Kategorie: Gesundheitsprobleme

Der schwarze Okkupator

Mein Stubenarrestler liegt mal hier, auf dem Kissen, das ich ihm extra ins Arbeitszimmer gelegt habe …

Kissen

mal auf meinem Bett, mal unter meinem Bett und heute hat er in seiner Verzweiflung Lilis Hochbett in Beschlag genommen.

karton

Lili hat das mit Empörung zur Kenntnis genommen. Einziger Trost war ein neuer Karton, den der Postbote vorhin gebracht hat.

Lili

Dass sie diese Frechheit nicht akzeptieren kann, ist klar.

beide

Sie hat ihr Hochbett zurückerobert und der schwarzpelzige Okkupator liegt in seiner Betthöhle und schläft.

Lili-karton

Draußen regnet es in Strömen. Prima, denn die Terrassentür mach ich bei so nem Wetter nicht auf, und Moritz will auch gar nicht raus – und so herrscht Ruhe, nicht nur im Karton.

Zu früh gefreut

Es hätte mich auch wirklich gewundert … so eine lange und relativ tiefe Wunde … und so schnell verheilt!? Eben hab ich mir Schwarzbärs Verletzung angeschaut … er hat wohl eine Weile daran herumgeleckt. Nun, wie dem auch sei, sie liegt wieder völlig offen. Erfreulicherweise ist sie nicht entzündet. Weiterlesen

Wunderbare Wundheilung

Wer die Wunde vor zwei Tagen gesehen hätte, würde heute genauso staunen wie ich, dass die 2 Zentimeter lange, klaffende Verletzung bis auf ein winziges Löchlein von maximal 2 Millimeterchen zusammengewachsen ist. Trotzdem lasse ich den Schwarzbär noch nicht raus. Denn draußen springt er auf Holzstöße, über Zäune und wer weiß noch wo rum, und da die Verletzung sich direkt am Schulterknochen befindet und die Haut dort bei Sprüngen stark beansprucht und möglicherweise aufplatzen könnte, gehe ich auf Nummer Sicher und verordne dem Strawanzer noch einen Tag Stubenarrest.

Ich habe an der Stelle behutsam ein bisschen rumgedrückt, da kam ein Tröpfchen Wundflüssigkeit raus, aber kein Eiter. Es ist auch keine Schwellung da. In das Löchlein habe ich Calendulatinktur und Wundbalsam geträufelt, so kann mein Kerlchen heute noch ein bisschen daheim rekonvaleszieren. Und ich denke, morgen früh hat sich die Verletzung ganz geschlossen, dann darf er wieder strawanzen.

Gestern hat er sich ein Bett in meinem Arbeitszimmer gebastelt und aus dem Regal Luftpolsterumschläge rausgezogen.

Umschlag

Auf denen hat er über lange Zeit geschlafen und anschließend kurz an der Katzenklappe rumgerüttelt. Die kriegt er aber nicht mehr aus der Verankerung, denn ich habe sie mit einem zuverlässigen Schraubhaken fixiert. Resigniert hat er noch ein bisschen gejammert und sich dann ins Bett zurückgezogen.

Bett
Dort lag er bis spät abends. Dann hockte er sich auf der Galerie zwischen die Geländerstäbe und grübelte intensiv darüber nach, wie er seine Freiheit wieder erlangen könnte. Die ultimative Idee ist ihm aber nicht gekommen. Und so hat er sich wieder ins Bett gelegt.

Galerie

Dort lag er die ganze Nacht. Heute früh hat er kurz Lilis Hochbett getestet,

Karton
und momentan wieder auf den Luftpolsterumschlägen Platz genommen, und Lili liegt anmutig auf dem Wohnzimmertisch.

Tisch

Sie hat immer noch guten Appetit. Als ich das vorgestern dem Tierarzt erzählt habe, hat er sich ein bisschen gewundert, allerdings auch gefreut. Ganz offensichtlich hat er am 21. Mai einen anderen Krankheitsverlauf erwartet …

Guten(r) Appetit!

