Hunger

Vor einer Woche lag Lili apathisch auf ihrem platten Karton und ich habe ständig damit gerechnet, dass sie entweder von allein in die andere Welt schwebt oder es ihr so schlecht geht, dass ich den Tierarzt anrufen muss.

Heute hockt sie in ihrem Karton und miaut mir zu: Ich habe Hunger! Reagiere ich nicht prompt, setzt sie sich neben meinen Stuhl und teilt mir unmissverständlich mit, dass sie endlich was von dem Hühnchen haben will, das in der Küche kocht und dessen Geruch in ihr Näschen zieht.

Natürlich stehe ich sofort auf, gehe in die Küche und schneide ihr ein paar Bröckelchen – währenddessen sitzt sie neben ihrem leeren Schüsselchen und weiß genau: gleich ist es soweit.

Jeder, der seine Katze so liebt wie ich meine Lili, kann verstehen, dass mein Herz hüpft vor Freude … und dass sie sich auch dieses Mal wieder berappelt hat, ist wirklich ein kleines Wunder.

Mailart Nr. 53

Gestern drückte mir der Postbote einen Brief in die Hand. Inhalt: gesammelte Mailart aus der Türkei.
mailart

Der Künstler Deniz Gökduman von der Fakultät “Fine Arts” der Universität Trakya ist auf die prima Idee gekommen, Mailart von Künstlern aus der Türkei zu sammeln und auf einen Schwung zu schicken. Hier ist die erste:

Türkei-1

Haluk Sabri Arvas, Türkei. Teşekkür ederim!

Gruß vom geliebten Liebling

Vor genau zwei Wochen, am Oster-Samstag, tastete ich bei Lili einen kastaniengroßen Knoten zwischen Hals und Schulter. Er muss relativ rasch gewachsen sein, denn sonst wäre er mir schon vorher aufgefallen, obwohl Lili in den letzten Wochen deutlich weniger meine Nähe suchte und auch nicht mehr automatisch auf meinem Schoß hockte, sobald ich mich auf dem Sofa niedergelassen habe. Sie war auch sichtlich ruhiger und müder geworden, was sie auch heute noch ist.
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Mit Lili im Garten

Gestern war ich mit Lili im Garten. Sie lag im Gras, schaute ein bisschen in die Gegend und ließ sich den Frühlingswind ums Näschen wehen. Der Kot, der vergangene Woche aussah wie Senf (Leberprobleme!), ist heute wieder normal – aber das will nichts heißen und kann heute Nachmittag schon wieder anders sein.

Sie futtert kleine Portionen und schläft sehr viel.  Momentan liegt sie auf ihrem neuen Spezialplatz in meinem Arbeitszimmer. Dort verbringt sie mehr oder weniger den ganzen Tag. Gestern Abend allerdings kam sie auf meinen Schreibtisch und leistete mir ein bisschen Gesellschaft. Ab und zu geht sie zu der Vase auf meinem Schreibtisch und schlabbert Wasser. Ich freue mich über jeden Tag mit meinem geliebten Liebling!