonne …

Pfote-3
Machte ein Nickerchen im Regal …

Und riss dann ja mitten in der Nacht aus, indem er die Katzenklappe aus der Verankerung gezogen hatte. (Die ist jetzt übrigens fixiert – sowas passiert nicht noch mal!)

Nachdem die Nachbarin Moritz an Freitag Nachmittag Gott sei Dank fangen konnte, musste der Ausreißer erstmal ein Stündchen im Korb verbringen, was ihm überhaupt nicht gefallen hat.

Lili
Zwischendurch bekam er Besuch von Lili.

Dann fuhren wir zur THP, die den Verband entfernte und sehr zufrieden mit der OP-Wunde war. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell Verletzungen bei Katzen heilen! Als wir wieder daheim waren, war immer noch Stubenarrest angesagt – obwohl die THP meinte, ich könne ihn rauslassen. Das wollte ich aber noch nicht, sonden wollte abwarten, wie die Zehe am nächsten Tag aussieht. Moritz musste also wohl oder übel noch drinbleiben – was ihm nicht besonders gefiel.

Galerie

Am Samstagnachmittag aber habe ich ihn dann freigelassen. Es war wunderbares Frühlingswetter, und er staunte wohl, als ich ihn auf die Terrassenbrüstung gesetzt habe. Schnurstracks rannte er zur Katzenleiter und wenige Sekunden später war er auch schon im Garten.

garten

Dann strawanzte er ausgiebig, kam aber am frühen Morgen heute wieder heim und verbrachte ein paar Stunden bei mir im Bett.

Jetzt strawanzt er wieder – obwohl das schöne Wetter von gestern sich verzogen hat, und es schneit!

Patient Moritz – II.

Weder den Verband noch den Stubenarrest findet Moritz lustig. Gestern beim Heimkommen ist er sofort die Treppe hochgerannt

Treppe

und hat sich unterm Bett versteckt.

Bett

Heute Nacht allerdings ist er dann zu mir aufs Bett gekrabbelt und wir haben sogar eine Stunde lang gekuschelt. Das heißt, er legt sich neben meinen Oberkörper und leckt meine Armbeuge ab. Leider ist das immer mit einem spitzkralligen Milchtritt verbunden … 🙁

Aber ich war froh, dass er wieder Vertrauen gefasst hat.

Heute früh wollte er natürlich wieder raus und rüttelte kräftig an der Katzenklappe. Da die nicht aufging, hat er in meinem Arbeitszimmer auf dem Fototisch ein Nickerchen gemacht.

Tisch

Danach hockte er sich in die Sonne im Wohnzimmer und versuchte, seinen Verband zu entfernen.
Verband

Momentan schmollt er und liegt in der hintersten Ecke der Wohnung. Zum Trost habe ich ihm eben gekochte Pute gebracht, die hat er verputzt. Heute zeigt er nämlich nicht mal Lust auf Thunfisch!

Ecke

Bedauerlich ist, dass ich bei diesem wunderbaren Wetter die Türen nicht öffnen kann – ich habe eine Wohnung ohne Zimmertüren, und Moritz ist blitzschnell. Dass er ausbüchst, muss ich auf alle Fälle verhindern. Ich werde ihn nachher mal in sein Körbchen verfrachten und dann die Türen öffnen …

Patient Moritz

Eine länge (Kranken)Geschichte
Also, zu dem Tierarzt in I. gehe ich nun definitiv nicht mehr. Mutmaßliche Horrordiagnosen und Fehldiagnosen. Und die aktuelle Geschichte geht so:

Vor ungefähr drei Jahren fiel mir auf, dass Moritz am Rückgrat sehr empfindlich ist. Vor allem in der Schwanzgegend. Wenn ich ihn dort anfasste, fauchte und murrte er. Oder er jammerte. Ich zum Tierarzt, denn wenn eine Katze jammert, hat sie war. Meistens Schmerzen.
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Lieschens Bauch

Vorgestern war ich mit Lieschen in der Tierklinik, weil sie Zahnprobleme hat. Sie riecht aus dem Mäulchen, frisst mit deutlich weniger Appetit und das Zahnfleisch ist am Zahnrand gerötet. Zahnfleischentzündung, meinte die Tierärztin. Die Zähne als solche seien prima in Schuss – vor allem angesichts Lieschens Alter, 13 Jahre wird sie im Sommer. Nun bekommt sie erstmal Lactoferrin, das ist gut gegen Bakterien und stärkt das Immunsystem. Weiterlesen

Moritz mal wieder

Vor ein paar Wochen habe ich bei Moritz im Genick eine hart-verschmierte Stelle entdeckt. Ich dachte, Baumharz oder Dreck oder so was, und habe sie mit dem Flohkamm gesäubert. Dabei habe ich festgestellt, dass das schmutzige Zeug stinkt und die Stelle näher betrachtet. Ein Loch! Ein Loch mit Eiter drin, der raus kam, als ich gedrückt habe. Da hat ihn mal wieder ein Feind gebissen … Weiterlesen

Unfreiwilliger Warmduscher

Moritz ist ein sehr reinlicher Kater – vielleicht deshalb, weil er immer so verschmutzt von seinen Ausflügen heim kommt. Dann ist erstmal Putzen angesagt. Ausgiebiges Putzen!

Seit mehr als einer Woche fällt mir auf, dass er noch intensiver putzt als vorher, zwischendurch im Fell “nestelt”, teilweise hektisch durchs Zimmer rennt und wieder putzt, da und dort, an den Pfoten, am Bauch, an den Ohren, an den Schenkeln – also nicht nur an bestimmten Stellen, sondern überall.
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