Gestern war es hier heiß und schwül, und Lilis Appetit sehr gering. Heute, wo es regnet und kühl ist, kommt der Appetit wieder. Und als ich das Futtereimerchen aufgefüllt und im Flur stehen lassen habe, hat mein geliebter Liebling aus dem Vollen geschöpft.

eimer

Wo der Schwarzbär und der Weißbär sich bei Dauerregen rumtreiben, ist mir übrigens ein Rätsel … heute Nacht waren beide kurz da, jetzt liegen irgendwo draußen, an einem hoffentlich trockenen Plätzchen.

18. Juni 2014

Ich verbrachte die Nacht wieder auf dem Sofa. Lili verbrachte die Nacht wieder auf meinem Bauch.
8.00 Uhr
Lilis Appetit: nicht vorhanden
Der Gruß im großen, weißen Katzenklo: leicht flüssiges Würstchen

10.00 Uhr
Durchfall – im Garten
Sie kotzt/würgt – obwohl nichts im Magen ist, sie hat heute noch nichts gefuttert

Das ständige Auf und Ab zermürbt.
Weiterlesen

17. Juni 2014

Die Nacht mit Lili
Vergangene Nacht bin ich relativ früh schlafen gegangen, schon so gegen 22 Uhr. Mein Lager habe ich wieder auf dem Sofa aufgeschlagen. Kaum lag ich flach, hockte Lili schon auf meinem Bauch und machte es sich dort bequem. Und dort blieb sie auch konsequent liegen bis zum Morgen. Jedes Mal, wenn sie mir zu schwer wurde und ich sie aufs Bärenkissen setzte, lag sie wenige Sekunden später schon wieder auf meinem Bauch. Ich habe sie dann lediglich ein bisschen auf meine Oberschenkel geschoben, damit nicht das volle (Leicht)Gewicht auf meinen Bauch drückte. Weiterlesen

Noch ein Patient

Zufällig habe ich vorhin entdeckt, dass mein Schwarzbär wieder eine verletzte Pfote hat. Gott sei Dank hat er sich nicht wieder die Kralle rausgerissen, aber in der Zehe ist ein Schnitt und sie ist geschwollen.

Da Moritz ein Seifenbad ja erfreulicherweise problemlos über sich ergehen lässt, habe ich Seifenlauge angerichtet und seine Pfote ungefähr 10 Minuten reingetunkt. Dann habe ich Calendulatinktur drauf geträufelt und die Zehe noch mit Wundspray besprüht. Arnica C 200-Tropfen habe ich ihn auch noch verabreicht, sowie fünf Kügelchen Phosphor C 30, beides ist gut gegen Entzündungen.

Nun überlege ich, ob ich den Rabauken raus lassen soll, denn die Verletzung ist direkt auf dem Ballen der Zehe, er läuft also direkt darauf. Ich glaube, ich lasse ihn noch zwei, drei Stündchen in der Wohnung, versorge dann nochmal die Zehe und lasse ihn dann vielleicht am Nachmittag wieder raus. Momentan sitzt er auf dem Schreibtisch und jammert. “Ich will raus”, heißt das …

Und jetzt hockt er in Lilis Lieblingskarton und putzt sich ausgiebig …

karton

15. Juni 2014

Kurz nach Mitternacht
Ich rede es mir nicht ein. Lili befindet sich auf dem Weg des Abschieds. Ich lebe zu lange mit Katzen, um nicht zu erkennen, dass momentan ein Prozess abläuft, der von der Natur bestimmt wird.

Lili futtert … kleine Portionen, über die ich mich sehr freue.

Die Knoten werden größer. Nicht rasant, aber sie fühlen sich anders an als vor drei Wochen.

Lili schläft sehr viel.

Sie sucht nicht mehr die Nähe zu mir wie früher. Obwohl sie jetzt gerade neben mir auf dem Schreibtisch liegt.

Sie kommt kaum noch zu mir ins Bett am frühen Morgen.

Sie legt sich auch viel weniger auf meinen Schoß, wenn ich auf dem Sofa sitze.

Ich spüre, dass der Abschied begonnen hat.

Ich weiß um den Abschied seit dem 21. Mai. Da war die Diagnose, und ihr Verhalten kaum verändert. Im Grunde “weiß” ich es aber schon länger. Denn Verhaltenssymptome gab es schon seit Monaten. Sie waren winzig und ich mir ihrer nicht bewusst. Obwohl ich sie bemerkt habe … rückblickend kann ich sie sogar beschreiben.

Jetzt liegt sie auf dem Schreibtisch neben dem Bildschirm. Auf einem aufgeklappten Buch. Sie liebt aufgeklappte Bücher als Kopfkissen!

Ich streichle sanft über ihr Fell und Tränen rollen über meine Wangen. Ich liebe sie so sehr …

Lili, mein geliebter Liebling.

13. Juni 2014

karton
Auf dem Weg zum Karton

Nun sind es schon mehr als drei Wochen seit der Diagnose. Mein geliebter Liebling futtert immer noch ihre Körnchen, zwischendurch gekochtes Hähnchen- oder Putenfleisch und auch das Feuchtfutter. Der Appetit ist da, aber nicht groß. Sie bekommt auch jeden Tag ein Löffelchen von der Aufbau-Emulsion. Gestern waren wir im Garten – sie geht auch wieder von allein runter. Das hatte sie ja ein paar Tage lang nicht gemacht, sondern saß nur auf der Terrassenbrüstung.

Gestern Abend habe ich das Vorgärtchen wieder gegossen, und da standen alle drei plötzlich auf der Matte. Lili verpasste Moritz gleich eine Ohrfeige und tippelte anschließend in der Gegend herum. Wenn der Zustand so bleibt, bin ich sehr zufrieden. Die Knötchen “explodieren” nicht, wie die THP neulich gefragt hat, aber kleiner werden sie leider auch nicht …

Lili bekommt auch jeden Tag ihre Organtherapie. Vielleicht wirkt die ja doch, obwohl viele Menschen von Homoöpathie nichts halten. Aber was wissen wir schon wirklich? Mit dem Wissen ist es ja so, dass wir nur solange meinen etwas zu wissen, bis etwas anderes bewiesen ist.

Momentan liegt Lili wieder auf dem Stuhl auf der Terrasse und hält ihr Morgenschläfchen. Der Himmel ist nicht mehr so blau wie gestern, und es könnte sein, dass heute ein Gewitter kommt. Das wäre gut für die Natur – solange es nicht mit solcher Gewalt über uns hinweg fegt wie in NRW. Und ich denke, Lili wären niedrige Temperaturen auch sehr angenehm – sie sucht sich immer ein kühles Plätzchen.

Heute macht sie irgendwie einen matten Eindruck – kneift die Augen zusammen. Hab eben ihre Öhrchen gefühlt, sie sind nicht heiß. Es können nämlich auch Fieberschübe auftreten. Vielleicht liegt es aber auch nur am Wetter, eine Abkühlung wäre wirklich sehr willkommen.

9. Juni 2014

Seit Tagen futtert Lili wieder ihre Körnchen. Und muss sie ihr nicht hinterher tragen – sie fordert sie ein. Sie hockt sich auf ihren Futterplatz auf der Terrasse und schaut mich mit großen Augen an. “Ich hab Hunger”, heißt das.

Ich streue ihr die geliebten Körnchen hin, und sie verputzt sie. Es sind immer nur kleine Portionen, aber das war schon immer so. Ist die erste Gabe weg, bekommt sie eine zweite – sofern sie sitzen bleibt. Geht sie von dannen, ist sie satt. Vorerst.

Sie setzt sich relativ oft auf ihren Futterplatz. Sie schlabbert auch wieder Wasser – aus der Vase auf meinem Schreibtisch oder aus dem Schälchen auf der Terrasse.

Sie geht auch von allein in den Hof – so wie gestern Abend.

hof

Ansonsten liegt sie bei diesen sommerlichen Temperaturen auf ihrem Outdoor-Lieblingsplatz, dem Terrassenstuhl.

stuhl

Wenn sie dort liegt und ich den Drucker anschmeiße, kommt sie angedackelt und muss prüfen, was das geheimnisvolle Gerät mal wieder ausspuckt.

drucker

Da ich ja ziemlich vergesslich bin, verliere ich immer wieder Körnchen auf dem Schreibtisch. Sie räumt sie dann sofort auf.

tisch

Ab und zu arbeitet sie auch …

tastatur
Alles in allem geht es meinem geliebten Liebling gut und ich hoffe, dass ich weiterhin so positive Nachrichten schreiben kann …

6. Juni 2014

Heute Nacht werde ich vermutlich wieder in meinem Bett schlafen, denn gestern Nacht hatte ich den Eindruck, dass Lili auf dem Sofa lieber allein geblieben wäre. Sie legte sich beim Schlafengehen nicht auf mich drauf oder an mich dran, und als ich ihr Fell gekrault habe, kam auch kein einziges Tönchen aus ihr raus. Ich dachte schon, der Schnurr sei kaputt. Heute früh hat sie ihn Gott sei Dank wieder eingeschaltet.

Zum Frühstück kann ich nur sagen: Hähnchenstückchen am Morgen, vertreiben alle Sorgen.

beide
Mit sichtbarem Appetit hat sie gefrühstückt, was mein Herz mit Freude erfüllt. Sie geht auch nach wie vor auf ihren Futterplatz und zeigt mir, dass ich ihr was präsentieren soll. Heute also Hühnchen, selbstgekocht, ein paar Körnchen und ein bisschen Vollfutter. Immer nur kleine Portionen, aber große Portionen hat mein geliebter Liebling ohnehin nie verputzt. Ihr empfindlicher Magen-Darmtrakt kommt mit vielen kleinen Mengen offensichtlich besser zurecht.

Dann habe ich auf dem Terrassentisch auch wieder Körnchen verloren – sie fand sie später und hat sie … grp … grp … grp … sofort vernichtet.

tisch

Auch die auf dem Schreibtisch verlorenen Körnchen haben sie gestört – die mussten also auch aus dem Weg geräumt werden!

Dann habe ich den heutigen Tag mit hohen Temperaturen und wolkenlosem Himmel dazu genutzt, den Sofabezug und die Vorhänge zu waschen. Die habe ich dann zum Trocknen auf der Terrasse aufgehängt. Lili nahm die versperrte Aussicht erst mit großem Interesse zur Kenntnis …

Vorhang

… und ging der ominösen Angelegenheit dann näher auf den Grund.

Vorhang-2

Vorhin habe ich Lieschen gefüttert. Lili lag auf dem Terrassenstuhl. Am vergangenen Wochenende hat sie an solchen Aktionen keinerlei Anteil genommen und sich überhaupt nicht gerührt. Vorhin hob sie den Kopf, so nach dem Motto: “Oh, da bekommt ja jemand was zu futtern! Und wa ist mit mir?” Ich brachte ihr ein paar Hähnchenstücke, sie sie sofort verputzt hat.

Ich genießen jede Stunde und jeden Tag mit Lili und bin dankbar, dass ich mein geliebter Liebling wieder Appetit hat und Interesse am Leben zeigt. Sie war heute auch schon im Garten. Keiner weiß, wie lange es ihr gut gehen wird – aber ich bemühe mich, mir darüber den Kopf nicht zu zerbrechen, sondern mich über ihre Gegenwart zu freuen. Und momentan freue ich mich sehr darüber, dass die Sonne scheint, die Vorhänge schon wieder trocken und gebügelt im Wohnzimmer hängen und mein geliebter Liebling im Schatten des Sonnenschirms auf dem Terrassenstuhl liegt und ihr Mittagsschläfchen hält …

4. Juni 2014

Züngchen

Hier ein ganz süßer Schnappschuss von meinem geliebten Liebling. Ich habe ihn gestern gemacht, als sie die Joghurtschüssel ausgeleckt hat. Während ihr Züngchen rein und raus fuhr, bemerkte sie plötzlich eine Meise in der Birke. Sie hob spontan den Kopf und vergaß völlig, das Zünglein einzuziehen. Das war ein Schnappschuss im Sinn des Wortes, denn auch nur eine Sekunde später war der rosa Löffel schon wieder drin.

Gestern war ein guter Tag. Sie hat relativ viel gefuttert: eineinhalb Döschen von der Thunfisch-Huhn-Mischung. Sie ging auch mehrmals zu ihrem Futterplatz und hat das Futter regelrecht gefordert.

Während ich arbeitete, lag sie öfter auch in einem Karton auf meinem Schreibtisch. In dem liegt sie gern und beobachtet mich von dort aus. Zwischendurch rolle ich mit dem Stuhl hin und gebe ihr Nasenstüber. Sie schnurrt sofort!

karton

Am frühen Abend gab es dann noch eine Überraschung für Lili: einen nagelneuen Karton. Kaum stand er auf der Terasse, hockte sie auch schon drin.

Karton-2

Dann bearbeitete sie ihn mit Wonne und kratzte in den gegenüberliegenden Ecken wie eine Wilde und hatte sichtlich großes Vergnügen. Und ich konnte herzhaft lachen über ihre Zerstörungswut.

kratz

Dann stellte ich den Karton auf den Terrassentisch. Kaum stand er dort, hockte sie auch schon wieder drin.

Augen

Lust zum Spielen hatte sie auch. Ich kratzte von außen am Karton und sie schlug blitzschnell mit der Pfote nach meinem Finger. Sie hatte größtes Vergnügen dabei und ich war glücklich, ihr diese Freude bereiten zu können. Nun hoffe ich, dass das nicht ihr letzter Karton ist.

Pfote

Bevor die Nacht kam, hockte sie sich auf die Terrassenbrüstung und betrachtete die Welt von oben.

Terrasse

Leider gibt es sonst nichts Gutes zu berichten. Die Knoten vermehren sich. Bislang geht sie noch aufs Klo, Darm und Niere funktionieren noch, aber das kann sich täglich ändern. Was ich meinem geliebten Liebling von Herzen wünsche, dass sie ohne Schmerzen einschlafen kann. Und schon wieder laufen die Tränen. Draußen ist herrliches Sommerwetter, in mir drin sieht es gar nicht heiter aus … gut ist, dass ich nicht die viele andere Menschen außer Haus arbeite und meine kranke Katze allein lassen muss. Ich kann den ganzen Tag um sie rum sein. Und die Nacht auch. Gestern Nacht lag sie erst eine Stunde lang auf meinem Bauch, hat geschnurrt und ich habe sie gestreichelt. Erst später hat sie sich auf dem Bärenkissen eingeringelt, wo sie bis zum frühen Morgen geschlafen hat. Mein geliebter Liebling …

P.S.: Eben hat sie gefrühstückt. In zwei Etappen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Thun-Huhn-Mischung entdeckt habe. Es ist zwar nur ein Ergänzungsfutter, aber darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Denn Hauptsache, sie futtert es mit einigermaßen Appetit. Seit gestern geht sie ja wieder zu ihrem Futterplatz, und schaut mich erwartungsvoll an. Sie zeigt mir also, dass sie was zum Futtern haben möchte. Und es ist furchtbar, wenn sie dort hockt, wartet, ich ihr war hinstelle, sie daran schnuppert, und es ihrem Näschen nicht gefällt und sie ungefuttert von dannen zieht. Umso größer ist jedes Mal die Freude, wenn ihr die Thuhn-Huhn-Mischung gefällt!

Nachsatz um 10.30 Uhr: Gestern habe ich im Biomarkt zwei Schälchen Biofutter gekauft. Eines davon habe ich heute früh aufgemacht, ein Bröckelchen hat sie gefuttert. Dann war Ende. Na ja, sie futterte ja Thun-Huhn. Ich vorhin in den Tierladen, um Nachschub zu holen von dem Thun-Huhn. Tierladen hat mittwochs geschlossen. Gott sei Dank habe ich noch ein Döschen davon.

Nun kam ich aber eben auf die Idee, ihr nochmal das Biofutter anzubieten. Ich schmierte mir die Mousse auf den Zeigefinger, und ruckzuck war der Zeigefinger sauber geleckt. Aha! Ich holte das Schälchen aus der Küchde (Lili lag auf dem Terrassentisch) und legte ihr ein so ungefähr einen halben Teelöffel von dahin vors Mäulchen. Leck, leck, leck– weg war das Futter. Und so hab ich ein kleines Bisschen nach dem anderen hingelegt, und sie hat mit großem Appetit gefuttert. Sie hat nicht mal mehr geschnuppert – was sie sonst macht – sondern mit Vergnügen das Biofutter verputzt. Ein Drittel des Schälchens. Mein Herz lachte! Denn dieses Futter ist kein Ergänzungsfutter, sondern Vollfutter. Ist das nicht wunderbar?

Futter

Jetzt hoffe ich nur, dass sie es nicht wieder auskotzt. Aber momentan liegt sie zufrieden auf dem Terrassenstuhl – wo ich sie von meinem Arbeitsplatz aus prima im Augen habe und alles mitkriege.

Terrasse

13.35 Uhr:Teller Die Tellerwäscherin kommt ihrer Arbeit nach …